Tancred and Erminia Nicolas Poussin (1594-1665)
Nicolas Poussin – Tancred and Erminia
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Maler: Nicolas Poussin
Ort: Hermitage, St. Petersburg (Эрмитаж).
Poussin wurde tatsächlich von den Werken des berühmten Dichters Torquato Tasso angezogen. Er war fasziniert von der äußerst verwickelten Handlung und den wunderbaren Abenteuern. Eine Reihe von Gemälden des Künstlers sind unter dem starken Eindruck der Lektüre dieser Gedichte entstanden. "Tancred und Herminia" - offenbart die Lyrik des Künstlers. Zugleich tritt der Rationalismus weit in den Hintergrund.
Eine Beschreibung von Nicola Poussins Tancred und Herminia
Poussin wurde tatsächlich von den Werken des berühmten Dichters Torquato Tasso angezogen. Er war fasziniert von der äußerst verwickelten Handlung und den wunderbaren Abenteuern. Eine Reihe von Gemälden des Künstlers sind unter dem starken Eindruck der Lektüre dieser Gedichte entstanden.
"Tancred und Herminia" - offenbart die Lyrik des Künstlers. Zugleich tritt der Rationalismus weit in den Hintergrund. An seine Stelle tritt das Drama, der Psychologismus von großer Tiefe und intensiver Erfahrung.
Erminia war die furchtlose Anführerin der Amazonen. Sie war verliebt in einen tapferen Ritter namens Tancred. Eines Tages fand sie ihn verwundet vor. All dies, weil Tancred gegen Argant (einen Riesen) kämpfen musste. Herminia will unbedingt die Wunden des Ritters verbinden, aber sie hat nichts Geeignetes zur Hand. Dann schneidet sie ihr schönes Haar ab. Menschlichkeit und Liebe vereinen sich in ihrem Impuls. Die Entschlossenheit der Heldin wird nicht durch einen anderen Glauben behindert. Der Künstler ignoriert den religiösen Aspekt, der die Handlung von Tasso durchdringt.
Der Betrachter kann eine unglaubliche Gelassenheit spüren. Alle Figuren scheinen eingefroren zu sein. Auch die Landschaft ist still und erstaunlich menschenleer.
Ein amazonischer Windstoß bricht in diese gefrorene Welt ein. Ihre unermessliche Seele erhellt alles auf wundersame Weise mit einem besonderen, wundersamen Licht. Die Immobilität wird strapaziert. Farbflecken gewinnen an Kraft und Tiefe.
Wir sehen sie in deutlichen Kontrasten aufeinanderprallen. Der orangefarbene Farbton des Sonnenuntergangs ruft Angst hervor und erzeugt ein Gefühl der drohenden Gefahr. Die Aufregung der Heldin wird durch absolut alle Details vermittelt.
Die Helden werden nach den Normen des Klassizismus dargestellt. Elend verunstaltet nie. Die Posen sind anmutig und majestätisch. Man hat den Eindruck, dass die Figuren aus der Antike stammen.
Poussin gelang es, mit einfachen und strengen künstlerischen Formen eine Szene voller Tragik darzustellen. Dieser Lakonismus ist in seiner Erhabenheit beeindruckend.
Der Künstler wurde durch den Akt der Erminia, seine unglaubliche Schönheit und seine harmonische Thematik inspiriert.
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Links von den beiden liegt eine weitere männliche Figur, ebenfalls in Rüstung, die sich auf den Boden gekrallt hat und offenbar um sein Leben fürchtet. Sein Gesichtsausdruck zeugt von Angst und Hilflosigkeit. Ein Schild liegt direkt neben ihm, ein Symbol für den fehlenden Schutz.
Hinter den Figuren erhebt sich ein stattliches, weißes Pferd, das mit einer Prachtausstattung versehen ist. Es wirkt wie ein Symbol für Macht und Stärke, steht jedoch in deutlichem Kontrast zu der verzweifelten Situation der Personen im Vordergrund. Im Hintergrund erkennen wir eine Landschaft mit Bäumen und Hügeln, die in ein gedämpftes Licht getaucht ist.
Die Farbgebung ist gedämpft und dominiert von dunklen Tönen, was die Szene zusätzlich bedrückt. Akzente setzen die roten Stoffe und die metallischen Glanzlichter auf den Rüstungsteilen.
Die Komposition ist dynamisch und erzeugt eine Atmosphäre von Spannung und Gefahr. Der Künstler hat die Figuren so angeordnet, dass der Blick des Betrachters sofort auf die zentrale Konfrontation gelenkt wird. Die Körperlichkeit der dargestellten Personen ist deutlich ausgeprägt, was die emotionale Intensität der Szene noch verstärkt.
Subtextuell scheint es um Themen wie Liebe, Verrat, und Machtmissbrauch zu gehen. Der Mann mit dem Schwert könnte ein Verliebter sein, der seine Geliebte vor einer ungewollten Ehe bewahren will, oder aber ein Henker, der einen grausamen Auftrag ausführen muss. Die Hilflosigkeit der Frau und des Mannes lässt auf einen Machtungleichgewicht schließen. Das Pferd könnte als Symbol der Eroberung und des Krieges interpretiert werden, das die tragische Situation der Figuren noch unterstreicht. Die Dunkelheit, die die Szene umgibt, verstärkt das Gefühl von Bedrohung und Unausweichlichkeit. Die gesamte Darstellung wirkt wie ein Moment eingefangener Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, der den Betrachter zutiefst berührt.