Gluttony and Lust Hieronymus Bosch (1450-1516)
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Hieronymus Bosch – Gluttony and Lust
Ort: Yale University Art Gallery, New Haven.
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Ein nackter Mann, offensichtlich in einer ungebührlichen Pose, beugt sich über eine Schale, aus der er scheinbar gierig verzehrt. Ein anderer Mann, ebenfalls nackt, stürzt von einer Plattform, die einen Fass darstellt, auf das ein dritter Mann, gekleidet in eine Art Priester oder Mönchshut, lässig sitzt und durch eine Pfeife raucht. Diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Fall des anderen deutet auf eine Akzeptanz, möglicherweise sogar Förderung des moralischen Sündfalls hin.
Im rechten Bildbereich befindet sich eine Art Zelt oder Pavillon, in dem eine Frau sitzt und aus einer Tasse trinkt. Der Raum wirkt abgegrenzt, doch die Atmosphäre ist angespannt und lasziv. Die Position der Frau, die ihre Hand an ihre Wange legt, kann als Ausdruck von Genuss oder auch von Verachtung interpretiert werden.
Über die gesamte Szene verteilt sind Speere, die in den Himmel gerichtet sind. Diese können als Symbol für die Strafe, die über die handelnden Personen hereinbricht, oder als Hinweis auf die Vergänglichkeit der irdischen Freuden verstanden werden.
Die Farbgebung ist gedämpft, mit einem dominierenden Grün, das für Verwesung und Verfall stehen kann. Das Zusammenspiel von nackter Haut und dunklen Stoffen verstärkt den Eindruck von Dekadenz und Sündhaftigkeit.
Die Komposition wirkt fragmentiert und dynamisch, was die Unordnung und den Kontrollverlust, der die gesamte Szene durchzieht, unterstreicht. Es scheint, als ob die Figuren in ihren eigenen Begierden gefangen sind, unfähig, sich von dem Kreislauf der Ausschweifung zu befreien. Die dargestellten Handlungen lassen eine tiefgreifende Kritik an der menschlichen Natur und ihren Schwächen erkennen.