Rousseau (73) Henri Julien Felix Rousseau (1844-1910)
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Henri Julien Felix Rousseau – Rousseau (73)
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Im Vordergrund fällt ein kräftig roter Blütenzweig auf, der sich in der Mitte des Bildes erhebt. Daneben sitzt ein Affe, der dem Betrachter zugewandt ist und dessen Blick eine gewisse Aufmerksamkeit erzeugt. Etwas weiter hinten, zwischen dem dichten Blätterwerk, entdeckt man weitere Affen, die sich auf Ästen bewegen oder in den Blättern verstecken. Ein Reh, dessen Körper sich in braun-rötlichen Farbtönen präsentiert, klettert den Hang hinauf, ebenfalls eingebettet in die Vegetation.
Die Darstellung wirkt formal konstruiert, fast wie eine sorgfältig angelegte Bühne. Die Pflanzen und Tiere sind nicht naturalistisch abgebildet, sondern eher als stilisierte Formen angeordnet, die eine gewisse Künstlichkeit vermitteln. Die Linien sind klar und definiert, was dem Bild eine gewisse Ordnung und Struktur verleiht.
Ein möglicher Subtext der Darstellung ist die Auseinandersetzung mit der Exotik und dem Unbekannten. Der Dschungel repräsentiert hier einen fremden Lebensraum, der durch die Darstellung in den europäischen Kulturkreis geholt wird. Gleichzeitig kann die Szene als eine Utopie interpretiert werden, in der Mensch und Tier in Harmonie existieren. Die Künstlichkeit der Darstellung deutet aber auch auf eine Distanz zum Abgebildeten hin, eine Inszenierung des Wilden für ein blickendes Publikum. Die schiere Fülle an Formen und Farben wirkt fast überwältigend und erzeugt eine Atmosphäre der Fülle und des Überflusses. Der Betrachter wird in eine Welt entführt, die sowohl faszinierend als auch beunruhigend wirken kann.