Alla Donna di Buon Gusto (Imitator) Giuseppe Arcimboldo (1526-1593)
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Giuseppe Arcimboldo – Alla Donna di Buon Gusto (Imitator)
Ort: Museum of Art History, Vienna (Kunsthistorisches Museum).
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Die Farbgebung ist gedämpft und düster gehalten, mit einem dunklen Hintergrund, der die Figur isoliert und ihre Anomalien verstärkt. Der Körperbau des Mannes ist ebenfalls ungewöhnlich, mit einer überproportional großen Brust, die ebenfalls in einem warmen Orange-Ton gehalten ist. Ein dunkler Fleck auf der Brust sticht hervor und erzeugt einen Eindruck von Beschädigung oder Verwesung.
In der Hand hält die Figur eine Schriftrolle, auf der deutlich der Schriftzug „Alla Donna di Buon Gusto (Imitator)“ zu erkennen ist. Diese Inschrift ist von zentraler Bedeutung für die Interpretation des Werkes. Sie legt nahe, dass die Darstellung eine Parodie oder eine satirische Auseinandersetzung mit dem Ideal der „guten“ oder „guten Geschmack“ ist. Die Figur scheint sich als Nachahmer, als Imitator, zu präsentieren, während gleichzeitig ihre groteske Erscheinung diesen Anspruch untergräbt.
Es liegt die Vermutung nahe, dass das Werk eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen und der Oberflächlichkeit von Schönheitsidealen darstellt. Die Überhöhung von körperlichen Merkmalen bis zur Absurdität dient dazu, die Konstruiertheit und die oft widersprüchlichen Kriterien von „gutem Geschmack“ zu entlarven. Die Inschrift auf der Schriftrolle verstärkt diesen satirischen Unterton und deutet an, dass die Figur sich bewusst ihrer Rolle als Imitator und Parodieobjekt bewusst ist. Die Kombination aus grotesker Darstellung und dem ironischen Bezug auf guten Geschmack erzeugt ein Werk, das zum Nachdenken anregt und die Grenzen des Ästhetischen herausfordert.