„Zwei Kameraden dienten“ von Yuliy Dunsky, Zusammenfassung
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Das Werk entstand 1968. Es beschreibt detailliert die Brutalität des Russischen Bürgerkriegs. Das bemerkenswerteste Merkmal der Handlung ist die parallele Darstellung der Ereignisse von 1920 aus der Perspektive ideologischer Gegner. Der Leser erlebt den Krieg sowohl aus der Sicht von Soldaten der Roten Armee als auch von Offizieren der Weißen Garden.
Die Handlung diente als Grundlage für den gleichnamigen, berühmten Film von Jewgeni Karelow. Diese Adaption feierte dank der brillanten Darbietungen von Oleg Jankowski, Rolan Bykow und Wladimir Wyssozki enorme Erfolge beim Publikum.
Flugzeug und Gefangenschaft
Soldaten der Roten Armee bereiten sich auf den Sturm auf die Befestigungen der Weißen Armee an der Türkischen Mauer bei Perekop vor. Das Kommando beauftragt den ehemaligen Fotografen Andrei Nekrasov, die feindlichen Verteidigungsstellungen aus der Luft zu fotografieren. Begleitet wird er von Iwan Karjakin, einem degradierten Kompaniechef. Karjakin verlor seinen Posten wegen der nicht autorisierten Hinrichtung eines Militärspezialisten (eines ehemaligen Offiziers der zaristischen Armee). Nun wurde dieser aufbrausende Soldat als Leibwächter des Kameramanns eingesetzt.
Die Genossen steigen in einem alten Flugzeug in die Lüfte. Die Luftaufklärung gelingt, und Andrei kann die Befestigungsanlagen filmen. Doch dann setzt der Motor aus, und das Flugzeug stürzt ab. Der Pilot stirbt bei dem Absturz. Nekrasov und Karyakin überleben, werden aber sofort von Batko Machnos Anarchisten gefangen genommen.
Rückkehr zu sich selbst
Im Chaos gelingt den Gefangenen die Flucht und sie erreichen die Stellungen der Roten Armee. Die Flüchtlinge haben all ihre Papiere verloren. Die Patrouille hält sie irrtümlich für feindliche Späher. Die strenge Kommandantin befiehlt die Hinrichtung der Verdächtigen. Iwan Karjakin protestiert lautstark und bestätigt damit ihre Vermutung. Den Kameraden gelingt es, dem Tod zu entgehen, indem sie das Filmmaterial zum Hauptquartier bringen. Das entwickelte Filmmaterial liefert dem Kommando umfassende Informationen über die feindlichen Befestigungen.
Tragödie in Sewastopol
Unterdessen spielt sich in Sewastopol ein weiteres Drama ab. Leutnant Alexander Brusentsov von der Weißen Garde tötet versehentlich seinen Kameraden. Fähnrich Lukashevich, der einen dummen Scherz plant, stürmt in Brusentsovs dunkles Hotelzimmer und ruft: „Hände hoch!“ Brusentsov feuert reflexartig seine Pistole ab und tötet den Fähnrich auf der Stelle. Der Leutnant wird in die Arrestzelle (eine Einrichtung für verhaftete Militärangehörige) gebracht. Er wird bald darauf freigelassen und für unschuldig befunden. Brusentsov lernt Sascha kennen, eine Krankenschwester.
Sturm auf Perekop
Die Rote Armee startet eine Großoffensive gegen die Stellungen der Weißen Garde. Die Verteidigungslinien werden durchbrochen. Brusentsov und Offizier Krause ziehen sich eilig zurück. Brusentsov erwidert das Feuer und zielt auf Nekrasov und Karjakin. Er trifft den hochgewachsenen Andrei, der im Gegensatz zum unruhigen Iwan ruhig geht. Die Kugel durchbohrt Nekrasovs Bauch. Andrei spricht seine letzten Worte: „Das Blut ist schwer … Ich kann nicht mehr …“ Karjakin versucht, den Verwundeten zu retten und bringt ihn auf einem Karren ins Lazarett. Nekrasov stirbt an Blutverlust.
Evakuierung
Die Überreste der Weißen Armee strömen nach Sewastopol. Panik bricht in der Stadt aus. Brusentsov zwingt einen alten Priester, ihn und Sascha in einer leeren Kirche zu trauen. Die Frischvermählten kämpfen sich durch die panische Menge zum Pier, wo sie das Dampfschiff Valencia besteigen. Brusentsov führt sein geliebtes Pferd Abrek hinter sich her. Die Flüchtlingsmenge protestiert heftig gegen die Anwesenheit des Tieres an Bord. Brusentsov ist gezwungen, das Pferd am Ufer zurückzulassen.
Der Dampfer legt langsam ab. Der treue Abrek springt ins kalte Wasser und schwimmt dem Schiff hinterher. Der Leutnant starrt lange auf sein ertrinkendes Pferd. Unfähig, die Trennung und das gemeinsame Unheil zu ertragen, zieht Alexander Brusentsov eine Pistole und schießt sich in den Mund.
Wochenschau
Nach Abschluss der Arbeiten bringt Ivan Karyakin den entwickelten Film ins Hauptquartier. Stummfilmsequenzen flimmern über den Bildschirm. Die Zuschauer sehen den Vormarsch der Roten Kavallerie und Artilleriefeuer auf den Türkischen Wall. Das letzte Bild zeigt Andrei Nekrasov selbst, der verlegen lächelt. Karyakin blickt sehnsüchtig auf seinen lebenden Freund auf dem Bildschirm. Die Archivmitarbeiter ahnen nicht, dass dieses letzte Porträt von Karyakin selbst aufgenommen wurde, nicht vom verstorbenen Kameramann.
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