Hier sehen wir eine plakative Darstellung, die eine Mutter mit ihrem Baby in den Mittelpunkt stellt. Die Komposition ist von einer starken, fast schon protzigen, Inszenierung geprägt. Die Mutter, dargestellt mit einem idealisierten, leicht überhöhten Gesichtsausdruck, hält das Kind fest an sich, während sie den Betrachter direkt ansieht. Die Pose wirkt dabei bewusst theatralisch und soll vermutlich ein Gefühl von Geborgenheit und Fürsorge vermitteln. Der Hintergrund ist von einem dynamischen, fast chaotisch wirkenden Muster aus geometrischen Formen und fragmentierten Figuren dominiert. Diese Elemente, die an einen abgetragenen Teppich oder eine Tapete erinnern, stehen in einem deutlichen Kontrast zum ruhigen Vordergrund und erzeugen eine gewisse Spannung. Die Farbgebung ist ebenfalls auffällig: Ein dominantes Gelb-Orange wird durch dunklere Braun- und Schwarztöne unterbrochen, was dem Plakat eine gewisse Dramatik verleiht. Der Text ist prominent platziert und in einer kräftigen, serifenlosen Schrift gehalten. Er wirbt für alles für Jungen und Mädchen von Geburt bis zum sechsten Lebensjahr und betont, dass Mütter finden alles in bestimmten Geschäften. Die Adressen – Wodschschenka 10, Kusnezki most 9, Nabor für Neugeborene – sind klar und deutlich aufgeführt. Die Erwähnung der Recommandation und Genehmigung der Abteilungen für Mutterschutz und der Volkskommission für soziale Wohlfahrt verleiht dem Angebot eine offizielle Glaubwürdigkeit. Der Plakatstil ist typisch für die Propaganda der frühen Sowjetzeit. Es geht hier nicht primär um eine realistische Darstellung, sondern um eine ideologische Botschaft. Der Fokus auf die Mutter-Kind-Beziehung, die Betonung des Wohlbefindens der Familie und die Verknüpfung mit staatlichen Institutionen dienen der Vermittlung einer positiven Darstellung des Systems. Ein subtiler Subtext könnte in der etwas steifen, fast schon mechanischen Darstellung der Figuren liegen. Die Idealisierung der Mutter und die allgemeine Inszenierung lassen vermuten, dass es hier nicht um eine authentische Darstellung von Familienglück geht, sondern um eine inszenierte Projektion eines gewünschten Zustandes. Der dynamische Hintergrund, der an Abnutzung erinnert, könnte zudem als Hinweis auf die schwierigen Lebensbedingungen der Zeit interpretiert werden, die durch die vermeintliche staatliche Fürsorge überdeckt werden sollen. Letztlich ist das Plakat ein Beispiel für die instrumentelle Nutzung von Kunst und Werbung in der sowjetischen Propaganda, um bestimmte Werte und Normen zu fördern und die Bevölkerung zu beeinflussen.
Everything for the guys of the wallpaper of the floor from the date of birth ... Set for the newborn (Bulanov M.) Plakat — Soviet Posters
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Der Hintergrund ist von einem dynamischen, fast chaotisch wirkenden Muster aus geometrischen Formen und fragmentierten Figuren dominiert. Diese Elemente, die an einen abgetragenen Teppich oder eine Tapete erinnern, stehen in einem deutlichen Kontrast zum ruhigen Vordergrund und erzeugen eine gewisse Spannung. Die Farbgebung ist ebenfalls auffällig: Ein dominantes Gelb-Orange wird durch dunklere Braun- und Schwarztöne unterbrochen, was dem Plakat eine gewisse Dramatik verleiht.
Der Text ist prominent platziert und in einer kräftigen, serifenlosen Schrift gehalten. Er wirbt für alles für Jungen und Mädchen von Geburt bis zum sechsten Lebensjahr und betont, dass Mütter finden alles in bestimmten Geschäften. Die Adressen – Wodschschenka 10, Kusnezki most 9, Nabor für Neugeborene – sind klar und deutlich aufgeführt. Die Erwähnung der Recommandation und Genehmigung der Abteilungen für Mutterschutz und der Volkskommission für soziale Wohlfahrt verleiht dem Angebot eine offizielle Glaubwürdigkeit.
Der Plakatstil ist typisch für die Propaganda der frühen Sowjetzeit. Es geht hier nicht primär um eine realistische Darstellung, sondern um eine ideologische Botschaft. Der Fokus auf die Mutter-Kind-Beziehung, die Betonung des Wohlbefindens der Familie und die Verknüpfung mit staatlichen Institutionen dienen der Vermittlung einer positiven Darstellung des Systems.
Ein subtiler Subtext könnte in der etwas steifen, fast schon mechanischen Darstellung der Figuren liegen. Die Idealisierung der Mutter und die allgemeine Inszenierung lassen vermuten, dass es hier nicht um eine authentische Darstellung von Familienglück geht, sondern um eine inszenierte Projektion eines gewünschten Zustandes. Der dynamische Hintergrund, der an Abnutzung erinnert, könnte zudem als Hinweis auf die schwierigen Lebensbedingungen der Zeit interpretiert werden, die durch die vermeintliche staatliche Fürsorge überdeckt werden sollen. Letztlich ist das Plakat ein Beispiel für die instrumentelle Nutzung von Kunst und Werbung in der sowjetischen Propaganda, um bestimmte Werte und Normen zu fördern und die Bevölkerung zu beeinflussen.