Mountain landscape Johann Wilhelm Schirmer (1807- 1863)
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Johann Wilhelm Schirmer – Mountain landscape
Ort: Old and New National Galleries, Museum Berggruen (Alte und Neue Nationalgalerie, Museum Berggruen), Berlin.
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Die Komposition ist durch eine deutliche Staffelung gekennzeichnet: Der vorderste Felsvorsprung dient als Ankerpunkt, von dem aus der Blick in immer weitere Ebenen der Bergwelt schweift. Die Farbgebung ist gedämpft und erdverbunden; dominieren doch Brauntöne, Grüntöne und Violett im Schattenspiel der Felsen. Die Lichtverhältnisse sind diffus, was eine Atmosphäre der Stille und Kontemplation erzeugt. Ein Hauch von Nebel oder Dunst liegt über den weiter entfernten Gipfeln, wodurch deren Größe noch verstärkt wird und ein Gefühl der Unendlichkeit vermittelt.
Der Himmel ist trüb und grau gehalten, ohne direkte Sonneneinstrahlung. Dies trägt zur melancholischen Stimmung des Werkes bei und unterstreicht die monumentale Erhabenheit der Berge. Die einzelnen Elemente – Fels, Vegetation, Himmelslicht – wirken harmonisch aufeinander abgestimmt, obwohl sie durch ihre unterschiedlichen Texturen und Farben eine gewisse Dynamik erzeugen.
Subtextuell scheint das Werk ein Gefühl von Ehrfurcht vor der Natur zu vermitteln. Die Größe und Unberührtheit der Landschaft stehen im Kontrast zum kleinen Menschen, der hier fehlt, aber implizit in den Pfad oder die Vegetation angedeutet wird. Es entsteht eine Ahnung von Distanz und Abgeschiedenheit, ein Gefühl des Staunens angesichts der Naturgewalten. Die Darstellung könnte als Ausdruck einer Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit interpretiert werden, als Flucht vor dem Alltäglichen in die erhabene Schönheit der Natur. Die zurückhaltende Farbgebung und die diffuse Lichtführung verstärken den Eindruck von Kontemplation und innerer Einkehr.