Portrait of the young Adolph Menzel Friedrich Eduard Meyerheim (1808-1879)
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Friedrich Eduard Meyerheim – Portrait of the young Adolph Menzel
Ort: Old and New National Galleries, Museum Berggruen (Alte und Neue Nationalgalerie, Museum Berggruen), Berlin.
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Der dargestellte blickt über seine linke Schulter nach rechts, wobei sein Blick leicht geneigt ist. Er trägt einen dunklen Anzug mit hochgeschlossenem Kragen, dessen Farbe fast vollständig in den Hintergrund einfließt. Die Dunkelheit des Gewandes lenkt die Aufmerksamkeit unmittelbar auf das Gesicht und verstärkt so dessen Ausdruckskraft.
Das Haar ist dunkelbraun, dicht und leicht gewellt, wobei es am Oberkopf etwas lichter wird – eine Anspielung auf beginnende Glatze, die dem Bild eine gewisse Melancholie verleiht. Der Bart ist sorgfältig gestutzt, aber nicht vollständig geschlossen, was einen Hauch von Ungezwungenheit suggeriert.
Das Gesicht selbst zeichnet sich durch markante Züge aus: eine hohe Stirn, ein gerader Nasenrücken und ein fester Mundwinkel. Die Augen sind hellblau und wirken aufmerksam, fast nachdenklich. Ein leichter Schattenwurf betont die Konturen des Gesichts und verleiht ihm Tiefe.
Der Hintergrund ist neutral gehalten, in warmen Brauntönen gemalt, was eine gewisse Intimität erzeugt. Er dient lediglich als Rahmen für das Gesicht und lenkt nicht von der Hauptdarstellung ab. Die Malweise ist realistisch, mit einer gewissen Detailgenauigkeit, die jedoch nicht ins Übertriebene geht.
Subtextuell könnte das Bild eine Darstellung eines aufstrebenden Künstlers oder Intellektuellen sein. Der ernste Blick und die sorgfältige Kleidung deuten auf Selbstbewusstsein und Ambition hin, während der beginnende Haarausfall und die leichte Melancholie im Gesicht eine gewisse Verletzlichkeit andeuten. Es ist ein Porträt, das nicht nur äußerliche Merkmale festhält, sondern auch versucht, einen Eindruck von Charakter und innerer Haltung zu vermitteln. Die zurückhaltende Farbgebung und die konzentrierte Darstellung des Gesichts lassen auf eine Persönlichkeit schließen, die eher zur Kontemplation als zur Extravaganz neigt.