„Die entzückende Hexe“ von Anne Jane, Zusammenfassung
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Dieses Buch erzählt eine mitreißende Geschichte über die Liebe zweier Studentinnen, die aus einem raffinierten Racheplan entspringt. Es wurde 2020 geschrieben. Der starke Kontrast zwischen der Naivität der leidenschaftlichen Heldin und der unerschütterlichen Integrität des erwachsenen Helden macht die Handlung dynamisch und lebendig. Gleich zu Beginn des Romans sehen wir ein Mädchen auf einem gemütlichen Dachboden, das enthusiastisch einen Blogbeitrag in einem beliebten sozialen Netzwerk verfasst. Lautstark verkündet sie ihre feste Absicht, einen Mann mit einem wahrhaft eisernen Herzen zu erobern. Sie bezeichnet ihn unverblümt als langweiligen Langweiler mit einem unerträglich schwierigen Charakter, erkennt aber gleichzeitig ehrlich seine unbestreitbare Männlichkeit an. Die Heldin verspricht spielerisch, auf ihrem persönlichen Besen zu ihm zu fliegen.
Die Entstehung eines Racheplans
Die Schülerin Tatjana Wedmina zeichnet sich durch ihren hohen Ehrgeiz und ihren temperamentvollen Charakter aus. Sie ist intelligent, sehr attraktiv und setzt sich stets durch. Ihr turbulentes Leben ist eng mit ihrer langjährigen Rivalin Wassilina verbunden. Die beiden Mädchen sind seit ihrer Kindheit verfeindet. Wassilinas Schwester hatte Tatjanas Schwester kurz vor der geplanten Hochzeit hinterlistig den Verlobten ausgespannt. Seitdem hegt Tatjana einen tiefen und starken Groll gegen die gesamte Familie ihrer Rivalin.
Eines Tages wird sie zufällig Zeugin einer unschönen Trennung. Vasilina streitet sich lautstark mit ihrem Freund. Tatjana schmiedet sofort einen perfiden Racheplan. Sie beschließt, Vasilinas verlassenen Freund für immer in sich verliebt zu machen. Von ihrer weiblichen Anziehungskraft absolut überzeugt, glaubt Tatjana fest daran, ihr Ziel mühelos zu erreichen. Sie beginnt aktiv, Informationen über diesen mysteriösen Mann zu sammeln. Ihre geplante Verführung geht sie mit äußerster Strategie an.
Lernen Sie Oleg Vladyko kennen
Vasilinas Freund entpuppt sich als kein gewöhnlicher, armer Student. Sein Name ist Oleg Wladimirowitsch Wladyko. Offiziell arbeitet er als strenger Professor an der Fakultät für Angewandte Mathematik und Informationstechnologie. All dies geschieht an derselben Universität, an der Tatjana still studiert. Wladyko ist berüchtigt für sein unglaublich hartes und unnachgiebiges Temperament. Die Studenten fürchten ihn wie ein glühendes Feuer. Er ist streng, extrem zurückhaltend und in seinen hohen Ansprüchen absolut unnachgiebig. Oleg hat schon unzählige Spitzenstudenten in ihren Prüfungen durchfallen lassen.
Tatjana lässt sich von solch ernsten beruflichen Hindernissen kein bisschen einschüchtern. Sie beginnt, den strengen Universitätsprofessor mit unglaublicher Intensität zu umwerben. Ständig arrangiert sie scheinbar zufällige Begegnungen mit ihm. Dreist provoziert sie Oleg zu heftigen Gefühlen. Unverfroren und dreist drängt sie ihm in jeder kurzen Pause ihre Gesellschaft auf. Der enorme Unterschied in ihrem sozialen Status beeindruckt sie überhaupt nicht.
Peinliche Situationen
Tatjana wendet die unkonventionellsten und riskantesten Methoden der Verführung an. Regelmäßig gerät sie in höchst komische und peinliche Situationen. Eines Tages muss sie sich blitzschnell unter dem Tisch direkt vor Wladykos Füßen verstecken. In diesem angespannten Moment befindet sich Tatjanas Vater mit seinem alten Freund im hellen Zimmer. Oleg Wladimirowitsch gelingt es, den gesamten amüsanten Vorfall heimlich mit seinem Handy zu filmen. Später nutzt er die versteckte Aufnahme geschickt für eine kleine Erpressung. Er rät Tatjana leise, sich nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Doch das provoziert die kühne Studentin nur noch mehr.
Tatjana fordert lautstark von Oleg sofortige Wiedergutmachung für die verbale Beleidigung. Sie erklärt kategorisch, er müsse unbedingt mit ihr ausgehen. Andernfalls werde sie ihn öffentlich wegen völlig unangemessenen Verhaltens anprangern. Vladyko willigt überraschenderweise in dieses ungewöhnliche Treffen ein. Sie verabreden sich schnell um Punkt 17 Uhr auf einem Parkplatz.
Gefälschte Dates
Vladyko wehrt sich mit aller Kraft gegen den hartnäckigen, gerissenen Schüler. Meisterhaft verteidigt er sich mit scharfem Sarkasmus und bissiger Ironie. Auch Tatyana ist ihm nicht zu Dank verpflichtet. Ihre langen Gespräche sind ständig von bissigen verbalen Attacken und gegenseitigen persönlichen Beschwerden geprägt. Allmählich gewöhnen sie sich an diese Art der Kommunikation. Listig überredet Tatyana Oleg, in der Öffentlichkeit ein wenig mitzuspielen. Sie beginnen, vor ihren gemeinsamen Bekannten aktiv die Rolle eines echten Paares zu spielen. Vladyko willigt aus tief verborgenen Motiven ruhig in diese seltsamen, vorgetäuschten Verabredungen ein.
Tatjana erlebt den ernsten Oleg zunehmend in ungezwungener und gemütlicher häuslicher Atmosphäre. Ihr fallen seine aufrichtige Fürsorglichkeit und seine starke, männliche Verlässlichkeit auf. Das vertraute Bild des strengen und zornigen Lehrers beginnt rasch und unwiderruflich zu bröckeln. Oleg entpuppt sich als ein sehr aufmerksamer und ungemein interessanter Gesprächspartner. Tatjana sieht ihn nun mit völlig anderen Augen.
Allmähliche Annäherung
Die Beziehung zwischen den Figuren entwickelt sich schnell und vertrauensvoll und geht weit über bloße Fassade hinaus. Tatjana verbringt viel Freizeit mit Oleg. Sie unternehmen lange, gemütliche Spaziergänge, unterhalten sich angeregt und trinken oft heißen, süßen Kaffee. Tatjana vertraut ihm offen ihre tiefsten und intimsten Geheimnisse an. Sie erzählt ihm freimütig von einer schmerzhaften, vergangenen Schwärmerei. Ihr langjähriger Schwarm war ein Junge namens Kostja. Diese traurige Geschichte hinterließ eine tiefe, unheilbare Wunde in ihrer jungen Seele.
Oleg hört aufmerksam zu und unterstützt das verstörte Mädchen aufrichtig. Er zeigt unerwartet großes menschliches Feingefühl. Tatjana beginnt, ihre neuen, wahren Gefühle zu verstehen. Sie verliebt sich aufrichtig in Oleg, ohne jede kalte Berechnung. Ihr anfänglicher, finsterer Racheplan tritt endgültig in den Hintergrund. Nun möchte sie einfach nur in der Nähe dieses unglaublich verlässlichen Mannes sein.
Probleme und Bedrohungen
Plötzlich wird diese zerbrechliche Idylle durch zutiefst beunruhigende und gefährliche Ereignisse zerstört. Oleg erhält regelmäßig äußerst unangenehme anonyme Drohungen. Unbekannte Angreifer attackieren ihn unvermittelt auf einer dunklen Straße. Vladyko erleidet in einer brutalen Straßenschlägerei schwerste und schmerzhafte Verletzungen. Kurz darauf taucht unerwartet ein strenger Polizeihauptmann vor seiner Tür auf. Oleg wird offiziell wegen der brutalen Körperverletzung eines Unbekannten angeklagt.
Tatjana handelt mutig und selbstlos, um ihren geliebten Oleg zu verteidigen. Schnell und einfallsreich erfindet sie ein absolut stichhaltiges Alibi für ihn. Mit äußerster Überzeugung und Selbstsicherheit lügt sie dem Polizeibeamten ins Gesicht. Sie beteuert vehement, dass sie und Oleg zum Zeitpunkt der Schlägerei zusammen waren. Tatjana erklärt sogar lautstark, dass das Opfer selbst sie zuerst dreist angegriffen habe. Diese verzweifelte, weibliche Tat beweist die immense Stärke ihrer neu entflammten Gefühle für Oleg.
Fataler Fehler
Die Beziehung der Hauptfiguren steuert immer näher auf ein glückliches, logisches Ende zu. Doch in diesem äußerst spannungsgeladenen Moment kommt es zu einem schrecklichen, tragischen Missverständnis. Tatjanas ehemaliger Geliebter Kostja taucht plötzlich wieder in ihrem Leben auf. Beharrlich und aktiv versucht er, ihre Zuneigung zurückzugewinnen. Oleg bemerkt Tatjana zufällig in Kostyas verdächtiger Gesellschaft. Die ganze Situation erscheint äußerst undurchsichtig. Vladyko ist fest davon überzeugt, dass seine Geliebte einen anderen Mann leidenschaftlich küsst.
Er ist von seiner geliebten Tatjana sofort und zutiefst desillusioniert. Oleg besitzt von Natur aus sehr strenge und unnachgiebige moralische Prinzipien. Er verzeiht einer Frau ihren niederträchtigen Verrat niemals. Er bricht abrupt und rüde jeglichen Kontakt zu der verzweifelten Studentin ab. Tatjana verfällt in tiefe Verzweiflung. Sie versucht verzweifelt und lange, alles zu erklären und Olegs verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Versöhnungsversuche
Tatjana weigert sich, kampflos aufzugeben. Schnell findet sie die starke moralische Unterstützung ihrer treuesten Freundin Zhenja. Junge Frauen folgen dem mürrischen Vladyko regelrecht. Tatjana möchte ihn verzweifelt um seine lang ersehnte Vergebung bitten. Doch Oleg bleibt eiskalt und unnahbar. Kalt wie der Winterwind. Er weist all ihre Versöhnungsversuche barsch und harsch zurück.
Mitten in einem dieser hitzigen Wortgefechte stolpert Tatjana ungeschickt und fällt in eine tiefe, bitterkalte Schneewehe. In diesem Moment taucht plötzlich ein anderes, wunderschönes Mädchen neben dem unnachgiebigen Oleg auf. Wladyko geht schweigend und demonstrativ mit seiner neuen, eleganten Begleiterin davon. Tatjana bleibt völlig allein im kalten, tiefen Schnee zurück. Ihr wird klar und bitter bewusst, dass ihr fröhliches, amüsantes Spiel in einem totalen Fiasko geendet hat.
Das Ende der Geschichte
Das Buch endet mit einer sehr traurigen und melancholischen Note. Oleg sitzt mit seinem besten Freund Stas in einem gemütlichen Wintercafé. Sie trinken Kaffee und unterhalten sich leise über ihr Leben. Am Nebentisch sitzt eine junge, schöne, unbekannte Frau still und traurig. Plötzlich kommt etwas sehr Unangenehmes ans Licht: Die Frau hat kein Geld, um die Rechnung zu bezahlen. Die Kellnerinnen beschweren sich lautstark und unhöflich über diese Kleinigkeit.
Völlig unerwartet greift Oleg in diese peinliche Situation ein. Ruhig ruft er die Kellnerin herbei und bezahlt großzügig die Rechnung des Fremden. Vladyko bestellt einen warmen Cappuccino und ein teures, köstliches Gebäck für sie. Schnell verlässt er mit Stas das Café. Oleg unternimmt nicht einmal den Versuch, das Mädchen, das er gerettet hat, näher kennenzulernen. Tatjana hingegen ist allein mit ihren bitteren Gedanken. Leise liest sie ein trauriges, wunderschönes Gedicht über unerwiderte Liebe. Die poetischen Zeilen sprechen von flauschigem Schnee, der vom Himmel fällt, und einer tiefen, melancholischen Einsamkeit. Der Heldin wird das Ausmaß ihres Verlustes bewusst. Sie hatte sich wahrhaftig in einen Mann mit einem Herzen aus Eisen verliebt, ihn aber durch einen einzigen dummen Fehler verloren.
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