malevich taking in the rye 1912 Kazimir Malevich (1879-1935)
Kazimir Malevich – malevich taking in the rye 1912
Attribution bearbeiten
Laden Sie in voller Größe: 905×883 px (0,2 Mb)
Maler: Kazimir Malevich
Ort: Municipal Museum (Stedelijk Museum), Amsterdam.
"Die Roggenernte" ist ein Beispiel für den russischen Kubo-Futurismus, der seinen Ursprung bei den französischen Meistern hat. Das Werk gehört zu den bäuerlichen Gemälden, die das bescheidene Leben auf dem Lande darstellen. In dieser Zeit erlebte Malewitsch einen Durchbruch in der Richtung seines künstlerischen Stils. Die Handlung des Gemäldes ist recht einfach: Die Bauern ernten Heu. Die Figuren der Menschen werden komplexer Details beraubt und absichtlich vergrößert dargestellt.
Beschreibung des Gemäldes "Die Roggenernte" von Kasimir Malewitsch
"Die Roggenernte" ist ein Beispiel für den russischen Kubo-Futurismus, der seinen Ursprung bei den französischen Meistern hat. Das Werk gehört zu den bäuerlichen Gemälden, die das bescheidene Leben auf dem Lande darstellen. In dieser Zeit erlebte Malewitsch einen Durchbruch in der Richtung seines künstlerischen Stils.
Die Handlung des Gemäldes ist recht einfach: Die Bauern ernten Heu. Die Figuren der Menschen werden komplexer Details beraubt und absichtlich vergrößert dargestellt. Sie scheinen aus gebogenen Eisenblechen zu bestehen, das harte Material schimmert im Licht metallisch. Obwohl die Körper eher einfach und schematisch gemalt sind, ist es leicht zu erkennen, wo sich die Männer und Frauen befinden.
Die Dorfbewohner wirken robust, solide und sogar monumental. Ihre Gesichter bleiben ruhig, ihre Züge verweisen auf die Ikonenmalerei, wo der Kanon stets große Augen darstellte.
Die bäuerlichen Figuren sind des Realismus und Naturalismus beraubt. Dennoch enthält das Werk einige dramatische Noten. Die Menschen ähneln einander, ihre Arbeit ist mechanisiert, sie wirken distanziert. Dies steht in krassem Gegensatz zu den üblichen enthusiastischen und heroischen Bildern der sozialistischen Arbeiter, die voller Stolz und dem leidenschaftlichen Wunsch sind, dem Wohl des Landes zu dienen.
"Die Roggenernte" ist eines der ersten Gemälde, das Anzeichen der kubofuturistischen Malerei aufweist. Die Heuhaufen in Form von Zylindern und die klaren Formen der menschlichen Figuren bilden eine ziemlich starke und stabile Komposition. Interessanterweise scheint sich der obere Teil des Gemäldes der Kontrolle dieses starren Schemas zu entziehen. Die Stapel sind willkürlich angeordnet, wodurch die Ordnung gestört wird und ein chaotisches und unkontrolliertes Bild entsteht.
Die auffällige Farbpalette, die sich komplementärer Farbkontraste bedient, zieht die Blicke auf sich. Energiegeladene Kombinationen von Rot und Grün, Blau und Gelb verleihen den gefrorenen Formen eine gewisse Dynamik.
Adblock bitte ausschalten!
Кому понравилось
Пожалуйста, подождите
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Sie müssen sich anmelden
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).













Sie können nicht kommentieren Warum?
Die dritte Figur, die sich im Vordergrund befindet und eine gelbliche Kopfbedeckung trägt, wirkt auf den ersten Blick isoliert. Sie ist nach unten gerichtet, ihre Haltung deutet auf Anstrengung oder möglicherweise auch auf Resignation hin. Ihr Körper schließt sich fast vollständig, was eine gewisse Innigkeit oder aber auch Abgeschlossenheit suggeriert.
Der Hintergrund besteht aus einer Reihe von organisch geformten, vertikalen Elementen, die in warmen Farbtönen wie Orange und Gelb gehalten sind. Diese Elemente wirken wie stilisiertes Getreidefeld und verleihen dem Bild eine Atmosphäre von Fruchtbarkeit und Ernte. Die Formgebung dieser Elemente ist jedoch alles andere als naturalistisch; sie wirken eher wie abstrakte Säulen oder Wände, die den Figuren einen gewissen Rahmen setzen.
Die Farbpalette ist von starken Kontrasten geprägt. Das Rot der zentralen Figur steht in deutlichem Kontrast zum Blau der zweiten Gestalt, während die Gelbtöne des Hintergrunds und der dritten Figur eine verbindende Funktion haben. Diese Farbkontraste verstärken die Spannung und Dynamik der Szene.
Neben der formalen Gestaltung lassen sich auch subtextuelle Ebenen erkennen. Es scheint, als ob die Darstellung einen sozialen oder politischen Kontext andeutet. Die unterschiedlichen Kleidungsfarben könnten auf unterschiedliche soziale Schichten oder politische Gruppierungen hindeuten. Die Anstrengung der dritten Figur könnte als Allegorie für die Arbeiterschaft interpretiert werden, während die andere Gestalt möglicherweise eine Autoritätsperson oder einen vermeintlichen Förderer repräsentiert. Die Szene könnte also eine Auseinandersetzung um Macht, Ressourcen oder Ideologie darstellen.
Die Abstraktion und Reduktion der Formen lassen zudem eine gewisse Distanz und Universalität entstehen. Die Figuren verlieren ihre individuelle Identität und werden zu Symbolen für allgemeine menschliche Erfahrungen wie Kommunikation, Konflikt und Anstrengung. Insgesamt vermittelt die Darstellung ein Gefühl von Spannung, Bewegung und einer latenten sozialen Dynamik.