„Krönung“ von Marek Modzelewski, Zusammenfassung
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Das 2004 entstandene Stück des polnischen Dramatikers erkundet die Krise eines dreißigjährigen Mannes anhand von Dialogen mit einer zynischen inneren Stimme. Diese Stimme manifestiert sich auf der Bühne als eigenständige Figur. Die Uraufführung fand im Januar 2004 am Nationaltheater in Warschau statt. 2014 verfilmte Regisseur Sebastian Chondrokostas das Drama für das polnische Fernsehprogramm „Teatorteka“.
Das Doppelleben von Maciek
Der Protagonist des Dramas ist der dreißigjährige Arzt Maciek. Er teilt sich die Bühne mit seinem Alter Ego, dem König. Der König kommentiert Macieks Handlungen, kritisiert sein Verhalten und spricht seine verborgenen Ängste aus. Die Geschichte beginnt in einem Bordell. Maciek schläft unter den wachsamen Augen des Königs mit einer Prostituierten. Er gesteht ihr, dass er seit fünf Jahren verheiratet ist, aber keine Kinder hat. Der Arzt rechtfertigt seinen Besuch bei der Prostituierten damit, dass ein einmaliger sexueller Akt gegen Geld ehrlicher sei als eine dauerhafte Geliebte.
Macieks Frau Beata erwartet ihn zu Hause. Das Paar gerät in Streit über vergessene Einkäufe. Beata wirft ihrem Mann Egoismus und Gleichgültigkeit gegenüber seiner Familie vor. Maciek versucht, dem Gespräch auszuweichen. Er ist ein leidenschaftlicher Fotograf und träumt von einer eigenen Ausstellung. Seine Frau ignoriert sein Hobby und beklagt mangelnde Kommunikation. Der König verspottet seine Unfähigkeit, seine Beschwerden auszudrücken. Das gegenseitige Missverständnis wächst mit jeder Minute ihres Gesprächs.
Arbeit und alte Bekannte
Maciek arbeitet als Rettungssanitäter. Er hasst seinen Job und nimmt Anrufe nur widerwillig entgegen. Während einer seiner Nachtschichten untersucht er eine ältere Patientin. Die Frau klagt über starke Bauchschmerzen und verhält sich merkwürdig. In ihrer Wohnung trifft der Arzt seinen Jugendfreund. Piotrko lebt weiterhin in der Provinz, leidet unter Armut und beneidet Maciek um seinen Status in der Hauptstadt.
Ein Freund kümmert sich um seine kranke Mutter und hilft dem örtlichen Priester. Er hält das Leben eines Warschauer Arztes für ideal. Piotrek erinnert seinen Freund daran, dass seine Eltern ihm eine Wohnung und ein Auto gekauft haben. Maciek gesteht seinem Freund, dass er beruflich ausgebrannt ist. Er möchte die Medizin aufgeben und sich der Kunst widmen. Der König kommentiert sarkastisch die Klagen seines Freundes und die Heuchelei des Arztes. Das Gespräch verdeutlicht die Kluft zwischen zwei verschiedenen Lebenswelten.
Neue Liebe und Trennung von der Ehefrau
Schon bald trifft der Held eine ehemalige Klassenkameradin. Sie bewundert Maciek und schenkt ihm Selbstvertrauen. Die beiden verbringen Zeit im Bett, und der Arzt öffnet ihr sein Herz. Er klagt über die Kälte seiner Frau und Probleme in seinem Liebesleben. Maciek erinnert sich an sein schwieriges Verhältnis zu seinem dominanten Vater. Die Frau verspricht ihm eine gemeinsame Zukunft, Ausflüge an die Seen und ein glückliches Leben.
Nach ihrem Date teilt der Arzt der Mutter seine Absicht mit, sich von Beata scheiden zu lassen. Die Mutter ist entsetzt. Sie wirft ihrem Sohn vor, die Familie zu zerstören, und fordert, dass sie ihre Ehe aufrechterhalten. Sie erinnert ihn an die Mühe, die es gekostet hat, ein Haus für die Frischvermählten zu kaufen. Der König unterstützt die Scheidung und drängt den Helden, endlich zu handeln. Der Arzt lässt sich jedoch nicht überzeugen und kündigt an, eine separate Wohnung anzumieten.
Später konfrontiert Maciek Beata offen mit der Trennung. Er begründet seinen Weggang mit der Unvereinbarkeit ihrer Persönlichkeiten. Seine Frau versucht verzweifelt, die Beziehung zu retten. Sie schlägt vor, die angehäuften Probleme zu besprechen und der Ehe eine Chance zu geben. Maciek bleibt jedoch stur und verschweigt die Existenz einer anderen Frau. Beata glaubt ihm nicht, dass er keine Geliebte hat. Die beleidigte Ehefrau nennt ihren Mann einen erbärmlichen Feigling und verlässt ihn.
Die Rückkehr der Schwester
Die Familie Maciek ist geschockt. Die Schwester des Helden, Bogna, kehrt nach dreizehn Jahren aus den USA zurück. Die Eltern sind zutiefst erschüttert. Der Vater streitet mit der weinenden Mutter und trinkt heftig. Bogna gibt sich selbstbewusst und bittet ihren Bruder um eine ärztliche Untersuchung. Amerikanische Ärzte haben einen Knoten in ihrer Brust entdeckt, und das Mädchen vertraut nur der einheimischen Medizin.
Die Ankunft der Schwester verschärft die seit Langem bestehenden Familienkonflikte. Der Vater versucht, das Leben seines Sohnes zu kontrollieren und bietet ihm Geld für Benzin an. Er verlangt, dass er seine Schwiegertochter mitbringt, um sie der Schwägerin vorzustellen. Maciek weigert sich, das Geld anzunehmen. Bogna wirft ihrem Bruder vor, unhöflich zu ihren alternden Eltern zu sein. Der Arzt erinnert seine Schwester daran, dass sie es war, die die Familie so viele Jahre im Stich gelassen hat.
Der Zusammenbruch der Illusionen
Macieks Freiheit währt nur kurz. Eine ehemalige Kommilitonin teilt ihm mit, dass sie nach Berlin gegangen ist. Die Frau hat ein Masterstudium begonnen und plant, mit ihrem Ex-Verlobten zusammenzuleben. Sie denkt nicht daran, die siebenjährige Beziehung zu beenden. Die Liebenden trennen sich. Der Arzt bleibt allein und voller Zukunftsangst zurück. Der König beobachtet mit Genugtuung, wie sein Schützling leidet.
Tod des Vaters
Vor dem Hintergrund einer persönlichen Katastrophe kommt es zur finalen Konfrontation zwischen Maciek und seinem Vater. Der Vater fordert von seinem Sohn anständiges Benehmen und dass er keine Dummheiten mehr im Umgang mit Frauen begehen soll. Er verweist auf seine eigene Jugend und Verantwortung als Beispiel. Maciek wirft seinem Vater Kälte und Unterdrückung seines Willens in der Kindheit vor. Sein Sohn beteuert, sich in seiner Gegenwart immer wie ein unbedeutendes Kind gefühlt zu haben.
Mitten in einem heftigen Streit greift sich Vater an die Brust und fällt zu Boden. Er hat einen schweren Herzinfarkt. Mutter und Bogna geraten in Panik und flehen um Hilfe. Maciek beginnt mit der Reanimation. Der König kommentiert den Anblick des Sterbenden und findet die Situation komisch. Die Reanimation ist wirkungslos. Der erschöpfte Arzt beendet die Herzmassage.
Der Vater stirbt. Der König gibt dem fassungslosen Maciek seine letzten Anweisungen. Er rät ihm, das Bestattungsinstitut zu rufen, seine Mutter mit nach Hause zu nehmen und seinen verhassten Job zu kündigen. Eine innere Stimme rät ihm, die Nummer der Blondine herauszufinden und seine vergangenen Fehler zu vergessen. Das Alter Ego verspricht ihm, dass nun ein Leben in Freiheit beginnt. Der König verkündet: „Das gesamte Königreich gehört dir.“ Die Bühne versinkt in Dunkelheit.
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