Lorenzo Veneziano (before1356-after1378) – Predella with scenes from the lives of the Apostles Peter and Paul – The Calling of Peter and Andrew Part 3
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Rechts von ihnen steht eine männliche Figur, die deutlich von den anderen abhebt. Sie ist von einem leuchtenden Heiligenschein umgeben und trägt eine offene Tunika über einem roten Gewand. Die Figur streckt ihre Hand aus, als wolle sie etwas an die beiden Fischer anbieten. Um die Figur herum ist das Wasser voller Fische, die in einem unregelmäßigen Muster verteilt sind.
Die Komposition ist klar und übersichtlich. Die Figuren sind frontal angeordnet, was die Szene einer direkten Betrachtung aussetzt. Der Hintergrund besteht aus einer Landschaft mit dunklen Bergen und einem goldenen Himmel, der die Szene in ein ätherisches Licht taucht. Die Farbgebung ist charakteristisch für die venezianische Malerei dieser Zeit: kräftige Rottöne und Goldtöne dominieren, während dunkle Brauntöne und Grüntöne für Kontraste sorgen.
Ein Subtext der Darstellung liegt in der Symbolik des Fischfangs. Der Fisch stand im frühen Christentum für Christus selbst, und die Aufforderung, Netze zu werfen und Fische zu fangen, kann als Metapher für die Berufung der Jünger zum Fischern von Menschen interpretiert werden. Die Fülle der Fische unterstreicht die Reichhaltigkeit der Ernte, die durch die Annahme des göttlichen Rufes möglich wird.
Die Darstellung der beiden Jünger wirkt zunächst kontemplativ, doch die Geste der ausgestreckten Hand der zentralen Figur deutet auf eine aktive Einmischung in ihr Leben hin. Die Szene suggeriert eine plötzliche Wendung, einen Moment der Entscheidung, der das Leben der beiden Männer für immer verändern wird. Die Landschaft im Hintergrund wirkt dabei wie eine Art Bühne, auf der sich diese dramatische Begebenheit abspielt.