Noli me tangere (attr) Giovanni da Milano (c.1325-c.1370)
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Giovanni da Milano – Noli me tangere (attr)
Ort: Vatican Museums (Musei Vaticani), Vatican.
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Die zweite Gestalt, ebenfalls von einem Heiligenschein umschlossen, kniet vor ihm. Sie trägt ein rotes Gewand, das durch seine Farbe und Position eine gewisse Dramatik erzeugt. Die Haltung des Knieenden deutet auf Unterwerfung oder Anbetung hin, doch die Hand, die dem ausgestreckten Arm des anderen entgegengeht, wirkt zögerlich, fast abweisend.
Der Hintergrund ist mit einer dichteren, fast undurchdringlichen Vegetation gefüllt, die eine Art Kulisse bildet. Im hinteren Bereich erkennt man eine architektonische Struktur – ein Gebäude mit einem offenen Portal. Die warmen Farbtöne dieses Gebäudes bilden einen Kontrast zu dem kühlen Grün der Vegetation und lenken den Blick auf diesen Ort.
Die Komposition wirkt statisch und doch voller Spannung. Die Anordnung der Figuren, die unterschiedlichen Farbgebung ihrer Gewänder und die subtilen Nuancen ihrer Gesten lassen auf eine komplexe Beziehung zwischen den beiden Darstellern schließen. Das Bild evoziert ein Gefühl der Distanz und der Ambivalenz. Es scheint, als würde hier ein Moment der Entscheidung oder der Ablehnung eingefroren.
Die Wahl der Farben spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Weiß symbolisiert Reinheit und Göttlichkeit, während Rot für Leidenschaft, Verlangen oder auch Blut stehen kann. Die dunkle, undurchdringliche Vegetation im Hintergrund könnte als Metapher für die Unbekannte oder die Welt der Versuchung gedeutet werden. Die Architektur im Hintergrund deutet auf eine Verbindung zur Zivilisation oder zum etablierten Glauben hin, doch die Position der Gestalten vor dem Portal impliziert, dass dieser Zugang noch nicht vollständig verwirklicht ist.