„Gold in the Dark Night“ von Leah Arden, Zusammenfassung
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Dieses Buch ist ein Fantasy-Debütroman aus dem Jahr 2020 und der erste Band der umfangreichen Reihe „Nachkommen der Ersten“. Die Handlung spielt 1000 Jahre nach dem Einschlag eines Sterns auf dem Kontinent, der eine globale Katastrophe und einen langen, schwarzen Winter auslöste.
Die Vorgeschichte der Welt und die Gaben der Ersten
Die Katastrophe veränderte das Antlitz der Erde für immer. Fragmente des riesigen Sterns lösten Vulkanausbrüche und gewaltige Erdbeben aus. Jahrelang war der Himmel von dichtem, beißendem Rauch verhüllt. Die Sonnenstrahlen konnten den Schleier nicht durchdringen, was zu einem eisigen Schwarzen Winter führte. Die Erde wurde vergiftet, und bald starb ein Drittel der Bevölkerung an Kälte und Hunger. Die Menschen verloren die Hoffnung und vergaßen, wie ein blauer Himmel aussah.
In dieser finsteren Zeit erschienen die Ersten – einzigartige Individuen mit magischen Gaben verschiedener Elemente. Sie gründeten vier neue Staaten und teilten die Gebiete des Kontinents unter sich auf: Kaidan, Ilos, Isar und Ceru. Dieses friedliche Zusammenleben währte nicht lange. Einer der Ersten beging einen schrecklichen Brudermord: Er tötete seine Schwester Teyala, um sich ihre feurige Macht anzueignen.
Teyalas Tod säte Angst und Misstrauen unter den Überlebenden. Die Herrscher der Staaten fürchteten, die Fähigkeit, die Kräfte anderer zu absorbieren, könne vererbt werden. Sie verhängten ein striktes Verbot von Ehen zwischen Menschen mit dieser Gabe aus verschiedenen Ländern. Menschen gemischter Abstammung wurden verfolgt und mit dem abwertenden Begriff „Kahari“ belegt.
Verlorene Erinnerung auf den Inseln
Die Protagonistin, die 18-jährige Oiro, lebt im Exil auf den Inseln. Diese bieten traditionell Zuflucht für Ausgestoßene, Flüchtlinge und Mischlinge, die auf dem Kontinent keinen Platz mehr haben. Vor sechs Jahren erwachte Oiro im Laderaum eines Schiffes, ohne Erinnerung an ihr früheres Leben. Sie erinnert sich nur an ihren Namen und ihr Alter.
Oiro hat ein ungewöhnliches Aussehen – sie leidet unter ausgeprägter Heterochromie. Ihr linkes Auge ist rein grau, ohne jeglichen Blau- oder Violettstich, ihr rechtes hingegen dunkelbraun. Sie wächst bei ihren liebevollen Adoptiveltern auf: Roy, einem Kaidan, und Layla, einer Teyalianerin. Die Menschen in ihrer Umgebung halten Oiro für eine Halbblut-Kahari. Roy trainiert sie und die anderen Jugendlichen in Kampfkunst. Oiro trainiert wie alle anderen, läuft Runden auf dem Übungsplatz und übt fleißig ihre Schläge.
Das Mädchen wird regelmäßig von seltsamen, erschreckend realistischen Träumen heimgesucht. Manchmal bemerkt sie unerklärliche Dinge, die ihr widerfahren. So schwebt beispielsweise eines Tages ein roter Apfel, der ihr aus den Händen fällt, einige Augenblicke lang in der Luft und scheint der Schwerkraft zu trotzen. Oiro versteht das Wesen ihrer verborgenen Fähigkeiten nicht.
Flucht, um einen Freund zu retten
Oiros engster Freund ist ihr bester Freund Daren Otero. Er ist ein Jahr älter als Oiro. Darens Mutter stammt von Ilos, daher trägt auch er das Kahari-Mal. Der junge Mann besitzt die seltene Gabe der Dunkelheit, die es ihm ermöglicht, sich augenblicklich durch Schatten zu bewegen. Seine Magie ist jedoch streng begrenzt: Daren kann nur an Orte reisen, die er bereits persönlich besucht und erkundet hat.
Auf den Inseln, wie auch in Kaidan, gilt die Gabe der Dunkelheit als schrecklicher Fluch. Die Einheimischen fürchten diese Magie und richten ihre Träger gnadenlos hin. Als Darens Geheimnis aufzufliegen droht, sind die Freunde zur Flucht gezwungen. Sie beschließen, nach Ilos zu reisen – dem einzigen Land, in dem die Nachkommen des Ersten, die die Gabe der Dunkelheit besaßen, offen verehrt werden. Dort kann Daren sein Versteck aufgeben und einen sicheren Zufluchtsort finden.
Eine lange Reise quer durch den Kontinent
Die Flüchtlinge verlassen heimlich die Inseln und begeben sich auf eine gefährliche Reise durch unbekannte Gebiete. Sie sind gezwungen, die Nächte im Freien zu verbringen, sich vor Stürmen auf winzigen, verlassenen Landstrichen zu verstecken und ständig Patrouillen zu entkommen. Unterwegs schließt sich ihnen eine alte Isari-Frau namens Malta an. Sie ist jähzornig und nörgelt gern, kennt aber viele alte Legenden.
Malta erzählt oft Geschichten vom Schwarzen Winter, den Ersten und dem Fall des Sterns. Ihre Erzählungen helfen Oiro, die politische Struktur des Kontinents und das Wesen der Gaben besser zu verstehen. Mit jedem Tag werden Oiros Träume deutlicher und klarer. Das Mädchen verspürt eine unwiderstehliche Anziehungskraft zu Ilos, obwohl sie sich diese starke Empfindung nicht logisch erklären kann.
Gefangenschaft und Schattenmagie
Das Verstecken in fremden Ländern wird immer schwieriger. Schon bald werden die Helden aufgespürt und gefangen genommen. Oiro, Daren und Malta finden sich in einem Gefangenentransportwagen wieder, der sie in die Hauptstadt Cera bringt. Sie werden über Kopfsteinpflaster gefahren, und mit jeder Stunde schwinden die Chancen auf eine friedliche Flucht.
Nach drei Tagen erreicht der Wagen die Grenze von Kaidan. Nachdem sie die Nacht abgewartet haben, trifft Daren eine riskante Entscheidung. Er verschwindet für zwei Stunden, um die Gegend zu Fuß gründlich zu erkunden. Zurück am Wagen erklärt er, dass sie sofort fliehen müssen. Daren nutzt seine Gabe der Dunkelheit und teleportiert seine Freunde 50 Meter in den Wald hinein.
Diese Anwendung von Magie erschöpft den jungen Mann zutiefst. Er hatte noch nie zuvor mehr als eine Person gleichzeitig transportiert. Den Helden gelingt es, dem Nachtwächter zu entkommen und der drohenden Hinrichtung zu entgehen. Sie setzen ihre Reise in die Freiheit fort.
An der Grenze von Ilos
Nach langen Strapazen überwinden die Helden die letzten Hindernisse und erreichen Ilos. Unterdessen sind die Beziehungen zwischen den vier Ländern bis zum Zerbrechen angespannt. Kaidan, eine traditionell dem Licht huldigende Nation, sammelt Truppen und bereitet einen umfassenden Krieg gegen die Ilosianer vor. Die Herrscher Kaidans hassen die Dunkelheit und wollen ihre Träger vollständig vernichten.
In Ilos trifft Oiro auf den Krieger Rushan von der Eliteeinheit der Nazari und Kronprinz Dayan. Es stellt sich heraus, dass Oiros verlorene Erinnerungen in direktem Zusammenhang mit der Königsfamilie von Ilos stehen, zu der auch ihre Schwester Ayla gehört. Rushan gibt sich die Schuld, Oiros Anwesenheit nicht früher gespürt zu haben. Die uralte magische Verbindung zwischen den Nazari-Kriegern und ihren Herrschern ist aus irgendeinem Grund versagt.
Die Rückkehr der verlorenen Prinzessin
Das Buch endet mit einer ergreifenden Szene im Königspalast von Ilos. Die Palasthallen werden von einem majestätischen Thron aus schwarzem Basalt geschmückt, der aus Fragmenten des gefallenen Sterns gefertigt wurde. Prinz Dayan schickt die müde Rushan zu Bett, während er selbst im schwach beleuchteten Korridor auf dem Boden sitzen bleibt. Versunken in seine Gedanken, erinnert er sich an die langen Jahre der Trennung von seiner Schwester.
Nach einer Weile knarrt die Türklinke leise. Oiro erscheint auf der Schwelle. Sie trägt ein schlichtes ilosianisches Kleid, ihr langes Haar ist ordentlich gekämmt. Dayan erstarrt vor Erwartung, aus Angst, sie zu erschrecken. Er weiß nicht, wie vollständig ihre Erinnerung zurückgekehrt ist oder ob sie ihn jetzt erkennen wird.
Oiro gibt ein seltsames Geräusch von sich – etwas zwischen einem leisen Schluchzen und einem Lachen. Tränen rinnen ihr über die Wangen, und ein glückliches Lächeln erscheint auf ihren Lippen. Sie lacht laut auf und stürmt auf Dayan zu, die Arme vor sich ausgestreckt. Ihr Bruder umarmt sie fest und hebt sie hoch.
An dieser Stelle wird das zentrale Geheimnis des Buches enthüllt: Oiro ist kein gewöhnliches Waisenkind von den Inseln. Sie ist die verschollene Prinzessin von Ilos, Oiro Leila Kalanoua. Der Name „Oiro“ bedeutet „Gold“, und „Leila“ heißt „dunkle Nacht“. Das Mädchen, dessen Name Gold in der dunklen Nacht symbolisiert, kehrt endlich zu ihrer wahren Familie zurück und bereitet sich auf den bevorstehenden Krieg vor.
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