Eine Zusammenfassung von Ivan Okhlobystins „Die Nachtigall, die Räuberin“
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Ivan Okhlobystins Drehbuch zu dieser Krimikomödie entstand 2008. Das Werk interpretiert Themen der russischen Nationalepen durch die Linse der Gesellschaftssatire neu. Im Mittelpunkt der Handlung steht der ehemalige Manager Sewastyan Solowjow, der sich bewusst zum populären Rächer und Symbol gnadenloser Rebellion wandelt.
Das Drehbuch wurde erfolgreich verfilmt. Ein gleichnamiger Film unter der Regie von Jegor Baranow erschien 2012, in dem der Autor selbst die Hauptrolle spielte. Der Film wurde von der Website „Laboratory of Science Fiction“ als „Bester Film des Jahres“ ausgezeichnet.
Dreiste Autobahnüberfälle
Die Ereignisse drehen sich um eine Reihe aufsehenerregender Verbrechen in der Moskauer Region. Im Büro von General Serenadow wird der Raub eines Polizeiwagens besprochen. Die Täter erbeuteten 100.000 Euro und töteten zwei Polizisten. Der Hauptverdächtige, Sewastyan Solowjow, schlägt eine kriminelle Laufbahn ein. Der Bezirkspolizist Anisim Petuschkow hegt eine offene Zuneigung zu Solowjow und versteht die Gründe für die öffentliche Beliebtheit dieses wagemutigen Verbrechers. Der General beauftragt eine Sonderkommission mit der Untersuchung des Falls.
Die Entstehung eines Bösewichts
Solovyov tilgt alle Spuren seiner Vergangenheit. Er verbrennt das gesamte Polizeiarchiv sowie Dokumente der Personalabteilung und von Bildungseinrichtungen und löscht so jegliche Informationen über seine Biografie. Solovyov tötet den Banditen Polja Grek wegen einer unbezahlten Restaurantrechnung. Der Bandit nimmt ihm seinen verkohlten Ledermantel und seine Mauser-Pistolen ab und befiehlt ihm, dem Ermordeten die Goldzähne zu ersetzen. Solovyov erklärt sich selbst zum Vollblutschurken.
Bildung einer kriminellen Gruppe
Eine treue Gefolgschaft schart sich um Solowjow. Solowjow dringt in die Oper ein, erschießt den Dirigenten und nimmt die Sängerin Isabella Jurjewna Papajani mit. Sie erhält den Spitznamen „Prima“ und beginnt, Bankangestellte zu erschießen. Der Bande schließen sich der ehemalige Buchhalter Alexander Woldarski, genannt „Debit“, und der Schmied Ignat Kriwenko, genannt „Molot“, an, der seine Feinde mit einem Vorschlaghammer niedermetzelt.
Untersuchung des Superagenten H7
Die Behörden beschließen, einen Geheimagenten mit dem Decknamen H7 anzuwerben, um die Bande auszuschalten. Der Major belehrt die Kadetten über Nightingales Gewohnheiten und bezeichnet ihn als einen neuen Verbrechertypus – „Homo russicus razboinicus“. Agent H7 beginnt, die Lage im Dorf Klyuyevo zu analysieren, indem er die Gespräche der Dorfbewohner belauscht. Er hört zufällig die schreckliche Geschichte eines kleinen Jungen über Moskauer Bosse, die Kindern die Herzen ausreißen, um Profit zu machen. H7 erkennt das Ausmaß der Unterstützung, die der Bandit in der Bevölkerung genießt.
Die waghalsigen Aktionen der Räuber
Die Bande terrorisiert weiterhin die Behörden. Schon bald erscheint Solovey persönlich auf der Polizeiwache, wo er früher gewohnt hat. Er bringt ein neues Foto für den Fahndungsaufruf mit, nimmt zwanzig Maschinengewehre aus dem Waffenlager und gibt dem diensthabenden Beamten als Andenken ein Autogramm.
Eskalation des bewaffneten Konflikts
Agent H7 infiltriert Solovyovs Gruppe und wechselt allmählich die Seiten. General Serenadov verliert die Geduld. Zweihundert reguläre Soldaten rücken auf Solovyovs Basis vor. Die Banditen sind im offenen Gelände völlig umzingelt. Die verliebte Kellnerin Zinochka schließt sich den wenigen Verteidigern an. Die Kräfteverhältnisse sind völlig ungleich.
Die letzte Schlacht mit der Armee
Der Angriff auf die Stellungen der Banditen beginnt. Die Soldaten, benommen von Benzindämpfen, starten einen Frontalangriff. Nightingale schwingt meisterhaft ein riesiges Beil, Molot spaltet Soldaten mit einem Vorschlaghammer die Köpfe, und der Überläufer H7 trägt Stiletts aus Chrom-Molybdän. Zinochka kämpft an der Seite ihrer Kameraden wie eine Löwin. Die Armee erleidet kolossale Verluste. Erst die vierte Angriffswelle kann die Verteidiger überwältigen.
Feuriger Schluss
General Serenadov jubelt über seinen bevorstehenden Sieg. Plötzlich hebt Solowjows Hand sich über die Menge der schreienden Soldaten, und der Deckel eines goldenen Feuerzeugs klickt laut. Ein gewaltiger Feuerwirbel erfasst Serenadov und die gesamte Einheit. Die offizielle Version der Banditenbiografie besagt, dass alle am Massaker Beteiligten getötet wurden. Prima wurde jedoch später lebend gesehen, verkleidet als Nonne. Debit verbüßt eine Haftstrafe wegen Raubes in Colorado.
Die Geburt einer neuen Legende
Ein seltsamer Aberglaube hat sich unter den Bewohnern der südöstlichen Moskauer Region eingebürgert. Am Vorabend des Kolchos-Arbeitertags erscheint um Mitternacht ein geisterhafter Mann auf der Landstraße auf einem dreirädrigen Motorrad. Der Fahrer, mit Goldzähnen, trägt einen verkohlten Ledermantel, und ein dreibeiniger Hund trottet treu hinter ihm her. Eine Begegnung mit dem Geist verheißt Russen mit mittlerem Einkommen unzweifelhaftes Glück. Wohlhabenden Wählern hingegen bringt eine solche Erscheinung Unglück.
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