Young Sick Bacchus Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610)
Michelangelo Merisi da Caravaggio – Young Sick Bacchus
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Maler: Michelangelo Merisi da Caravaggio
Ort: Borghese gallery, Rome (Galleria Borghese).
"Der kranke Bacchus" ist ein Frühwerk des italienischen Barockmeisters Caravaggio aus dem Jahr 1593. Es wurde im Genre der mythologischen Malerei ausgeführt und spiegelt die Überlegungen des Künstlers über die Schwächen des menschlichen Lebens wider. Die für Caravaggios spätere Werke charakteristische Dramatik tritt in diesem Gemälde erstmals zutage. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt und dem Verlassen seines Zimmers nahm der Maler, der noch nicht ganz genesen war, unter dem Einfluss der Inspiration eine leere Leinwand zur Hand und machte sich an die Arbeit.
Beschreibung des Gemäldes Der kranke Bacchus von Michelangelo Merisi da Caravaggio
"Der kranke Bacchus" ist ein Frühwerk des italienischen Barockmeisters Caravaggio aus dem Jahr 1593. Es wurde im Genre der mythologischen Malerei ausgeführt und spiegelt die Überlegungen des Künstlers über die Schwächen des menschlichen Lebens wider. Die für Caravaggios spätere Werke charakteristische Dramatik tritt in diesem Gemälde erstmals zutage.
Nach einem langen Krankenhausaufenthalt und dem Verlassen seines Zimmers nahm der Maler, der noch nicht ganz genesen war, unter dem Einfluss der Inspiration eine leere Leinwand zur Hand und machte sich an die Arbeit. Zu dieser Zeit war er knapp bei Kasse und musste daher ohne Babysitter auskommen.
Der Meister malte sein Selbstporträt in der Gestalt des altgriechischen Bacchus: lebloses Pokergesicht, blasse gelbliche Haut, schwacher Pinsel, der eine Traube bereits verfaulter Trauben hält.
Bacchus ist einer der Namen des mythologischen Dionysos, der Gottheit des Weines und der Vegetation im Allgemeinen sowie der Inspiration. Caravaggios Kopf ist keineswegs ein traditioneller Kranz aus Weinblättern, sondern die verwelkten Blätter einer unbekannten Baumart.
Der gesunde, hübsche, blühende Weingott der Griechen wird unscheinbar, scheinbar ernst und kränklich. Der echte Bacchus, so die Legende, ist braun gebrannt wie alle Bewohner des göttlichen Olymps, und die Figur auf der Leinwand hat keine bronzenen Flecken auf der Haut.
Der Künstler scheint sich über seine eigene zeitweilige Hässlichkeit und Ohnmacht, über die irdische Natur der Menschen und gleichzeitig über die erhabenen Ideale der Renaissance lustig zu machen.
Die tadellos nachgezeichneten Früchte von schwarzen und weißen Trauben mit ein paar reifen Pfirsichen weisen Caravaggio als brillanten Stilllebenmaler aus. Die Hand des Meisters ist an den klaren Kontrasten, der Emotionalität, der Plastizität und der Prägnanz des Bildes leicht zu erkennen.
Das Meisterwerk "Der kranke Bacchus" befindet sich heute in der Galerie Borghese in Caravaggios Heimatland.
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BEMERKUNGEN: 3 Ответы
Claude Monet ist groß wegen seiner Werke, während Caravaggio für die Lebendigkeit seiner Augen bekannt ist.
Dieses Bild fasziniert mich seit meiner Kindheit.
Der Kranke für den Kranken, um Schmerzen zu lindern. Aber ich möchte nicht über die Geschmacksrichtungen diskutieren, sondern bin einfach überrascht.
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Die Darstellung wirkt weniger heroisch und idealisiert als herkömmliche Darstellungen von Göttern. Vielmehr blickt der junge Mann uns mit einem melancholischen, fast resignierten Ausdruck an. Seine Lippen sind leicht geöffnet, als ob er kurz davor wäre, etwas zu sagen. Der Blick ist leicht abwendend, was eine gewisse Verletzlichkeit und Nachdenklichkeit vermittelt.
Er hält in seiner Hand einen Strauß Trauben, ein Attribut, das traditionell mit Dionysos, dem griechischen Gott des Weins und der Fruchtbarkeit, assoziiert wird. Die Trauben sind jedoch nicht vital und prall, sondern wirken etwas welk und unansehnlich. Daneben liegen ein paar Pfirsiche, die ebenfalls nicht den Eindruck von Reife und Fülle vermitteln. Diese Elemente könnten eine Kritik an der übermäßigen Hingabe an sinnliche Freuden andeuten, oder sogar eine Metapher für die Vergänglichkeit der Jugend und Schönheit darstellen.
Der Hintergrund ist dunkel und undifferenziert gehalten, was die Aufmerksamkeit verstärkt auf die zentrale Figur und die Objekte auf dem Tisch lenkt. Die Lichtführung ist dramatisch und betont die Konturen des Körpers und die Textur der Gewänder sowie der Früchte. Ein Lichtschein fällt von oben auf den jungen Mann, wodurch sein Gesicht und die Trauben in seiner Hand hervorgehoben werden.
Insgesamt erweckt das Bild den Eindruck von einer gewissen inneren Zerrissenheit. Es ist eine Darstellung, die über die bloße Darstellung eines antiken Gottes hinausgeht und Fragen nach Leben, Tod, Schönheit und Vergänglichkeit aufwirft. Die vermeintlich fröhliche Symbolik des Weins und der Frucht wird durch die melancholische Darstellung des jungen Mannes und die unvollkommenen Früchte untergraben und erhält so eine tiefere, nachdenklichere Bedeutung.