Eine Zusammenfassung von Georgi Polonskys „Der Tutor“
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Diese 1996 erschienene Novelle ist ein klassischer Badeortroman, der in den späten 1970er-Jahren an der Küste Rigas spielt. Die Autorin schildert den sozialen und intellektuellen Kontrast zwischen einer hochgebildeten Moskauerin und einem einheimischen Bademeister. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Bemühungen der Protagonistin, die junge Frau auf das Universitätsstudium vorzubereiten. Der Text ist reich an präzisen, alltäglichen Details aus dem sowjetischen Jūrmala.
1987 drehte Regisseur Leonid Makarychev basierend auf dieser Geschichte einen gleichnamigen Spielfilm im Lenfilm-Studio.
Treffen am Strand
Jewgeni Ogaryschew ist 26 Jahre alt. Er hat sein Philosophiestudium an der Moskauer Staatlichen Universität mit Auszeichnung abgeschlossen. Er verbringt seinen Urlaub mit seiner Großmutter im Neschdanowa-Schauspielerhaus. Ksenia Lwowna Zamjatina ist eine bekannte ehemalige Schauspielerin. Jewgeni erholt sich von einem schweren Autounfall. Er humpelt, benutzt einen Gehstock aus Ebonit und schämt sich, in der Öffentlichkeit zu schwimmen. Am liebsten liest er Karamzins Werke auf einer Liege.
Am Strand ist immer wieder die Stimme eines Mädchens zu hören. Ein sichtlich gelangweilter Rettungsschwimmer liest gerade eine medizinische Anleitung zur Herzdruckmassage vor. Kurz darauf hört Jewgeni sie durch ein Megafon einen Mann mit einem aufblasbaren Frosch anbrüllen. Das Mädchen rät dem Schwimmer dringend davon ab, nach Schweden zu schwimmen. Neugierig geworden, geht Jewgeni unter dem Vorwand, seine verlorene Sonnenbrille zu suchen, zur Rettungsschwimmerstation.
Dort trifft er die achtzehnjährige Katja Batistowa. Sie trägt ein gestreiftes Hemd und eine orangefarbene Jacke. An den Wänden ihres Arbeitsplatzes hängen Fotos von Schauspielern mit Widmungen. Später entdeckt Jewgeni Katja in der Bibliothek. Sie spielt ihrer Mutter, der diensthabenden Verwaltungsangestellten Tamara Filippowna, am Telefon einen Streich. Katja imitiert die launische Stimme der berühmten Schauspielerin Doronina und beklagt sich über einen kaputten Samowar. Jewgeni ist von diesem Streich begeistert und lädt seine neue Bekannte auf einen Cocktail ein.
Erste Kontakte und Hilfsangebote
An der Bar versucht Jewgeni mit seinem Wissen zu prahlen. Er zitiert die Dialektik des Heraklit, doch Katja hält seine philosophischen Ausführungen für eine banale Wettervorhersage. Eine freche Gruppe nähert sich ihrem Tisch. Die Urlauberin Karina und der alternde Schauspieler Witali behandeln Katja herablassend, als wäre sie eine amüsante Strandattraktion. Jewgeni ist genervt von dieser Behandlung und geht schnell wieder.
An diesem Abend kehrt Jewgeni zum Bahnhof zurück. Er wird Zeuge, wie Katja sich mit einheimischen Rowdys anlegt. Mutig vertreibt sie ihren betrunkenen Klassenkameraden Otkidach mit einem Steinwurf. Beeindruckt lädt Jewgeni Katja ein, ihre Lehrerin zu werden. Er plant, im Herbst die erste Klasse „G“ für ein naturwissenschaftliches Experiment zu unterrichten und möchte dabei seine pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Katja willigt ein.
Am Strand wird ein Kriegsfilm gedreht. Der Regisseur bereitet eine komplexe Szene mit einem deutschen Offizier und einem Mädchen im Wasser vor. Der nachdenkliche Jewgeni tritt versehentlich über den Zaun ins Bild. Filmcrew und Zuschauer lachen über den tollpatschigen jungen Mann. Schauspieler Witali macht spöttische Witze auf seine Kosten. Katja unterbricht ihn entschlossen und rennt Jewgeni hinterher.
Beim Blaubeerpflücken küsst Katya Evgeny aus Dankbarkeit für seine Aufmerksamkeit auf die Wange. Sie gibt zu, sich über ihre Zukunft unsicher zu sein.
Lernschwierigkeiten
Jewgenis Großmutter ahnt etwas von der neuen Leidenschaft ihres Enkels. Ksenia Lwowna willigt ein, Katja vorsprechen zu lassen, wenn diese eine Fabel, ein Gedicht und einen Prosatext lernt. Ihre pragmatische Freundin Inka rät Katja, die Gelegenheit beim Besuch aus der Hauptstadt zu nutzen. Inka glaubt, dass Zamjatinas familiäre Verbindungen ihr einen problemlosen Zugang zum Theaterinstitut ermöglichen.
Katjas Mutter erfährt vom hohen Stand des Verehrers ihrer Tochter. Tamara Filippowna lässt Zamjatina durch ihre Zofe Aina Obst und eine große Auswahl an Pralinen auf ihr Zimmer schicken. Die ältere Schauspielerin durchschaut den Plan sofort und bringt die Gaben trocken zur Rezeption zurück.
Jewgeni und Katjas Unterricht ist eine Qual. Sie liest Belinskys Artikel und Stanislawskis Bücher, lässt sich aber oft von Marienkäfern oder Gesprächen über Kleidung ablenken. Jewgeni ist von ihrer Oberflächlichkeit genervt, obwohl er sich weiterhin stark zu ihr hingezogen fühlt. Eines Tages versucht Vitali am Strand einen weiteren unglückseligen Scherz. Jewgeni unterbricht ihn energisch und droht, ihm mit einem Stock ins Gesicht zu schlagen.
Konflikte und Annäherung
Ein riesiges Porträt von Katja, die den Matrosen Kostik umarmt, hängt im Schaufenster eines zentralen Fotostudios. Katja lügt Jewgeni wegen des Fotos an und behauptet, es sei versehentlich entstanden, nur um mit ihrer maritimen Prahlerei anzugeben. Kurz darauf trifft Kostiks Bruder, der strenge Boris, mit dem Motorrad an der Rettungsstation ein. Er bringt einen goldenen Ring des Matrosen mit. Katja lehnt das Geschenk ab. Boris, der den Grund für ihre Ablehnung erkennt, schlägt sie heftig.
Katja belügt Jewgeni bezüglich der Herkunft ihrer blauen Flecken und behauptet, sie seien durch einen versehentlichen Schlag mit dem Ruder ihres Partners entstanden. Sie lädt einen Hauslehrer zu sich nach Hause ein. Inka sorgt für die richtige Atmosphäre: Sie zündet Kerzen an und legt eine Schallplatte von Mireille Mathieu auf. Katja zieht einen teuren Morgenmantel an, den sie geschenkt bekommen hat. Jewgeni versucht, mit ihr über das Stanislawski-System zu sprechen, doch Katja verwechselt Schauspieltheater mit Oper.
Sie beginnt, Jewgeni offen zu verführen. In einem Anfall von Offenbarung gesteht Katja ihre Täuschung. Sie hat kein Interesse an der Bühne oder den langen Schulstunden. Sie träumt davon, in die Hauptstadt zu ziehen und bittet ihre Großmutter, ihr durch Beziehungen einen Studienplatz zu verschaffen. Katja singt ein fröhliches Lied über eine Espe, die davon träumt, eine Orange zu werden.
Jewgeni erkennt seine wahre Bestimmung. Er sieht sich als praktisches Transportmittel für Katjas Rückkehr nach Moskau. Seine romantischen Illusionen zerplatzen angesichts des strengen Utilitarismus des Mädchens. In diesem Moment bricht in der Rettungswache ein Feuer aus, ausgelöst durch eine vergessene Kerze. Katja löscht die Flammen mit einem Eimer Wasser und lacht laut und hysterisch. In dieser Nacht kommen sich die beiden näher, doch der Akt bringt keine Erlösung.
Trennung und Abschied
Am nächsten Tag spielt Zamjatina Billard mit einem grauhaarigen Schauspieler. Sie erhält eine kurze Nachricht von ihrem Enkel. Jewgeni kündigt seine plötzliche Abreise an. Er gibt seiner Großmutter Recht und bittet Katja um Unterstützung, falls sie die Schauspielprüfung ablegen möchte.
Katja erfährt von seiner Abreise durch einen Anruf ihrer Mutter. Inka versucht, ihre Freundin zu trösten. Sie verspottet Evgenys körperliche Behinderung und seine seltsame Entscheidung, mit Kindern zu arbeiten, auf unhöfliche Weise. Wütend schickt Katja Inka weg. Allein gelassen, sinkt Katja auf die Liege und schluchzt, während sie Evgenys vergessene Sonnenbrille umklammert.
Jewgeni fährt mit dem Zug von Riga nach Moskau. Ein betrunkener Mitreisender verwickelt ihn in einen langen Monolog über den Mond. Der Mann zitiert einen Klassiker: „Es gibt einen Mond am Himmel, der so jung ist, dass es riskant ist, ihn ohne Begleitung freizulassen.“ Sein Abteilnachbar beklagt ausführlich die menschliche Leichtfertigkeit.
Epilog
Der Autor der Geschichte geht über eine objektive Erzählung hinaus. Er fügt in Klammern persönliche Kommentare hinzu. Ein lange gehütetes Geheimnis wird enthüllt: Der Erzähler selbst war in jenem fernen Sommer unglücklich in Katja Batistowa verliebt.
Der Text führt uns ins Jahr 1995. Die Autorin entdeckt Katja und Jewgeni zufällig auf dem Strastnoi-Boulevard in Moskau. Sie unterhalten sich angeregt, und das Mädchen notiert schnell etwas in einem Notizbuch. Ihr Beziehungsstatus bleibt unklar. Ein Jahr später bringt eine Bekannte der Autorin neue Informationen aus den Vereinigten Staaten. Katja lebt in Boston, besitzt einen kleinen Friseursalon und ist mit einem polnischen Einwanderer verheiratet. Sie hat eine zwanzigjährige Tochter.
Der Autor erkundigt sich auch nach dem Schicksal von Jewgeni Ogaryschew. Der ehemalige Absolvent der Moskauer Staatlichen Universität arbeitet als einfacher Hausmeister im Puschkin-Museum der Schönen Künste. Er sitzt in den Sälen zwischen den Meisterwerken und sinniert allein. Hier endet die Geschichte.
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