Eine Zusammenfassung von Emil Braginskys „Das Zimmer“
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Diese lyrische Komödie eines sowjetischen Dramatikers aus dem Jahr 1982 schildert den verzweifelten Versuch einer erwachsenen Frau, ihre tiefe Einsamkeit hinter einer erfundenen Liebesgeschichte zu verbergen. Der Text ist von sanftem Humor und Melancholie durchzogen, durchsetzt mit Szenen aus dem Arbeitsalltag eines Landschaftsgärtners und Liedern aus den 1930er-Jahren, die die Heldinnen im Chor singen, um sich Mut zu machen. Es ist eine intime Geschichte über die Sehnsucht nach Liebe, in der harmlose Täuschung dazu dient, die persönliche Würde vor dem Kollektiv zu wahren.
Das Leben im Büro und ein imaginärer Bräutigam
Die Handlung beginnt in einer gewöhnlichen Regierungsbehörde. Botanische Poster und prächtige Blumen in Keramiktöpfen schmücken die Büroräume. Hier arbeiten ausschließlich Frauen. Albina, Ljudmila und Jelena Alexejewna sind seit Langem ein eng verbundenes Team. Sie mischen sich ständig in die Angelegenheiten der anderen ein, singen gemeinsam und entfliehen dem Alltag mit einer Prise Ironie. Die vierte Angestellte ist die junge Absolventin Liza. Sie ist sehr sachlich, verlangt Aufrichtigkeit und hat keinen Sinn für Humor. Der Abteilungsleiter ist Tichon Iwanowitsch Lotschow. Die weiblichen Angestellten lieben ihn für seine Sanftmut. Lotschow selbst ist heimlich, aber ganz offensichtlich, in die schöne Ljudmila verliebt und bringt ihr regelmäßig selbstgekochtes Essen vorbei.
Während Albina Urlaub am Rigaer Meer macht, unterhält Ljudmila ihre Kolleginnen. Sie imitiert gekonnt die Manierismen ihrer Freundin und verspottet deren sagenumwobenen Geliebten Kostja. Der Legende nach arbeitet Kostja in einem streng geheimen Institut ohne Fenster und Türen und kann deshalb nicht nach Moskau kommen. Schon bald erscheint Albina selbst in einem lächerlichen Urlaubsoutfit: breitkrempiger Hut, enge Hose und übergroße Sonnenbrille. Von Anfang an prahlt sie mit Kostyas Großzügigkeit, ihren Reisen nach Estland und dem geräucherten Hering, den sie mitgebracht hat. Die freimütige Ljudmila verliert die Fassung. Sie wirft Albina Lügen vor und behauptet, Kostja existiere gar nicht. Die verletzte Albina schwört, ihren Geliebten lebend vorzuführen.
Den idealen Mieter finden
Um ihren Ruf zu retten, schaltet Albina eine Anzeige für ein Zimmer, das sie einem alleinstehenden Mann vermietet. Sie verlangt keine Miete. Einzige Bedingung: Der Mieter muss auf den Namen „Kostja“ hören. Albina lebt bei ihrer Tante Galina Stepanowna. Diese hat eine bewegte Vergangenheit, liest regelmäßig die Zeitung „Gudok“ und steht allen Vorhaben ihrer Nichte skeptisch gegenüber.
Als Erster meldet sich der 38-jährige Kesselbauer Stanislav Dergachev in einem eleganten französischen Anzug und altmodischen Gummistiefeln auf die Anzeige. Er ist von zu Hause weggelaufen, weil seine Frau dem Schießsport verfallen war. Kurz darauf erscheint Kuzminykh, ein selbstbewusster junger Mann. Mitten in der Besichtigung betritt Lyudmila zufällig die Wohnung. Albina versteckt die Kandidaten, doch Lyudmila bemerkt Dergachevs Gummistiefel. Dieser Umstand zwingt Albina, sich für den Ingenieur zu entscheiden.
Dergachev zieht in Albinas Zimmer. Wenige Tage später beginnt die Vermieterin, ihn nach seinen Ortskenntnissen in Rigas Straßen und an den Bahnhöfen am Meer zu fragen. Aus Angst vor dem Scheitern weigert sich Dergachev, ins Büro zu gehen. Albina wird wütend und beginnt, seine Sachen in einen Koffer zu werfen. Der Ingenieur gibt nach, erzählt die traurige Geschichte seiner Ehe mit der Besitzerin eines Ural-2-Gewehrs und lässt sich auf das Abenteuer ein.
Im Hinterzimmer erzählt Ljudmila Lochow von einem neuen Verehrer, der Silber sammelt und ihr einen Heiratsantrag macht. Lochow ist verzweifelt, denn er ist verheiratet und kann seine alternde Frau nicht verlassen. Mitten in der Mittagspause erscheint Dergatschew. Albina stellt ihn Kostja vor. Der Mann ist dreist, scherzt und wehrt die Angriffe seiner Kollegen souverän ab. Lisa verlangt ihren Pass. Dergatschew weigert sich. Stattdessen geht er auf Lisa zu, umarmt sie fest und sagt: „Du, Karierte, bist rund, glatt und lieblich.“ Fassungslos nimmt sie von ihm ein gefälschtes Reisedokument entgegen. Das Dokument ist auf Konstantin Dmitrijewitsch ausgestellt. Lisa rennt hysterisch aus dem Zimmer. Albina und ihre Freundinnen jubeln.
Liebesdreieck und Enthüllung
Der Samstagmorgen in Albinas Wohnung ist idyllisch. Dergachev spielt spielerisch Kellner und serviert ihm das Frühstück ans Bett. Albina erzählt ihm begeistert von ihrer Arbeit. Sie schlägt vor, Wildblumen an Moskauer Bahnhöfen anzupflanzen. Plötzlich stürmt Tonya, Dergachevs Ehefrau, in die Wohnung. In Jeans gekleidet, hält sie in der einen Hand ein Gewehr im Futteral und in der anderen eine Weinflasche. Tonya fordert von ihrem Mann die Bezahlung der Telefonrechnung und der Miete. Unter vorgehaltener Waffe nimmt sie den Klapptisch und Bücher von Fet und Bulgakow an sich. Albina verteidigt Dergachev vehement. Zwischen ihr und dem Untermieter entwickelt sich eine echte Anziehung.
Dergachev beginnt, Liza heimlich anzurufen. Er verabredet sich mit ihr in einem Café. Dort gesteht er ihr, dass sie ihn mit ihrer Aufrichtigkeit beim Birnenessen tief beeindruckt habe. Liza ist empört über sein Verhalten und hat Mitleid mit Albina. Um die Anschuldigungen zu entkräften, gibt Dergachev Liza seinen echten Pass. Sie sieht den Namen Stanislav. Die Erkenntnis seiner Täuschung erschüttert sie. Ihr wird klar, dass der Ingenieur sich öffentlich gedemütigt hat, um die Ehre einer anderen Frau zu retten. Diese Selbstaufopferung berührt Liza zutiefst.
Albina beschließt unterdessen, Dergachev beim Autokauf zu helfen. Sie erfindet eine Geschichte, wonach Tante Galina Stepanowna sich in die Warteschlange für ein Auto einreihen würde. Albina leiht sich Geld von Ljudmila und Jelena Alexejewna. Zuhause überreicht sie Dergachev feierlich einen Stapel Geldscheine – 1300 Rubel. Galina Stepanowna legt noch einen Rubel dazu und empfiehlt dringend, sich eine notariell beglaubigte Quittung ausstellen zu lassen. Dergachev nimmt das Geld und verschwindet.
Liza und Dergachev sind wieder einmal im Café. Liza beschwert sich über das geschmacklose Omelett und muss saure Milch trinken. Dergachev diskutiert mit ihr über die Vorzüge von Egoismus im Gegensatz zu falschem Altruismus. Er nimmt Liza mit nach Hause. Galina Stepanovna, die zufällig vorbeikommt, beobachtet die Szene.
Drei Tage vergehen. Im Hinterzimmer herrscht reges Treiben. Elena Alekseyevna verkündet freudig die bevorstehende Hochzeit ihres Sohnes mit einer schwangeren Frau. Lokhov erscheint in einem eleganten Anzug. Seine Vorgesetzten schicken ihn in ein renommiertes Sanatorium und deuten damit eine baldige Beförderung an. Lokhov bietet Albina seine Nachfolge an. Lyudmila weigert sich, mit dem Silbersammler nach Leningrad zu gehen und beschließt, bei ihrem geliebten Lokhov zu bleiben.
Dergachev kommt ins Büro. Albina unterbricht ihre Arbeit und bittet ihre Kolleginnen um Aufmerksamkeit. Sie beschließt, ein öffentliches Geständnis abzulegen. Albina enthüllt, dass Kostya nur ein Strohmann für die Werbung war. Sie gesteht, sich in den Ingenieur verliebt zu haben, doch er verließ sie für eine andere Frau. Liza verkündet stolz, dass Dergachev bei ihr einzieht. Galina Stepanovna bringt die vergessenen Gummistiefel des Ingenieurs. Die Freundinnen singen gemeinsam ein Lied der Polarforscher, um ihren Ex-Freund Kostya feierlich aus der Gruppe zu verabschieden. Dergachev und Liza gehen.
Albina gibt ihren Freundinnen das gesammelte Geld zurück und erklärt, sie habe es sich anders überlegt und wolle ihr Gesicht nicht verlieren. Sie beteuert, die echte Kostya lebe noch immer in Riga und warte auf sie. Die Freundinnen lassen sich bereitwillig auf dieses Spiel ein. Gemeinsam singen sie eine Mondrhapsodie und beweisen damit, dass ihre Freundschaft sie vor jeder harten Realität schützen kann.
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