„Der bestialische Detektiv:
Die Mangogötter“ von Anna Starobinets, Zusammenfassung
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Dieses Buch ist der fünfte Band der beliebten Tierdetektivreihe, die 2019 ins Leben gerufen wurde. Die Handlung führt die Figuren aus ihrer gewohnten Waldumgebung in die sengende afrikanische Savanne, wo völlig andere soziale Regeln und Hierarchien gelten. Kurz nach Erscheinen wurde das Werk mit dem Korneichuk-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet.
Aufgeschobene Rente und dringender Auftrag
Die Geschichte beginnt im Fernen Wald. Der erfahrene Detective Badger Senior, Leiter der örtlichen Polizei, bereitet sich auf seinen Ruhestand vor. Er träumt davon, seine Tage auf der Terrasse seines Hauses zu verbringen und die Ruhe im Kreise seines Adoptivsohnes Badgercat und seiner Assistentin Barbara zu genießen. Doch das Schicksal hat andere Pläne: Ein dringender Befehl trifft vom Anführer der Union der Mischwälder, Superbat, ein. Badger Senior wird der Ruhestand kategorisch verweigert. Statt des lang ersehnten Urlaubs erhalten er und sein Team den Befehl, unverzüglich in den Fernen Spärlichen Wald aufzubrechen – das lokale Äquivalent der afrikanischen Savanne.
Im lichten Wald hat sich ein entsetzliches Verbrechen ereignet. Ein neugeborenes Giraffenjunges namens Rafik wurde aus dem Clan der Prachtgiraffen entführt. Die örtliche Polizei, angeführt vom ehrgeizigen Gänsegeier, steht vor einem Rätsel und kann den Dieb nicht finden. Dachs Senior, Dachskatze und Barbara besteigen ein riesiges Gänseflugzeug und begeben sich auf eine Mission.
Ankunft und erste Schwierigkeiten
Der Flug verläuft nicht reibungslos: Die Navigation versagt, und die Passagiere erleben zahlreiche Unannehmlichkeiten. Dort angekommen, stoßen die Helden auf ein raues Klima und ungewohnte Sitten. Die sengende Sonne, der allgegenwärtige Sand und das völlige Fehlen der gewohnten Annehmlichkeiten des Waldes machen sich sofort bemerkbar. Die örtliche Polizei empfängt die Detektive aus der Hauptstadt recht kühl. Griffon Vulture macht aus seiner Abneigung gegen die Anwesenheit der Fremden keinen Hehl und versucht mit allen Mitteln, die Ermittlungen unter seine Kontrolle zu bringen.
Die Untersuchung des Tatorts liefert erste Hinweise. Rafik verschwand aus seiner Wiege, als seine Mutter, eine edle Giraffe, kurz abgelenkt war. Dachskatze entdeckt mit seiner natürlichen Katzenwachsamkeit und Intuition die unauffälligen Spuren. Die Ermittler erkennen schnell, dass die Gesellschaft im Fernen Wald tief gespalten ist. Edle Giraffen bilden eine Elitekaste, die andere Savannenbewohner verachtet. Diese Arroganz weckt Feinde und Neider. Die Motive für die Entführung könnten vielfältig sein.
Erweiterung des Kreises der Verdächtigen
Hauptverdächtiger ist ein Hyänenrudel, bekannt für seine langjährige Fehde mit den Giraffen. Doch im Verhör stellt sich heraus, dass die Hyänen ein wasserdichtes Alibi haben. Die Ermittler konzentrieren sich daraufhin auf die Paviane. Der Rudelführer wirkt äußerst nervös und zögert in seiner Aussage. Dachskatze beschließt, heimlich vorzugehen: Er dringt in das Schutzgebiet der Affen ein und findet einen entscheidenden Hinweis. Wie sich später herausstellt, hatten die Paviane Rafiks verlorenen Schnuller lediglich zufällig gefunden und mit der Entführung selbst nichts zu tun.
Im Zuge der Ermittlungen stoßen die Detectives auf lokale Glaubensvorstellungen. Die Bewohner der Savanne verehren die uralten Mangogötter, die den Regen kontrollieren und dem trockenen Land Leben einhauchen sollen. Ein Schamane erklärt voller Überzeugung, das Verschwinden der Giraffe sei eine göttliche Strafe für die „Langen“, wie die Giraffen hier genannt werden, wegen ihres übermäßigen Stolzes. Badger Senior, ein Pragmatiker, misstraut Mystik. Er geht dem Konflikt auf den Grund: Die Giraffen haben den Zugang zu einem heiligen Mangohain monopolisiert und berauben so andere Pflanzenfresser der süßen Früchte.
Politische Intrigen und Gefahren
Schon bald führt die Untersuchung die Helden zu Aktivisten – Bestien „mit strahlenden Gesichtern“ – , die soziale Gerechtigkeit und Gleichheit fordern. Badger Senior beginnt zu vermuten, dass die Entführung politisch motiviert ist. Er untersucht die Finanzströme der örtlichen Zverbank und entdeckt verdächtige Verbindungen.
Während Dachs Senior die Fakten analysiert, hilft Barbara tatkräftig im Feld mit und nutzt dabei ihren wilden Einfallsreichtum. Dachskater hingegen sehnt sich nach seiner geliebten Karalina, die im Fernen Wald geblieben ist. Er schickt ihr regelmäßig Nachrichten über den Qua-Count – eine Art lokalen Postdienst, der von Botenfröschen betrieben wird.
Die Ermittlungen werden durch ständige Auseinandersetzungen mit Griffongriff Vulture erschwert, der die anwesenden Detektive beharrlich behindert. Doch Badger Senior bleibt unnachgiebig. Schockierende Details kommen ans Licht: Die Giraffenmutter verbarg Informationen, die ihren Ruf ruinieren könnten. Ihr Status in der Kaste der Exquisiten ist durch geheime Verbindungen bedroht.
Höhepunkt und Erlösung
Die Spur führt Dachskatze in gefährliche unterirdische Labyrinthe. Unter Einsatz ihres Lebens findet sie das Versteck der Entführer. Bei einem ihrer Streifzüge geschieht das Unglück: Barbara wird von einer tödlich giftigen Schlange, einer Quabbra, gebissen. Das Leben des Dachses hängt am seidenen Faden. In einem halbwahnhaften Zustand träumt Barbara davon, mit dem Gott Mango selbst zu sprechen. Die Gottheit fragt sie nach ihrem größten Wunsch. Sie bittet nicht um ihre eigene Heilung, sondern um Regen für die durstige Savanne.
Währenddessen verbünden sich Dachs Senior und Dachskatze mit den örtlichen Kräften und stürmen den Bau. Es stellt sich heraus, dass Rafik von einer radikalen Gruppe entführt wurde, die die Exquisite Giraffes erpressen wollte, um den Mangohain für alle Tiere zu öffnen. Die Verbrecher werden gefasst. Die kleine Giraffe kehrt wohlbehalten zu ihrer Mutter zurück.
In diesem Augenblick verdunkelt sich der Himmel über dem Schlitten. Der lang ersehnte Wolkenbruch setzt ein. Barbaras Traum erfüllt sich auf wundersame Weise.
Abschluss des Falls
Die örtlichen Ärzte verabreichen Barbara das Gegenmittel und retten ihr so das Leben. Die prächtigen Giraffen, schockiert über das Geschehene, gestehen ihre Fehler ein. Sie beschließen, einen Kompromiss einzugehen, die strengen Regeln zu ändern und den anderen Tieren den Besuch des Mangohains zu erlauben. Die Spannungen im Fernen Wald legen sich.
Die Detektive aus den Fernen Wäldern haben ihre Mission erfolgreich abgeschlossen. Dachs Senior, Dachskatze und die genesende Barbara machen sich auf den Heimweg. In der letzten Szene sitzt Dachskatze in der Kneipe „Knothole“. Er nimmt einen Frosch vom Qua-Graf, überlegt lange, welche Worte er Caroline sagen soll, und verkündet schließlich laut: „Mir geht’s gut.“ Er versteht, dass ein wahrer Detektiv sich nicht über Schwierigkeiten beklagen sollte, selbst wenn er weit weg von zu Hause ist.
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