Behind the toilet. Self-portrait Zinaida Serebryakova (1884-1967)
Zinaida Serebryakova – Behind the toilet. Self-portrait
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Maler: Zinaida Serebryakova
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
Das Gemälde entstand im Winter 1909 auf dem kleinen Landgut Neskuchnoe. Die Künstlerin Zinaida Serebryakova war damals 25 Jahre alt. Sie erwartete ihren Mann, der sie und die Kinder auf dem Rückweg aus Nordsibirien abholen wollte. Das Weihnachtsfest sollte in St. Petersburg gefeiert werden. An diesem Morgen war es blendend sonnig und frostig. Die glückliche junge Frau wachte in dem sonnendurchfluteten Zimmer auf, stand auf und ging zum Spiegel, lächelte ihr schönes Spiegelbild an und begann, ihr Haar zu bürsten. Ein unprätentiöses Motiv, niedlicher weiblicher Schnickschnack auf dem Tisch vor dem Spiegelrahmen - Fläschchen, Nadeln, eine Kerze, die sich im Spiegel spiegelt, das schlichte Interieur des rustikalen Zimmers hinter ihr.
Beschreibung des Gemäldes "Selbstporträt" von Zinaida Serebryakova.
Das Gemälde entstand im Winter 1909 auf dem kleinen Landgut Neskuchnoe. Die Künstlerin Zinaida Serebryakova war damals 25 Jahre alt. Sie erwartete ihren Mann, der sie und die Kinder auf dem Rückweg aus Nordsibirien abholen wollte.
Das Weihnachtsfest sollte in St. Petersburg gefeiert werden. An diesem Morgen war es blendend sonnig und frostig. Die glückliche junge Frau wachte in dem sonnendurchfluteten Zimmer auf, stand auf und ging zum Spiegel, lächelte ihr schönes Spiegelbild an und begann, ihr Haar zu bürsten.
Ein unprätentiöses Motiv, niedlicher weiblicher Schnickschnack auf dem Tisch vor dem Spiegelrahmen - Fläschchen, Nadeln, eine Kerze, die sich im Spiegel spiegelt, das schlichte Interieur des rustikalen Zimmers hinter ihr. Ein schlanker, schöner, kaum verhüllter weiblicher Körper, ein trägerloses Nachthemd, das kokett von ihrer linken Schulter herabhängt, ein silberner Armreif am Handgelenk ihrer rechten Hand, der ihr üppiges, langes, dunkles Haar zurückhält. In ihrer linken Hand hält sie einen Kamm. Das Bild ist voll von Sonnenlicht und sauberer Luft.
Der Blick der schwarzen, schelmischen, fröhlichen Augen fällt ins Auge, ist der dominierende Akzent des Bildes. Man möchte lange und intensiv in diese schönen Augen blicken, die so lebendig sind, erfüllt von Lebensfreude, jugendlicher Energie und tiefer Seelenfreude. In der hochgezogenen Kurve der schwarzen Augenbrauen, in dem halben Lächeln der hellen, üppigen Lippen, in der spielerischen Drehung des Kopfes kann man einfaches menschliches Glück lesen, für das man nicht viel braucht.
Das "Selbstporträt" ist heute ein Ausstellungsstück der Tretjakow-Galerie, und für Zinaida Evgenievna blieb es eine Erinnerung an jene wunderbaren, von echten Gefühlen erfüllten Tage, die unwiderruflich in der Vergangenheit verschwunden sind. Nach nur 10 Jahren wird Serebrjakowa, nachdem sie ihren Mann begraben hat, vier Kinder allein großziehen, sich um ihre kranke Mutter kümmern, aber nicht aufhören zu schaffen. Ihre Bilder beeindrucken durch die Tiefe der inneren Bedeutung und die Frische des äußeren Charmes. Das Selbstporträt der Künstlerin gilt weithin als ihr bestes Werk.
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BEMERKUNGEN: 6 Ответы
Die Schultern wirken aufgrund der unpassenden Kleidung breiter als sie sind. Der Hals wirkt flach. Das Armband sitzt schief.
^_^
Eine seltsame Kleidung.
Ein sehr lebendiges und schönes Bild.
Es ist nur ein Unterhemd, die Frau ist gerade erst aufgewacht.
Sehr gut! Das ist inspirierend!
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Das Kleidungsstück, eine zarte Bluse mit Spitze, betont ihre Weiblichkeit, ohne jedoch aufdekadent zu wirken. Ein schmaler Armreif an ihrem Handgelenk deutet auf einen gewissen Status oder persönlichen Geschmack hin.
Der Hintergrund ist einfach gehalten, aber dennoch detailliert. Wir erkennen ein Badezimmer mit weißen Wänden, einer Tür und einigen Möbeln. Im Spiegelbild sind weitere Details des Raumes erkennbar, was die räumliche Tiefe verstärkt.
Auf dem Tisch vor ihr sind verschiedene Gegenstände ausgestellt: Seifenschalen, Flaschen, ein Kamm und gefaltete Handtücher. Diese Objekte deuten auf eine rituelle Tätigkeit hin, eine Beschäftigung mit der eigenen Erscheinung und Pflege. Die Anordnung wirkt bewusst, nicht chaotisch, was die Kontrolle der Künstlerin über ihre Darstellung unterstreicht.
Die Farbgebung ist warm und gedämpft, dominiert von Weiß, Beige und Braun. Akzente in Grün und Blau, wie sie in den Flaschen zu finden sind, brechen die Monotonie auf und lenken den Blick. Die Pinselstriche sind sichtbar, was dem Bild eine gewisse Textur und Lebendigkeit verleiht.
Der subtextuelle Aspekt des Werkes liegt in der Offenheit des Selbstporträts. Die Darstellung der Frau in einer privaten Umgebung, während sie sich ihrer eigenen Erscheinung widmet, kann als eine Auseinandersetzung mit Identität und Weiblichkeit interpretiert werden. Der direkte Blick in die Augen des Betrachters verstärkt diesen Eindruck und zieht den Betrachter in die Intimität der Szene hinein. Es könnte auch eine Reflexion über die Konstruktion des Selbstbildes und die Rolle der äußeren Erscheinung in der Gesellschaft sein.