Winter Giuseppe Arcimboldo (1526-1593)
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Giuseppe Arcimboldo – Winter
Ort: Pinacoteca Tosio Martinengo, Brescia.
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Der Hintergrund ist in einen tristen Wintertag getaucht. Ein kahlstehender Baum, dessen Äste sich gegen einen dunklen Himmel erheben, prägt das Bild. In der Ferne erkennen wir verschwommene Umrisse einer Siedlung, die durch einen Fluss oder eine Wasserstraße von dem Vordergrund getrennt wird. Die Landschaft wirkt trostlos und verlassen.
Die Komposition ist bewusst unruhig. Der Haufen des Gemüses dominiert das Bildfeld und drängt die Figur fast in den Hintergrund. Die Texturen sind vielfältig: die glatte Oberfläche der Tomaten und Rüben steht im Kontrast zu dem rauen Gewebe der Kleidung und der zerrissenen Blätter. Die Farbpalette ist gedämpft, dominiert von Brauntönen, Grau und einem düsteren Grün, was die Atmosphäre zusätzlich verstärkt. Akzentuiert werden einige Früchte durch lebendige Rot- und Gelbtöne, die jedoch nicht die allgemeine Schwere des Bildes aufheben.
Ein möglicher Subtext könnte in der Darstellung des Überflusses und der gleichzeitig empfundenen Verzweiflung liegen. Die Fülle an Nahrungsmitteln steht im Kontrast zur gebückten Haltung und dem Ausdruck der Figur, der eine gewisse Resignation andeutet. Es könnte sich um eine Allegorie auf die Vergänglichkeit des Lebens handeln, in der Reichtum und Fülle nicht unbedingt Glück bedeuten. Die Winterlandschaft verstärkt diesen Eindruck von Kälte und Entbehrung. Auch eine Interpretation als Darstellung der Notwendigkeit, sich dem Lauf der Natur und den Zyklen des Lebens zu beugen, ist denkbar. Die Gestalt scheint sich in der Fülle des Landes zu verlieren, ein Mikrokosmos des menschlichen Daseins, das dem unerbittlichen Kreislauf von Wachstum und Verfall unterworfen ist.