„Mara und Morok:
Vor 500 Jahren“ von Leah Arden, Zusammenfassung
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Dieses Buch wurde 2021 verfasst. Es dient als Vorgeschichte zur Hauptreihe und erzählt von Ereignissen vor fünf Jahrhunderten. Dabei enthüllt es den Ursprung der Gabe der Moroks, die Toten wiederzuerwecken. Die Geschichte beschreibt das Leben der ersten Generation des Mars und schildert detailliert ihre Lebensweise und ihre Regeln, die sich im Laufe der Zeit stark verändert haben.
Die Spaltung der Fürstentümer und die Tragödie von Ashor
Die Ereignisse spielen fünf Jahrhunderte vor Beginn der Haupthandlung der Dilogie. Fünf unabhängige Fürstentümer existieren in dem riesigen Gebiet, aus dem später die mächtigen Königreiche Serat und Araken hervorgehen werden. Die südlichen Länder – die Fürstentümer Yarat, Solen und Araken – vereinen ihre Streitkräfte. Sie schmieden ein starkes politisches und Handelsbündnis, um den Ambitionen ihrer nördlichen Nachbarn entgegenzuwirken. Im Norden liegen die Fürstentümer Ashor und Serat, deren Herrscher ständig um Einfluss und Ressourcen ringen.
Die Protagonistin Veledara entstammt einer privilegierten Familie, dem Herrscher des Fürstentums Ashor. Sie hat einen älteren Bruder, Valad, den Thronfolger. Ihr Vater plant, Valad mit Prinzessin Alia von Serat zu verheiraten, um das brüchige politische Bündnis der Nordländer zu festigen. Ein plötzlicher bewaffneter Angriff von Feinden auf die Burg des Prinzen durchkreuzt diese Pläne auf grausame Weise. Feindliche Krieger töten ihre Eltern gnadenlos. Valad verschwindet spurlos im Schlachtgetümmel. Die kleine Veledara wird Zeugin des blutigen Massakers. Tief erschüttert und entsetzt verliert das Mädchen für immer die Fähigkeit zu sprechen.
Das Leben im Tempel der Todesgöttin
Jahre später treffen die Maras – furchtlose Dienerinnen der Göttin Morana – in der verwüsteten Stadt ein. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Bevölkerung zu beschützen und die immer zahlreicher werdenden bösen Geister systematisch zu vernichten. Die Priesterinnen finden ein stummes Waisenmädchen und bringen es in ihren abgelegenen Tempel. Veledara durchläuft dort ein mehrjähriges, strenges Training und erlernt spezielle Fähigkeiten im Kampf gegen Dämonen, Ghule und andere Monster. Das Mädchen lernt, Energie aus den Schatten zu schöpfen und die ihr von der Göttin verliehene Macht zu nutzen. Bald darauf trifft ihre Schwester Yasna im Tempel ein und beschließt ebenfalls, eine Mara zu werden.
Das Leben im Kloster unterliegt strengsten Regeln. Mädchen ist es strengstens verboten zu heiraten, romantische Beziehungen einzugehen oder Kinder zu bekommen. Maras dürfen ihre Familien, die sie zurückgelassen haben, nicht sehen. Die Kriegerinnen verbringen die meiste Zeit in asketischer Abgeschiedenheit. Sie verlassen die sicheren Mauern des Tempels nur, um gefährliche Missionen zur Monsterjagd zu unternehmen. Im Tempel begegnet Veledara der legendären Mara Silvia. Die Kriegerin ist einhunderteinunddreißig Jahre alt. Silvias unglaubliches Alter überrascht die jungen Novizinnen zutiefst und bestärkt sie in ihrem Glauben an die Macht Moranas.
Lernen Sie den geheimnisvollen Knochenschnitzer kennen
Nachdem sie ihre anstrengende Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, beginnt Veledara ihr unabhängiges Leben als vollwertige Kriegerin. Auf einem der ausgelassenen Volksfeste begegnet sie zufällig einem großen jungen Mann namens Irai. Er verdient seinen Lebensunterhalt als Knochenschnitzer und fertigt aus Tierknochen unglaublich kunstvolle Schmuckstücke und Amulette. Zwischen Veledara und Irai entbrennt sofort eine starke gegenseitige Anziehung. Fast küssen sie sich leidenschaftlich, ohne die Umstehenden zu bemerken. Das plötzliche Eingreifen der Menge zwingt sie zur Trennung. Veledara verlässt fluchtartig das Fest, erfüllt von einem Wirrwarr aus Verwirrung, Angst und tiefer Zuneigung.
Einige Monate später trifft ein prächtig gekleideter Herrscher im Tempel des Mar ein. Er bittet die Diener Moranas, Prinzessin Alia zu finden, die spurlos verschwunden ist. Veledara erkennt mit großem Erstaunen in dem edlen Bittsteller ihren eigenen Bruder Valad. Eine einfache Wahrheit kommt ans Licht: Der Thronfolger hat den Angriff auf die Burg vor langer Zeit überlebt, jedoch eine Kopfverletzung und Gedächtnisverlust erlitten. Viele Jahre später erinnert sich Valad an die Vergangenheit und beschließt, seiner Pflicht als Sohn nachzukommen. Er ist fest entschlossen, Alia zu heiraten, um die verstreuten nördlichen Fürstentümer endlich zu vereinen.
Eine gefährliche Reise durch das Ödland
Veledara willigt ohne zu zögern ein, ihrem Bruder zu helfen. Die treue Jasnah schließt sich der Suchmannschaft an. Die Gruppe begibt sich auf eine beschwerliche Reise, die sie Hunderte von Kilometern durch undurchdringliches Dickicht und tödliche Ödnis führt. Ständig lauern tödliche Gefahren. Bei einer Begegnung mit einem unglaublich schnellen und starken Kobold wird Veledara schwer verletzt. Die scharfen Klauen des riesigen Monsters reißen tief in ihr Fleisch. Das Mädchen verblutet und entkommt nur knapp dem sicheren Tod.
Im hoffnungslosesten Moment eilt ein geheimnisvoller Krieger mit schwarzer Maske – Morok – der blutenden Mara zu Hilfe. Diener der Schattengöttin besitzen unglaubliche Körperkraft und verbergen ihre wahre Identität stets vor Sterblichen. Morok wehrt die Angriffe des Dämons blitzschnell ab und rettet Veledara. Kurz darauf fällt die dunkle Maske vom Gesicht des Kriegers und gibt das vertraute Antlitz von Irai frei. Der bescheidene Knochenschnitzer ist in Wirklichkeit einer der wilden Morok. Diese plötzliche Enthüllung schweißt die Helden noch enger zusammen. Irai heilt sorgsam Veledaras Wunden, und ihre Gefühle füreinander entflammen mit nie dagewesener Intensität.
Geheimnisse des unterirdischen Flusses
Die Reise der Gruppe führt weiter durch feuchte, düstere Höhlen nahe dem stinkenden Fluss Smorodina. Die bedrückende Atmosphäre der Verliese lastet schwer auf den Reisenden. Irai weicht Veledara nicht von der Seite. Er umklammert ihre Hand fest in der Dunkelheit und ignoriert Valads verwirrte und wütende Blicke. Der Knochenschnitzer und die stumme Mara kommunizieren stumm und verstehen sich perfekt durch kleinste Gesten und Seufzer.
Auf ihren langen gemeinsamen Reisen decken die Schwestern eine schockierende Wahrheit über die Natur der Kräfte der Moroks auf. Es stellt sich heraus, dass die magischen Fähigkeiten der Diener des Schattens weitaus umfangreicher und gefährlicher sind als bisher angenommen. Veledara und Yasnah treffen die kluge Entscheidung, diese furchterregenden Geheimnisse streng zu hüten. Den Priesterinnen ist eines klar: Weite Bekanntmachung wird unweigerlich zur Massenvernichtung der Moroks durch die verängstigten Herrscher benachbarter Fürstentümer führen.
Die Rettung der Prinzessin und der fatale Ausgang
Die Gruppe spürt die Täter schließlich auf und findet die entführte Prinzessin Aliya. Ein brutaler und blutiger Kampf mit schwer bewaffneten Söldnern entbrennt. Die Helden kämpfen mit aller Kraft und setzen all ihre magischen Fähigkeiten und ihre ausgefeilten Kampffertigkeiten ein. Mitten im erbitterten Kampf erhält Veledara einen heimtückischen, tödlichen Schlag in den Rücken. Sie stürzt schwer zu Boden. Ihr Atem stockt. Das Leben verlässt für immer den verwundeten Körper der tapferen jungen Mara.
Irai weigert sich kategorisch, den Tod der Frau, die er liebt, zu akzeptieren. In tiefster Verzweiflung nutzt er zum ersten Mal eine uralte, tief verborgene Gabe seines Blutes – die Fähigkeit, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Morok bindet Veledaras Seele magisch an seinen eigenen Schatten. Diese verzweifelte Tat verändert für immer die etablierten Gesetze des Universums. Irai schafft einen einzigartigen Präzedenzfall für die Auferstehung. In ferner Zukunft wird dieses geheime Wissen von anderen Generationen von Dienern des Schattens genutzt werden.
Dynastische Ehen und ein friedliches Leben
Nach Alias erfolgreicher Rettung kehrt Valad triumphierend nach Hause zurück und heiratet die Prinzessin. Um seinen ohnehin wackeligen Thronanspruch zu untermauern, erzählt er seinen Untertanen öffentlich die erfundene Geschichte von der plötzlichen Wiedererlangung seines Gedächtnisses. Diese vorteilhafte dynastische Ehe festigt die Einheit der Fürstentümer. Valad legt damit den Grundstein für den Wohlstand des zukünftigen vereinigten Staates Serat. Er und Alia werden die ersten Herrscher der mächtigen Lasnezow-Dynastie.
Die wiedererweckten Veledara und Irai verlassen die Gemeinschaft für immer und ziehen sich aus dem Militärdienst zurück. Sie lassen sich an einem ruhigen, abgelegenen Ort nieder. Das Liebespaar verbringt fünf glückliche und unbeschwerte Jahre zusammen. Veledara bricht das strengste uralte Verbot des Tempels und wird als erste Mara schwanger. Die Schwangerschaft zehrt rasch an ihren magischen und Lebenskräften. Während einer schweren Geburt stirbt Veledara und hinterlässt dem trauernden Irai ein gesundes Neugeborenes. Der überlebende Junge wird zum Stammvater einer langen Linie von Morok-Knochenschneidern.
Entdeckungen entfernter Nachkommen in Tagebüchern
Die Erzählung springt nahtlos fünf Jahrhunderte in die Zukunft, in die Zeit der Hauptfiguren der Dilogie. Agatha, Anna, Severin und Alexander versammeln sich in einem stillen Raum, um das Tagebuch des tragisch ermordeten Christian zu lesen. Die vergilbten Seiten enthüllen vergessene Geheimnisse ihrer verwickelten Familiengeschichte. Alexander und Severin sind schockiert, als sie die Wahrheit erfahren. Sie sind direkte Nachkommen des ersten Herrschers Valad und von Prinzessin Alia. Christian hingegen war der letzte Träger des uralten Blutes von Irai und der mutigen Veledara.
Der wahre Grund für Annas sorgfältiges Studium der alten Archive liegt woanders. Verlegen gesteht sie ihren anwesenden Verwandten ihre Beweggründe. Die junge Königin suchte aus einem persönlichen Grund in den Tagebüchern nach detaillierten Informationen über die Mechanismen und Folgen der Wiederauferstehung der Moroks. Anna erwartet ein Kind. Sie hofft inständig, dass es als völlig normaler Mensch geboren wird, denn ihre gequälte Familie hat bereits genug unter den ständigen Einmischungen der Diener des Todes und des Schattens gelitten.
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