An Angel showing St. Francis of Assisi the body of Christ removed from the Cross Alessandro Allori (1535-1607)
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Alessandro Allori – An Angel showing St. Francis of Assisi the body of Christ removed from the Cross
Ort: Conde Museum (Musée Condé), Chantilly.
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Über dem Leichnam erhebt sich eine engelhafte Figur mit weit ausgebreiteten Flügeln. Er trägt eine tiefblaue Robe, verziert mit goldenem Gewebe, und hält eine Lanze in der Hand. Der Engel scheint den Mann mit einem Blick anzusehen, der sowohl Mitleid als auch eine gewisse Erhabenheit ausdrückt. Seine Geste ist deutlich auf den Betrachter gerichtet, als würde er ihn in die Szene einbeziehen und ihn Zeuge der göttlichen Offenbarung werden lassen.
Rechts von dem Engel befindet sich eine männliche Figur in einem braunen, wallenden Habit. Es handelt sich um einen Mönch, erkennbar an seinem einfachen Gewand und dem Franziskanerhut. Er blickt auf den Leichnam und den Engel, sein Gesichtsausdruck ist von tiefer Kontemplation und Andacht geprägt. Die Hände des Mönches sind in einer flehenden Geste erhoben, was seine innere Ergriffenheit und seine Bitte um Vergebung unterstreicht.
Der Hintergrund des Gemäldes ist düster und unscharf gehalten. Ein Felsmassiv, das von einem trüben Himmel überragt wird, lässt eine Atmosphäre der Melancholie und des Schmerzes aufkommen. Die Landschaft wirkt karg und unversöhnlich, was die Tragweite des Moments noch verstärkt.
Die Komposition des Bildes ist sorgfältig durchdacht. Die Anordnung der Figuren erzeugt eine Dreiecksform, die den Blick des Betrachters auf den zentralen Punkt, den liegenden Mann, lenkt. Die Farbgebung ist gedämpft und erdig, mit starken Kontrasten zwischen dem tiefen Blau des Kissens, dem blassen Fleischton des Leichnams und dem warmen Braun des Habit.
Subtextuell lässt sich aus dem Gemälde die Thematik von Tod, Leid, Erlösung und Glauben ableiten. Der Engel könnte als Bote Gottes oder als Verkörperung der göttlichen Liebe interpretiert werden, die den Sterbenden tröstet und ihm den Weg zur Auferstehung weist. Der Mönch steht für die menschliche Suche nach Sinn und Trost angesichts des Todes. Die Darstellung des Leichnams, mit seinen realistischen Details, erinnert an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Notwendigkeit des Glaubens. Es wird eine Verbindung zwischen dem irdischen Leiden und der Hoffnung auf ein Jenseits hergestellt. Das Gemälde wirkt nicht nur als Darstellung eines biblischen Moments, sondern auch als eine Meditation über die menschliche Existenz und die großen Fragen des Lebens und des Todes.