le-dieu-bleu bayadere 1912 Leon Bakst
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Leon Bakst – le-dieu-bleu bayadere 1912
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Das Kostüm selbst dominiert die Komposition. Ein leuchtend blaues Tuch, gesprenkelt mit roten, quadratischen Formen, umgibt den Oberkörper und fällt als lange, schmale Form herab. Es kontrastiert stark mit der nackten Haut des Bauches, die klar zur Geltung kommt. Weitere farbliche Akzente setzen sich in Form von roten Herzen auf dem unteren Teil des Tuchs fort. Die Arme sind eng am Körper angelegt, die Hände mit kunstvollen Armreifen geschmückt. Ein kunstvoller Kopfschmuck, ebenfalls in Blau und Rot gehalten, rahmt das Gesicht ein. Die Füße sind mit einfachen, roten Sandalen versehen, die das Gesamtbild der Opulenz etwas abmildern.
Die Farbgebung ist auffällig und kontrastreich. Das Blau und Rot wirken dominant und erzeugen eine gewisse Dramatik. Die Weißtöne in den Accessoires und der Haut sorgen für einen Hauch von Helligkeit und Klarheit.
Die Darstellung vermittelt den Eindruck einer Bühnenfigur, möglicherweise einer Tänzerin oder einer exotischen Kurtisane. Die Kombination aus dem orientalischen Kostüm und der direkten, ungeschminkten Darstellung der Frau deutet auf eine Auseinandersetzung mit dem Exotischen hin, möglicherweise aber auch auf eine Kritik an der Verklärung und Objektivierung fremdkultureller Darstellungen. Der freiliegende Bauch kann als Symbol für Weiblichkeit und Fruchtbarkeit interpretiert werden, während die Selbstsicherheit im Blick der Frau eine gewisse Eigenständigkeit suggeriert. Es liegt eine Spannung zwischen dem opulenten Kostüm und der schlichten, fast nüchternen Darstellung der Person vor. Der Künstler scheint hier weniger an einer realistischen Abbildung interessiert zu sein, sondern vielmehr an der Inszenierung einer bestimmten Atmosphäre und der Vermittlung einer komplexen Aussage über Identität, Kultur und Darstellung.