„Die Zahl 13“ von Elena Rudenko, Zusammenfassung
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Dieser 2004 erschienene Kriminalroman entführt die Leser ins Paris der Französischen Revolution. Als kühnes Genreexperiment besetzt er die historische Figur Maximilien Robespierre in der ungewöhnlichen Rolle eines Detektivs, der einen verzwickten Mord innerhalb einer eng verbundenen Familie aufklärt.
Familienintrigen und politischer Kampf
Der wohlhabende Aristokrat Monsieur Carmé hat sich den neuen bürgerlichen Gegebenheiten des Jahres 1791 angepasst. Er beauftragt seinen Sekretär Patrice mit der Organisation eines festlichen Familienessens. Patrice ist heimlich in die junge, kokette Adèle, die Frau seines Gastgebers, verliebt. Sie nutzt seine Gefühle bereitwillig aus. Adèle gibt sich nach außen hin als anständige Ehefrau, doch hinter dem Rücken ihres Mannes beginnt sie heimliche Affären.
Carmés jüngster Sohn, der leichtlebige Yves, besteht auf der Anwesenheit seiner beiden Geliebten Jeannette und Annette. Beide erwarten naiv eine schnelle Hochzeit. Der Familienvater ist mit dieser Wahl unzufrieden, gibt aber dem Drängen seines Sohnes nach. Die Familie Carmé ist zerstritten, und alle Verwandten hegen offen Abneigung gegeneinander. Der Vater hofft inständig, seine Familie an einem großen Tisch zu vereinen, obwohl Yves die Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens unverblümt erklärt.
Die historische Handlung verläuft parallel. Die schöne Madeleine Renard arrangiert ein Treffen zwischen Maximilien Robespierre und Antoine Barnave. Sie hofft, die beiden politischen Gegner zu versöhnen. Barnave setzt sich vehement für eine konstitutionelle Monarchie und ein rasches Ende der Revolution ein. Robespierre hingegen verdächtigt König Ludwig XVI. offen des Doppelspiels und der Anstiftung zu einer Verschwörung.
Madeleine bevorzugt den gemäßigten Barnave, da politische Stabilität ihren finanziellen Interessen dient. Maximilien verlässt schweren Herzens sein Zuhause. Starke Eifersucht treibt ihn dazu, die Skrupel eines gesetzestreuen Anwalts über Bord zu werfen und den Weg eines unerbittlichen Kämpfers einzuschlagen. Robespierre kehrt zum Haus des Zimmermanns Dupleix zurück. Dort empfängt ihn sein Weggefährte Camille Desmoulins und dessen Frau Lucile sowie seine langjährige Freundin Svetlana Lemus.
Am nächsten Morgen brachen die Freunde zur Sitzung der Nationalversammlung auf. Maximilien hielt eine flammende Rede, in der er jene scharf kritisierte, die einen Kompromiss mit dem Königshof befürworteten. Die Worte des brillanten Redners lösten unter vielen Abgeordneten einen Sturm der Entrüstung aus. Sein Gegner, Duport, protestierte offen gegen seine kühnen Äußerungen. Robespierre bewahrte absolute Ruhe und forderte mit Nachdruck die Wiederherstellung der Ordnung im Saal.
Das verhängnisvolle Abendessen
An diesem Abend versammeln sich die geladenen Gäste widerwillig im Herrenhaus Carmé. Genau dreizehn Personen sitzen an der festlich gedeckten Tafel. Die junge Tochter des Gastgebers, Palette, lacht unbekümmert über das düstere Omen am Tisch. In der Nähe sitzen sein ältester Sohn Benjamin mit seiner distanzierten Frau Giselle, sein Geschäftspartner Alfred Boisset, seine stets missmutige Tante Mathilde und der Bruder des Gastgebers, Gaspard.
Giselle wirkt übertrieben streng und distanziert, doch in Wirklichkeit leidet sie sehr unter familiärer Einsamkeit. Ihre einzige Freude im Leben ist eine heimliche Liebesbeziehung mit Alfred Boisset. Benjamin hingegen ist völlig in seine grandiosen Pläne zum Aufbau einer eigenen Handelsflotte vertieft, für die sein geiziger Vater die nötigen Mittel kategorisch verweigert.
Während des Festmahls erhebt sich Monsieur Carme langsam mit einem Glas Wein zu einem feierlichen Toast. Nach einem kleinen Schluck greift sich der reiche Mann plötzlich an den Hals und fällt tot zu Boden. Die Sekretärin stellt seinen sofortigen Tod fest. Die eintreffende Polizei bestätigt eine Vergiftung mit einem starken Gift.
Zweites Verbrechen
Der Verdacht fällt sofort auf die junge Adèle, die neben ihrem Mann sitzt. Tante Mathilde beschuldigt sie lautstark und unverhohlen eines schweren Verbrechens. In ihrer Verzweiflung wendet sich die verängstigte Witwe hilfesuchend an Maximilien Robespierre. Der angesehene Politiker erklärt sich bereit, die komplexen Umstände dieses seltsamen Falls gründlich zu untersuchen.
Der Detektiv verhört alle Beteiligten des unterbrochenen Abendessens. Er stellt zweifelsfrei fest, dass fast alle Verwandten während des Servierens ungehindert Zutritt zum Speisesaal hatten. Jeder Anwesende hätte das Kristallglas oder den Wein vergiften können. Robespierre befragt nacheinander den jungen Palette, den ergebenen Sekretär Patrice, den eigennützigen Schmeichler Joseph Marchand und Alfred Boisset.
Alfred deutet dem Detektiv deutlich die offensichtlich egoistischen Motive des ehrgeizigen Benjamin an. Benjamin selbst benötigte dringend enorme Geldsummen, um ein umfangreiches Schifffahrtsprojekt zu realisieren. Maximilian erkennt schnell, dass jedes Mitglied dieser Familie sorgsam dunkle Geheimnisse hütet und ihr trügerisches Auftreten ihre wahren Absichten zuverlässig verschleiert.
Am nächsten Morgen überbringt Polizeikommissar Kron dem Detektiv eine schreckliche Nachricht. Spät in der Nacht war Adele Carme in der Villa ermordet worden. Die junge Witwe hatte dort zusammen mit den verdächtigen Gästen übernachtet. Sie wurde kaltblütig mit einer schweren Bronzestatuette direkt auf den Kopf geschlagen.
Eine unerwartete Lösung
Robespierre und Kron treffen unverzüglich am Tatort des nächtlichen Verbrechens ein. Adèles ermordete Leiche liegt neben ihrem Schreibtisch, als hätte der Täter sie beim Briefeschreiben ertappt. Der Kommissar untersucht das geräumige Zimmer aufmerksam und bemerkt einen gravierenden logischen Widerspruch. Der Stuhl steht viel zu weit vom Schreibtisch entfernt; Schreiben aus dieser Entfernung ist physikalisch unmöglich. Maximilien schlussfolgert logisch, dass der Tatort geschickt inszeniert wurde, um die offiziellen Ermittlungen zu behindern.
Er versammelt bald alle Verdächtigen und verkündet selbstsicher das Ergebnis seiner Ermittlungen. Der brutale Mörder entpuppt sich als Gaspard Carme. Jahrelang hatte er sich erfolgreich hinter der Maske eines phlegmatischen und entfernten Verwandten versteckt. In Wahrheit war Gaspard ein Experte für Feinmechanik und knackte mühelos das Schloss an Adèles Schlafzimmertür. Der Verbrecher wartete, bis sie unter dem Einfluss eines Beruhigungsmittels tief und fest schlief, versetzte ihr mit einer massiven Statuette den tödlichen Schlag und trug die Leiche vorsichtig zum Tisch.
Gaspard hatte zuvor versucht, die offiziellen Ermittlungen in die Irre zu führen, indem er dem gutgläubigen Palette subtile Hinweise auf vergiftete Bonbons gab. Er hoffte kaltblütig, den Eindruck zu erwecken, das eigentliche Ziel des Giftmörders sei die junge Stiefmutter gewesen. Maximilian hatte diesen hinterlistigen Schachzug jedoch vorausgesehen und Inspektor Kron ausdrücklich beauftragt, das Gerücht zu verbreiten, die Witwe sei eine wichtige Zeugin. Dieser listige Schachzug versetzte Gaspard in Panik und zwang ihn zu einem zweiten, überstürzten Mord, um sein Alibi und sein beträchtliches Erbe zu sichern.
Ein turbulenter Monat gipfelt in einem historischen Ereignis. Am 30. September erklärt König Ludwig XVI. die Nationalversammlung feierlich für geschlossen. Robespierre und Pétion tauschen vielsagende Blicke vor dem Hintergrund einer jubelnden Pariser Menge. Maximilien weiß mit Gewissheit, dass der erbitterte Kampf um die Freiheit noch lange nicht vorbei ist, und Eléonore und Swetlana erwarten gläubig den Abgang ihres Idols.
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