„Von einem Hasen“ von Asya Lavrinovich, Zusammenfassung
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Asya Lavrinovichs Roman, erschienen 2019, erzählt die Geschichte einer begabten Studentin und eines ehrgeizigen Sportlers, die durch ein zufälliges Universitätsprojekt zur Elektrodynamik zusammengeführt werden. Das Buch, das dem Genre der Jugendliteratur zuzuordnen ist, thematisiert typische Probleme von Studierenden. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Aufeinandertreffen zweier völlig gegensätzlicher Persönlichkeiten. Die Protagonisten sind gezwungen, Kompromisse einzugehen, um eine gute Note für ihren Abschluss zu erreichen. Die Autorin würzt den Text gekonnt mit humorvollen Dialogen, komischen Missverständnissen und romantischen Erlebnissen vor dem Hintergrund des alltäglichen Schullebens.
Verteilung der Projekte
Margarita Romashina, Physikstudentin im dritten Studienjahr, ist es gewohnt, immer die Beste zu sein. Sie schreibt lauter Einsen, ist eine der Besten in rhythmischer Sportgymnastik und trägt den Titel „Miss Universität“. Sie ist stets pünktlich und verabscheut Faulheit. Ihr komplettes Gegenteil ist ihre beste Freundin Alla Gekht. Die schöne Brünette besucht die Universität nur, um einen reichen Ehemann zu finden.
Das Leben der Freundinnen verändert sich dramatisch, als die Themen für die Abschlussarbeiten vergeben werden. Der Dekan der Fakultät beschließt, die Partner selbst einzuteilen. Margarita wird Artem Zayats zugeteilt, einem gutaussehenden Hockeyspieler, der als der größte Schulschwänzer der Klasse gilt. Alla hingegen wird mit Vladlen Parshukov zusammengebracht. Vladlen ist der Anführer der Gruppe und bekannt für seine extreme Isolation und Strenge.
Margarita ist mit ihrem neuen Partner völlig unzufrieden. Sie fürchtet um ihren zukünftigen Bachelor-Abschluss. Sie ist sich sicher, dass Artems Leichtsinn ihre Endnote ernsthaft beeinträchtigen wird. Sie kann die Zusammenarbeit nicht verweigern, ohne wertvolle Punkte zu verlieren. Deshalb schmiedet sie einen raffinierten Plan. Sie beschließt, so unerträglich nervig wie möglich zu sein, damit Artem die akademische Partnerschaft beendet.
Von diesem Moment an begann Margarita, Artem systematisch zu belästigen. Sie gab ihm Arbeitsblätter mit Aufgaben. Nachts rief sie ihren Partner unter dem Vorwand an, plötzlich die Maxwell-Gleichungen besprechen zu wollen. Er durchschaute schnell die Hintergedanken seiner Kommilitonin. Er schlug zurück und weckte sie samstagmorgens um sieben Uhr. Entgegen Margaritas Erwartungen demonstrierte Artem sein brillantes Wissen. Er brachte eine perfekt ausgefüllte theoretische Aufgabe zum Treffen mit. Die Rivalität zwischen den beiden jungen Leuten eskalierte schnell.
Schwierigkeiten beim Rollschuhlaufen
Alla Gekht hat derweil mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Auf Drängen ihrer aktiven Mutter willigt sie ein, eine Rollschuhschule zu besuchen. Vladlen Parshukov entpuppt sich unerwartet als ihr Lehrer. In der Schule gibt sich der junge Mann distanziert, doch auf der Rollschuhbahn kritisiert er eine Mitschülerin scharf für ihre Ungeschicklichkeit.
Während einer routinemäßigen Übungseinheit im Stadtpark unterläuft Alla ein Fehler. Sie verliert auf einem steilen Hang die Kontrolle über ihre Rollschuhe und rast mit hoher Geschwindigkeit direkt auf eine stark befahrene Straße. Vladlen kann Alla wie durch ein Wunder im letzten Moment vor der Fahrbahn abfangen. Er riskiert sein eigenes Leben, um seine unvorsichtige Schülerin zu retten. Gemeinsam stürzen sie auf den staubigen Seitenstreifen.
Nach diesem gefährlichen Vorfall ändert sich Allas Einstellung zum Klassensprecher schlagartig. Die Schülerin empfindet tiefe Dankbarkeit, die sich allmählich zu echter Verliebtheit entwickelt. Sie küsst Vladlen sogar impulsiv im Klassenzimmer, als sie sich zufällig im selben Raum eingeschlossen haben. Der junge Mann weist Alla barsch zurück. Später kommt heraus, dass Vladlen eine Freundin hat. Der Klassensprecher hat es bereits geschafft, ihr mit den Avancen der schönsten Frau des Fachbereichs zu prahlen. Beleidigt beschließt Alla, Parshukov für immer aus ihrem Leben zu streichen.
Entwicklung des Konflikts
Margarita versucht weiterhin, Artem zu ärgern. Nachdem sie von seiner Hundeallergie erfahren hat, bringt sie einen alten Pudel namens Volodka zum Treffpunkt mit. Artem erleidet eine heftige allergische Reaktion, erträgt aber tapfer die Eskapaden seiner Partnerin. Später gehen die Schüler zum Lernen in die Bibliothek. Dort provoziert Margarita absichtlich eine Szene. Sie will, dass sie beschämt aus dem Lesesaal geworfen werden. Artem reagiert auf diese Provokationen mit ironischer Gelassenheit. Der Hockeyspieler präsentiert hervorragende Lösungen für Physikaufgaben. Der Erfolg des leistungsschwachen Schülers verletzt den Stolz des eigensinnigen Einser-Schülers zutiefst.
Als Margarita die Bibliothek verlässt, bemerkt sie, dass ihr großer Pickup fehlt. Ihr Auto wurde abgeschleppt. Artem gibt ruhig zu, das Parkverbotsschild gesehen zu haben. Aus Rache für den Pudel hatte er beschlossen zu schweigen. Er fährt die aufgebrachte Margarita in seinem teuren SUV zum Verwahrplatz. Unterwegs geraten sie immer wieder in Wortgefechte. Hinter diesen hitzigen Auseinandersetzungen verbirgt sich eine wachsende gegenseitige Anziehung. In der Nähe ihres Hauses versucht Artem scherzhaft, Margarita zu küssen. Sein dreister Versuch löst bei ihr einen Sturm der Entrüstung und tiefer Verlegenheit aus.
Date in einem Café und Nachtclub
Ein weiteres Hausaufgabentreffen findet in einem gemütlichen Café statt. Artjom kommt nicht allein, sondern in Begleitung der auffallend blonden Lika. Margarita empfindet das Erscheinen der Fremden als persönliche Beleidigung. Lika ist eifersüchtig auf die Beziehung ihrer Begleiterin zu ihrem Kollegen. Heimlich gibt die Blondine dem Kellner Geld, damit er Margarita kalten Kaffee über die Kleidung schüttet. Das ruinierte hellgraue T-Shirt ist für die Musterschülerin der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie verlässt fluchtartig das Café.
Artjom trifft das Mädchen direkt auf der Straße. Er versichert ihr, dass Lika ihm nichts bedeutet. Zayats gibt Margarita ihr vergessenes Handy zurück und lädt sie zu einer wilden Party in einem Nachtclub ein.
Margarita fühlt sich im Club unglaublich unwohl. Um Artem zu ärgern, willigt sie ein, mit einem nervigen Typen namens Vitaly zu tanzen. Artem beobachtet sie aus der Ferne. Der Hockeyspieler macht sich offen über die Situation lustig und flüstert Margarita eine Liebeserklärung zu. Die verwirrte Studentin flieht von der stickigen Tanzfläche.
Später findet Artem die erschöpfte Margarita auf einem weichen Sofa in einer ruhigen Ecke des Clubs. Vorsichtig setzt er ihr große Kopfhörer auf. Im Hintergrund läuft eine Akustikversion eines bekannten Songs der Band Coldplay. Margarita schläft friedlich an der Schulter ihres Partners ein.
Anerkennung und das Ende der Geschichte
Als Margarita morgens aufwacht, analysiert sie ihre Gefühle. Ihr wird klar, dass ihr ursprünglicher Plan gescheitert ist. Sie will nicht länger von Artem getrennt sein. Im Gegenteil, die Studentin freut sich auf jedes neue Treffen mit dem Hockeyspieler.
Margarita schwänzt zum ersten Mal in ihrer gesamten Schulzeit den Unterricht. Sie rennt in den Stadtpark, um Artem beim Straßenhockey zuzusehen. Nach dem Spiel machen sie einen langen Spaziergang durch die frühlingshaften Straßen. Das junge Paar isst Fast Food und fährt vergnügt auf einem Kinderkarussell. Der ereignisreiche Abend endet mit einem zärtlichen, innigen Kuss im sanften Licht der Straßenlaternen.
Die Handlung entfaltet sich am Wochenende. Margaritas Bruder Roman lädt seine Schwester in die Datscha alter Freunde ein. Er verspricht ihr, sie einem Freund vorzustellen, der schon lange in sie verliebt ist. Margarita nimmt die verzweifelte Alla mit, um sie von ihren Liebeskummer mit Vladlen abzulenken.
In der Datscha entdeckt Alla unerwartet Gemeinsamkeiten mit Roman. Margaritas Bruder bietet an, Alla und ihrer Mutter kostenlos das Rollschuhlaufen beizubringen. Alla nimmt freudig an. Diese neue Bekanntschaft hilft ihr, ihren Groll gegen den Dorfvorsteher schnell zu vergessen.
Geheimnisse enthüllen
Im Laufe des Abends beschloss der angetrunkene Roman, die Gefühle seiner Schwester für ihn öffentlich zu verkünden. Margarita hatte ihren Bruder zuvor gebeten, seinem geheimen Freund auszurichten, dass sie verliebt sei. Sie meinte damit Artem selbst. Roman nahm die Worte seiner Schwester jedoch wörtlich. Er schubste einen fremden Mann namens Valera mitten in den Hof der Datscha. Lautstark verkündete Roman allen Anwesenden, dass Margarita unsterblich in diesen kaum bekannten Mann verliebt sei.
Artjom wird Zeuge der peinlichen Szene. Hase ist überzeugt, dass Margarita ein doppeltes Spiel trieb und ihn aus Boshaftigkeit küsste. In unbändiger Wut wendet sich der Junge von der lärmenden Gruppe ab.
Margarita rennt Artjom in einen dunklen Ahornhain. Sie stolpert schmerzhaft über einen großen Stein, doch er fängt sie geschickt auf. In einem emotionalen Gespräch kommt die ganze Wahrheit ans Licht. Artjom gesteht, dass er Roman gebeten hatte, das Treffen in der Datscha zu arrangieren. Der Hockeyspieler wusste schon lange, dass Margarita die Schwester seines Mannschaftskameraden war. Die beiden Klassenkameraden klären alle Missverständnisse auf und gestehen sich offen ihre Gefühle. Die Geschichte endet glücklich mit der Versöhnung der Liebenden. Zum Schluss verspricht Margarita, Artjom ihrer Großmutter vorzustellen.
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