Eine Zusammenfassung von „Porträt meines Vaters“ von Vadim Trunin
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Der Text stammt von einem sowjetischen Drehbuchautor aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Werk erzählt die Geschichte des sibirischen Jungen Kolja Burlakow, der dort erwachsen wird. Der wichtigste Teil der Geschichte – die Suche nach den Wurzeln seines Vaters – spielt sich vor dem Hintergrund des harten Lebens der Arbeiter in Taiga und Tundra ab. Das Drehbuch gewann den ersten Preis in einem renommierten Wettbewerb für Drehbücher über Sibirien und den Fernen Osten. Es wurde für die Produktion im Lenfilm-Studio vorbereitet. Der Autor wurde für die Entwicklung militärpatriotischer Themen im Film mit der Goldmedaille von A. P. Dowschenko ausgezeichnet.
Kindheit in Martemyanovo
Der erwachsene Nikolai Burlakov erwacht eines Morgens früh in seinem Heimatdorf. Er hat einen beunruhigenden Traum von seinem Vater. Nikolai geht zur alten Schule. Er schürt den Holzofen und erinnert sich an seine sibirische Kindheit.
Kolja wuchs ohne Vater auf. Er wurde von seiner betagten Großmutter erzogen. Seine Mutter Natascha lebte in einer Großstadt. Sie besuchte ihn nur selten, brachte aber immer viele Dinge mit. Eines Tages brachte Natascha teure Geschenke mit – eine glänzende Nylonjacke und Stiefel für ihren Sohn, den Orenburger Daunenschal seiner Mutter und ein wunderschönes Album aus der Dresdner Galerie für seine Lehrerin. Die Nachbarn beäugten sie neidisch. Seine Großmutter schimpfte heftig mit ihrer Tochter, weil sie so viel Geld für Geschenke ausgab. Kolja versteckte die Tasche seiner Mutter unter seinem Kopfkissen. Er wollte sie zu Hause behalten. Am Morgen fand der Junge das Haus leer vor – seine Mutter war fort.
Später warf seine Großmutter wütend die Schmuckschatulle seiner Mutter in den brennenden Ofen. Kolja zog die Holzkiste aus dem Feuer. Darin befanden sich verkohlte alte Briefe. Aus diesen Briefen erfuhr Kolja zum ersten Mal den Namen seines Vaters – Wolodja.
In der Schule stritt Kolja oft mit Ljoscha Gorbatow. Die Konflikte rührten von einer alten Fehde zwischen den Jungen aus Sloboda und Saretschje her. Ein Mädchen aus der Gegend, Mascha, schlichtete oft den Streit. Auf der Neujahrsfeier der Schule tanzte Koljas Mutter einen richtigen Tango mit ihrem Sohn. Bald darauf wurden die Jungen zum Militärdienst eingezogen. Mascha versprach, auf sie zu warten.
Dienst in der Taiga
Kolja und Ljoscha schließen sich den Eisenbahntruppen an. Sie schlagen eine neue Trasse durch die abgelegene Taiga. Im Winter arbeitet Kolja auf einem Skidder – einem schweren Kettenfahrzeug zum Abtransport gefällter Bäume. Während der strengen Frostperioden landet alle paar Tage ein Hubschrauber. Der Hubschrauber wirft Säcke mit Post ab. Der Angestellte, Sergeant Martynjuk, weigert sich dreist, Briefe vor der Reihe herauszugeben. Kolja wird wütend. Er wendet den Traktor so, dass der Auspuff direkt auf das offene Bürofenster zeigt. Dichter Rauch füllt den Raum. Der Angestellte flucht und wirft den Sack mit der Post auf die Straße.
Der Kommandant bestraft Kolja für sein Fehlverhalten. Er schickt Burlakow und Martynjuk zum Hauptstützpunkt, um dringend Treibstoff zu holen. Ein heftiger Schneesturm bricht los. Die Straße ist schnell von tiefen Schneeverwehungen bedeckt. Der Traktor sinkt ein und bleibt liegen. Martynjuk, der Schreiber, trinkt Alkohol aus einer Feldflasche. Er geht hinaus in den Schneesturm und bricht im Tiefschnee ein. Ein kalter Wind durchdringt die Traktorkabine. Kolja zieht seinen Schaffellmantel und seine wattierte Jacke aus. Er übergießt seine warme Kleidung großzügig mit Heizöl und verbrennt es direkt unter dem Traktor. Das heiße Feuer taut die gefrorenen Teile auf. Mit großer Mühe springt der Motor an. Kolja findet Martynjuk in einer Schneeverwehung eingefroren. Er reibt den Sergeant mit Schnee ein und bringt ihn schnell zur Sanitätsstation im Dorf Rymbai.
Im Lebensmittellager trifft Kolja auf einen bewaffneten Wachmann. Der Kommandant der Wache, der sich als Ljoscha Gorbatow entpuppt, eilt vom Lärm herbei. Die Begegnung der beiden Landsleute verläuft sehr frostig. Ljoscha verlangt streng, ihre Ausweispapiere zu sehen.
Arbeiten an der Gaspipeline
Nach ihrem Militärdienst kreuzen sich die Wege der Helden erneut. Kolja besucht Ljoscha Gorbatow im Wohnheim. Er zerschlägt eine leere Flasche und schlägt Ljoscha damit. Daraufhin zwingt er seinen Landsmann, den örtlichen Fuhrpark zu verlassen. In der Nacht kommen die beiden in einem schweren Lastwagen an einem unbekannten Haus an. Ein bissiger Hund bellt laut im Hof. Kolja führt Mascha von dem verärgerten Hausbesitzer weg und schießt mit einem Jagdgewehr hinterher. Alle drei fahren sicher im Auto davon.
Die Helden arbeiten fleißig am Verlegen einer Gaspipeline in der eisigen Tundra. Kolja und Ljoscha bedienen Rohrverleger – spezielle, leistungsstarke Maschinen, die Stahlrohre in tiefe Gräben absenken. Mascha liefert Dieselkraftstoff in einem Tankwagen. Ljoscha und Mascha wohnen zusammen in einem separaten Bauwagen. Eines Abends erhält Kolja ein dringendes Funkgerät. Die Nachricht ist kurz: Seine kranke Mutter bittet ihn, sofort zu kommen.
Kolja erreicht die Ölplattform mit einem Kettenfahrzeug. Die Arbeiter raten ihm, den Chef, Janwarew, zu kontaktieren. Über Funk bittet Kolja Janwarew, sofort einen Hubschrauber zu schicken. Verzweifelt verspricht er, bar zu bezahlen. Janwarew willigt ein, ihm zu helfen. Plötzlich fragt der Chef: „Wie lautet Ihr Vor- und Mittelname?“ Nikolai verstummt und wendet sich vom Mikrofon ab.
Stimme von der Aufnahme
Einige Zeit später befindet sich Kolja auf einem zugefrorenen sibirischen Fluss. Der Eisübergang ist gesperrt. In einem hölzernen Bürogebäude hat sich eine Menschenmenge versammelt. Kolja übergibt den Arbeitern ein dringendes Päckchen aus Moskau. Es ist persönlich an Janwarew adressiert. Die Arbeiter reißen eifrig das dicke Papier auf. Darin, sorgfältig verstaut, liegt eine alte Schallplatte.
Sie rufen sofort Janvarew über Funk an. Schnell finden sie einen funktionierenden Plattenspieler im Büro. Die schwere Nadel setzt auf die Schallplatte. Eine Kinderstimme ertönt. Laut ruft das Kind: „Hallo, Papa!“ Der kleine Junge gratuliert seinem Vater fröhlich zur Oktoberrevolution und erzählt von einem Ausflug mit seiner Großmutter ins städtische Tonstudio. Kolja schaudert. Er beobachtet aufmerksam die Gesichter der Menschen um ihn herum. Nikolai geht vorsichtig zur Tür und verschwindet unbemerkt.
Die Handlung springt zurück in die Gegenwart. Kolja kommt aus dem alten Schulgebäude. Draußen ist es bereits helllichter Tag, und Schulkinder mit ihren Schultaschen kommen näher. Nikolai überquert eine schmale Brücke über einen zugefrorenen Fluss. Langsam steigt er das hohe Ufer hinauf ins Dorf. Kolja nähert sich dem Holzhaus der Gorbatows. Leshas grauhaariger Vater läuft ihm freudig entgegen. Der alte Mann umarmt Nikolai herzlich und bittet seinen Gast freudig ins Haus.
Das geräumige Zimmer ist hell und warm. Katerina, die Frau des alten Mannes, ist wie immer am brennenden Ofen beschäftigt. Ein rundlicher Zweijähriger sitzt auf einem weichen Teppich mitten im Zimmer. Er malt eifrig mit einem Buntstift auf glattem Geschenkpapier. Kolja setzt sich neben ihn auf den Boden und fragt leise nach seinem Namen. Ernst antwortet der Junge: „Ljocha.“ Ganz selbstverständlich erklärt er, dass er seinen Papa malt. Kolja nimmt den Jungen in seine starken Arme und hält ihn fest. Vertrauensvoll schmiegt sich der Junge an Nikolais Hals und verstummt.
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