30. Pious Women at the Tomb Fra Angelico (1400-1455)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Fra Angelico – 30. Pious Women at the Tomb
Ort: National museum of San Marco, Florence (Museo Nazionale di San Marco).
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die zentrale Figur, eine Frau in Weiß, blickt mit erstaunten Augen und leicht geöffnetem Mund in den leeren Grabraum. Ihre rechte Hand ist erhoben, als wolle sie das Unfassbare festhalten. Neben ihr kniet eine Frau in Blau, die ihr Gesicht in die Hände vergräbt, ein Ausdruck tiefen Schmerzes und Verzweiflung. Eine dritte Frau, gekleidet in Rosa und Gelb, scheint sich gerade umdrehen zu wollen, ihr Blick ist auf etwas außerhalb des Bildausschnitts gerichtet. Eine vierte Frau in Grün hält ihre Arme schützend vor sich. Die fünfte Frau, in Blau gehüllt, blickt ebenfalls in den Grabraum, ihr Gesichtsausdruck ist weniger eindeutig, könnte aber eine Mischung aus Erleichterung und Ungläubigkeit widerspiegeln.
Die Komposition wirkt ruhig und gelassen, trotz der dramatischen Situation. Die Figuren sind symmetrisch angeordnet, was eine gewisse Ordnung und Harmonie schafft. Die Landschaft im Hintergrund ist spärlich, mit einigen stilisierten Bäumen und Büschen, die jedoch nicht von der zentralen Szene ablenken. Die Farbgebung ist gedämpft, mit warmen Tönen wie Gelb, Rosa und Grün, die einen Hauch von Hoffnung vermitteln. Der Himmel ist hellblau und strahlt eine friedliche Atmosphäre aus.
Die Inschrift am oberen Rand des Bildes, sowie die darunterliegende lateinische Zeile, geben einen Hinweis auf den biblischen Kontext: die Auferstehung Jesu. Die Darstellung der Frauen, die unterschiedliche Emotionen zeigen, deutet auf die Komplexität des Glaubens und die Schwierigkeit hin, den Tod zu überwinden. Die leere Grabstätte wird zum Symbol der Auferstehung und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Die Figuren verkörpern dabei die menschliche Reaktion auf das Unbegreifliche – eine Mischung aus Trauer, Angst, Erstaunen und letztendlich Glaube. Es scheint, als ob der Künstler hier nicht nur eine biblische Geschichte erzählen, sondern auch die universelle Erfahrung des Abschieds und die Suche nach Sinn und Trost darstellen möchte.