In the house Sergey Vinogradov (1869-1938)
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Sergey Vinogradov – In the house
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Vordergründig findet sich eine Anordnung von einfachen Möbelstücken: zwei Stühle, ein Tisch und ein Klavier. Die Stühle wirken beiläufig platziert, fast so, als hätten sie gerade erst zurückgerückt. Das Klavier, mit seinem dunklen Holzton, bildet einen Kontrapunkt zu den hellen Farbtönen des Raumes. Ein üppiger, blattreicher Strauch in einem Terrakottatopf steht an der linken Wand, nahe einem Fenster mit farbigen, segmentierten Scheiben. Dieses Fenster lässt einen Blick nach draußen auf eine grüne Landschaft erhaschen, die jedoch durch die Intensität des Innenlichts gedämpft wird.
Die Farbgebung ist von einem dominanten Grünton geprägt, der an eine leicht verblasste Wand erinnert. Der Raum wirkt warm, aber auch etwas feucht und muffig. Die offene Tür führt in einen weiteren, ähnlich gestalteten Raum, dessen Licht noch heller und strahlender erscheint. Im hinteren Raum sind Möbel zu erkennen und ein weiteres Fenster, das ebenfalls von der Sonne durchflutet wird.
Die Komposition lässt eine gewisse Sehnsucht nach dem Außen erahnen, wird aber gleichzeitig durch die Intimität des Innenraums gebunden. Die offene Tür ist hier weniger eine Einladung, sondern eher eine Andeutung dessen, was jenseits liegt. Der fast schon unnatürliche, dramatische Einsatz des Lichts verleiht dem Bild eine surreale Qualität. Es entsteht der Eindruck, ein flüchtiger Moment, ein Augenblick des Innehaltens, sei eingefangen worden. Die Anordnung der Möbel und die Präsenz des Strauchs lassen auf einen bewohnten Raum schließen, doch die allgemeine Stimmung ist von einer stillen Melancholie durchzogen. Man könnte vermuten, der Raum sei verlassen, oder zumindest von einer Abwesenheit geprägt, die sich im Lichtspiel und der leeren Atmosphäre manifestiert.