„Sommerlager“ von Vlad Rayber, Zusammenfassung
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Dieses Buch ist eine Sammlung furchterregender Kurzgeschichten, die meisterhaft zu einer mystischen Gesamthandlung verwoben sind und 2024 erschienen sind. Der Text ist wie eine Fortsetzungsgeschichte aufgebaut, wobei die einzelnen Episoden in eine übergeordnete Erzählung eingebettet sind. Die gedruckte Ausgabe verleiht der Atmosphäre ein einzigartiges interaktives Element: Die Seiten sind mit Notizen, Stickern und einem Profil jedes Monsters versehen. Der Autor wechselt gekonnt zwischen Camp-Leben und intensivem Horror und schafft so die perfekte Balance zwischen Teenagerdrama und der Mythologie des Horrors.
Lageralltag
Die Ausstellung beginnt mit der Ankunft des fünfzehnjährigen Dima im Gesundheitslager Iskra. Er hat dort nur durch Zufall einen Platz bekommen, daher empfindet er zunächst alles als abstoßend – vom glänzenden Koffer seiner Mutter bis hin zu den lärmenden Fremden. Dima teilt sich ein Zimmer mit zwei anderen Jungen in seinem Alter. Der erste ist der hyperaktive Rodik. Der zweite ist der übergewichtige, verfressene Jegor, den die Nachbarn sofort „Blase“ nennen. Bald gesellen sich Mädchen zu der Jungengruppe. Die achtzehnjährige Aljona ist mit gefälschten Papieren eingereist, und die temperamentvolle Inga trägt einen Gipsverband am Arm. Die neunjährige Mascha wurde aufgrund von Platzmangel in der jüngeren Gruppe in ein separates Zimmer verlegt.
Der erste Tag zieht sich quälend langsam dahin. Die Jugendlichen sitzen auf der Station und erzählen sich Gruselgeschichten. Rodik findet unter seinem Bett eine alte Inschrift – ein seltsames Gedicht über „das schielende Kaninchen“, das unartige Kinder häutet. Dann erzählt der Junge eine unheimliche Geschichte über einen Pendlerzug, in dem die Hauptfigur Kostja die kostümierten Jugendlichen an Bord unhöflich behandelt. Bald merkt er, dass die anderen Fahrgäste die Geister verstorbener Passagiere sind. Die Toten zwingen den armen Kerl, Weihnachtslieder zu singen und abgetrennte Gliedmaßen einzusammeln. Es stellt sich heraus, dass Kostja vor vielen Jahren kaltblütig an dem sinkenden Zug vorbeigegangen war und diese Menschen ihrem Schicksal überlassen hatte.
Mascha erinnert sich an eine Geschichte über eine Schlange. Lena bekam ein Reptil geschenkt, dem die Giftdrüsen entfernt worden waren. Das Tier entkam und verschwand für lange Zeit. Einige Zeit später wurde Lena mitten in der Küche von einer Giftschlange gebissen. Retter gruben den Boden auf und fanden ein ganzes Nest. Das entlaufene Tier hatte im Keller Eier gelegt, aus denen tödliche Jungtiere schlüpften. Dann erschreckte Inga ihre Freunde mit einer Geschichte über ein Landhaus. Ihre Nachbarn hatten aus Spaß eine Séance vor Spiegeln abgehalten. Dabei beschworen sie versehentlich ein furchterregendes, lebloses Wesen herauf. Das Monster brach allen auf der Party das Genick.
Jegor lauscht den Gruselgeschichten und wird vor Entsetzen kreidebleich. „Da steht jemand im Hasenkostüm draußen vor dem Fenster“, ruft er. Die Jungen spähen in die Dunkelheit und entdecken in der Ferne einen flackernden Waldbrand. Sie ignorieren die Anweisungen ihrer Vorgesetzten und klettern aus dem Fenster. Als sie sich den Flammen nähern, stoßen die Jugendlichen auf eine seltsame Gruppe. Blass und starr sitzen die Kinder regungslos da und ignorieren die Fremden. Leise erzählen sie sich abwechselnd ihre eigenen Albträume.
Lagerfeuergeschichten
Ein blasser Junge erzählt von dem schrecklichen Erlebnis von Geras Freund, dessen Nachbar, ein Antiquitätenhändler, ein verfluchtes Kartenspiel namens „Dark Joker“ erworben hatte. Nach einem Ritual lässt Vanya einen Dämon in sich eindringen. Das Wesen zerstückelt seine Frau, tötet einen Studenten und reißt einem Rentner den Kopf ab. Gera, der sich verteidigen muss, hackt dem besessenen Wesen mit einer schweren Axt die Gliedmaßen ab. Die abgetrennte Hand backt der Junge im Ofen. Erst als der Körper vollständig vernichtet ist, legt sich die blutige Spannung im Eingangsbereich.
Ein mürrischer Teenager erzählt von einem anonymen „Ingenieur“. Der Schüler entdeckt im Internet eine alte Chat-Website, auf der ein Bot anbietet, jeden Wunsch zu erfüllen. Scherzhaft wünscht er sich, seinen nervigen Stiefvater loszuwerden, und am nächsten Tag ist dieser spurlos verschwunden. Der Bot schickt ein Video: Der Stiefvater ist in einer ein Kubikmeter großen Betonkammer tief unter der Erde eingesperrt. Dann sprengt der virtuelle Sadist seinen kriminellen Nachbarn in die Luft. Dem Schüler wird die Illusion der Welt bewusst und er begreift, dass er einem Monster ausgeliefert ist, das die Realität selbst verzerrt.
Ein Junge mit Baseballkappe beschreibt eine Anomalie im Eingangsbereich eines Wohnhauses. Immer wieder erlischt das Licht. Der Raum kollabiert in unheimliche Parallelwelten. Die Überlebensregel ist einfach: zehn Sekunden lang stillhalten. Der Protagonist sieht schwebende, bodenlose Särge. Silberne Klingen durchbohren zufällige Passanten. Humanoide mit Hunderten winziger Löcher anstelle von Gesichtern steigen aus dem Aufzug. Die alte Nachbarin, Baba Galya, wird durch eine riesige Werwolfspinne ersetzt, die die Fenster mit zähflüssigem Speichel zunäht.
Ein bebrillter Teenager entdeckt ein Geheimnis seiner Schule. Als er eine Zeitkapsel öffnet, findet er schreckliche Zeichnungen sowjetischer Pioniere. Der Protagonist verlangt Antworten vom Direktor, der ihm ein unterirdisches Klassenzimmer unter der Bühne offenbart. Der Direktor ist von einem Dämon besessen. Seine Haut ist mit Eiter bedeckt. Eine Stimme in seinem Kopf zwingt ihn, Schüler zu töten und die Leichen an ihre Tische zu setzen. Der Dämon verlangt, dass das Klassenzimmer mit Leichen gefüllt wird, um ein finsteres Ritual zu vollenden.
Ein blauhaariges Mädchen erinnert sich an einen Ausflug in einen verlassenen Vergnügungspark. Eine Gruppe Freunde entdeckt einen alten Preisstand. Das Fenster öffnet sich. Unsichtbare Hände bieten einen Tausch an. Ein angetrunkener Freund beginnt gegen die Scheibe zu hämmern. Er wird hineingezogen. Eine Blutfontäne ergießt sich heraus. Später kehren die Jugendlichen zurück, um Hinweise zu finden. Ein mehrteiliges Metallmonster bewohnt den Stand. Der wandelnde Fleischwolf zerrt den zweiten Jungen fort. Das Mädchen wird durch eine Glücksbringer-Anstecknadel an ihrer Jacke gerettet.
Der Pionier erzählt von mystischen Nachtstraßen. Sie sind gesäumt von Kiosken, die Waren kostenlos verkaufen. Sie werden von Pogostnik beherrscht, einem Geist aus dem Friedhof. Er nimmt die Gestalt von Menschen auf alten Fotografien an. Das Ungeheuer ernährt sich von Menschenhaut und kennt das Sterbedatum seiner Kunden. Pogostnik reißt dem Erzähler ein Stück Fleisch aus der Hand. Er prophezeit den baldigen Tod seines Freundes Yurka. Kurz darauf stirbt Yurka tatsächlich. Dann erscheint sein verstorbener Kamerad als emotionsloser Verkäufer an einem der verfluchten Stände.
Ein hagerer Wanderer erinnert sich an einen Albtraum im Wald. Der junge Mann war mit einem erfahrenen Begleiter auf einer Wanderung. Der Wald entpuppte sich als verzauberte Falle mit strengen Regeln, die auf Zettel gekritzelt waren. Die Verbote widersprachen sich. Zuwiderhandlungen wurden grausam bestraft: mit Bärenfallen, selbstgebastelten Pfeilen und den Reißzähnen eines verwesenden Aasfressers. Der Begleiter starb innerhalb weniger Stunden. Der Erzähler entkam nur knapp dem Tod. Er durchschaute die Logik des sadistischen Treibens und floh mit einem Boot über den See.
Der Betreuer beendet das furchterregende Staffelrennen. Seine Nachbarin, die Messie Maria Grigorjewna, hat in ihrer Wohnung eine Brutstätte für mutierte Motten geschaffen. Die geschlüpften Raupen fressen die Bewohner bei lebendigem Leibe auf. Der Junge und seine Freundin Valerie ziehen Schutzanzüge an. Mit einem Ultraschall-Vertreiber betreten sie die Höhle. Hinter der Tür offenbart sich eine verzerrte Dimension aus dreckigem Müll. Maria Grigorjewna selbst entpuppt sich als riesiges Insekt mit einem menschlichen Gesicht. Die Jungen brennen die verfluchte Wohnung nieder. Die Mutanten werden in den Flammen verzehrt.
Erwachen
Der Himmel hellt sich auf. Dima erkennt die schreckliche Wahrheit. Diese starren Kinder und Betreuer sind die Geister der vermissten Bewohner des Lagers. Sie sind für immer hier gefangen. Einmal im Jahr versammeln sich die Toten am Feuer. Plötzlich erlischt das Feuer. Die Geschichtenerzähler verschwinden im Morgennebel. Die Jugendlichen rennen voller Panik zu ihren Gebäuden. Betreuer Wassili fängt sie ab. Er schimpft mit ihnen, weil sie nachts umherirren. Er will sich ihren Unsinn über böse Geister nicht anhören.
In der folgenden Nacht schlägt das uralte Übel zu. Die Mädchen stürmen ins Jungenzimmer. Zayka hat Mascha hypnotisiert. Das kleine Mädchen folgt dem Monster gehorsam ins Dickicht. Dima nimmt sofort die Verfolgung auf. Der Junge bahnt sich einen Weg durch das dornige Gebüsch und holt den Entführer ein. Mit einem lauten Schrei reißt Dima Mascha aus ihrer Trance. Zayka bleibt stehen. Das Monster wirft einen finsteren Blick unter seiner Maske hervor. Es verschwindet zwischen den Bäumen, erschrocken von den Taschenlampen der fliehenden Erwachsenen.
Hasenjagd
Die Teenager verbünden sich. Das Monster wird bestimmt zurückkehren, um Zeugen zu finden. Die Camper bewaffnen sich mit Baseballschlägern und einem schweren Brecheisen aus dem Abstellraum. Bei Sonnenuntergang patrouilliert die Gruppe im Wald. Eine Gestalt in Jute steht neben einer alten Eiche mit eingeritzten Zeichen. Die Freunde überwinden ihre Panik und umzingeln den Bösewicht. Inga versetzt Zayka mit einem Aluminiumschläger einen vernichtenden Schlag in die Rippen. Plötzlich fällt der Anzug ins Gras. Unter der Maske ist niemand. Der Killer entpuppte sich als nichts weiter als eine zum Leben erwachte Legende.
Der Höhepunkt weicht der Ruhe. Die Jungen entzünden ein Feuer. Sie werfen einen leeren Bademantel in die Flammen. Während sie die Funken beobachten, schwören die Freunde, das Andenken an die Opfer zu bewahren. Dima spricht einen gemeinsamen Gedanken aus: Sie müssen unbedingt ein Buch darüber schreiben. So werden Zaykas Opfer weiterleben, zumindest auf dem Papier. Die Jugendlichen kehren ins Camp zurück. Die Schicht wird gut verlaufen. Der Albtraum ist endlich vorbei. Ein warmer Juni erwartet die Helden, frei von mystischen Bedrohungen.
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