Paris. Boulevard Capuchinok Konstantin Alekseevich Korovin (1861-1939)
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Konstantin Alekseevich Korovin – Paris. Boulevard Capuchinok
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
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KONSTANTIN KOROWIN
Boulevards erinnern mich irgendwie an Pissarro.
Die Boulevards erinnern mich.
Hier spielt der Impressionismus
Leicht, natürlich, bunt.
Aber es gibt ein anderes Korowin – da ist
Auch Malerei wie Mitgefühl.
Und Mitgefühl ist eine Botschaft
Dass die Welt nicht nur verwundet.
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Ein Großteil der Leinwand wird von den Häusern und Gebäuden eingenommen, die dicht an dicht stehen. Ihre Fassaden wirken monolithisch und grau, jedoch durchbrochen von Fensterreihen und einzelnen Akzenten in warmer Farbgebung, beispielsweise durch gelbliche oder bräunliche Bereiche, die möglicherweise Schaufenster oder verwitterte Verzierungen darstellen. Die architektonische Struktur ist klar erkennbar, doch die Details sind durch eine lockere, impressionistische Pinselführung verschwommen.
Im Vordergrund pulsiert das Leben: eine Menschenmenge bewegt sich über den breiten Platz. Die Figuren sind nur angedeutet, oft nur durch Farbflecken und grobe Pinselstriche erkennbar. Es entsteht ein Eindruck von Dynamik und Bewegung, die durch die unregelmäßige Anordnung der Menschen und die fließenden Übergänge in der Farbgebung verstärkt wird. Einige Pferdegespanne sind ebenfalls angedeutet, was auf eine Zeit vor der weitverbreiteten Automobilität hindeutet.
Die Farbpalette ist gedämpft und dominiert von Grautönen, die jedoch durch einzelne Farbtupfer, vor allem Grün- und Gelbtöne, aufgelockert werden. Diese Farbakzente lenken den Blick und erzeugen eine subtile Spannung. Das Grün deutet auf Bäume oder Grünflächen hin, die dem urbanen Raum etwas Leben einhauchen.
Die Darstellung erweckt den Eindruck eines flüchtigen Augenblicks, einer Momentaufnahme des Großstadtlebens. Es ist nicht eine detaillierte, dokumentarische Abbildung, sondern vielmehr eine subjektive Wahrnehmung, die den Eindruck der Lebendigkeit und des geschäftigen Treibens vermittelt. Der Künstler scheint weniger an der genauen Wiedergabe der Details interessiert zu sein als vielmehr an der Vermittlung der Atmosphäre und des Gefühls, das von diesem belebten Ort ausgeht.
Ein möglicher Subtext könnte die Vergänglichkeit des Moments und die Anonymität des Großstadtlebens sein. Die Figuren erscheinen verloren in der Menge, ihre Individualität verschwindet fast vollständig in der Gesamtheit. Die Architektur wirkt monumental und unpersönlich, eine Kulisse für das flüchtige Schauspiel des Lebens.