„Nachträuber“ von Artur Makarov, Zusammenfassung
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Artur Makarows Kriminalroman erschien 1983. Das Buch hebt sich deutlich von der typischen sowjetischen Prosa ab. Angesiedelt in der geheimnisvollen Welt des internationalen Pelzhandels, enthüllt die Handlung auf fesselnde Weise die gefährlichen Geheimnisse des Exportgeschäfts und die zwielichtigen Machenschaften.
Diebstahl in einem Pelzlager
In Leningrad laufen die Vorbereitungen für eine internationale Pelzauktion. Ausländische Geschäftsleute begutachten Muster. Elegante Models präsentieren den ausländischen Gästen kostbare Pelze. Die schwedischen Geschäftsleute Edström und Lundqvist fahren mit ihrer Angestellten Elena Rusanova mit einem Motorboot die Bucht entlang. Die Aufmerksamkeit der Ausländer richtet sich auf eine große Lieferung wertvoller Pelze. Ein schwedischer Beamter weist Edström an, die Pelze illegal von einem vertrauenswürdigen Händler in Leningrad zu erwerben.
Die Ereignisse nehmen eine kriminelle Wendung. Nachts findet ein groß angelegter Raubüberfall im Lager des Allunionsverbandes „Sojuspuschnina“ statt. Die Täter setzen die komplexe Alarmanlage sorgfältig außer Kraft. Sie erbeuten fünftausend ausgewählte Marderfelle. Polizeioberstleutnant Tabolow trifft am Tatort ein. Im leeren Lager finden die Ermittler die Leiche eines unbekannten Mannes. Der Wachmann Markin ist verschwunden.
Das Außenhandelsministerium fordert die umgehende Rückführung der gestohlenen Ware. Die Marderlieferung war ausländischen Käufern im Vorfeld ausgeschrieben worden. Auktionsleiter Charlampiev hat öffentlich zugesagt, die Pelze zu versteigern. Ein Scheitern dieses bedeutenden Geschäfts würde dem Staat große Schande bringen.
Suche nach Verdächtigen
Tabolovs Ermittlerteam nimmt die Suche auf. Der Gerichtsmediziner Kostin identifiziert den Ermordeten. Es handelt sich um den mehrfach vorbestraften Dieb Shmelev, einen Kriminellen mit dem Spitznamen „Hummel“. Die Kommissare Tagantsev und Sagaradze sind seinem Komplizen auf der Spur.
Die Ermittler legten Zinaida Gogoleva in ihrer Wohnung einen Hinterhalt. Die Blondine versuchte, in einem Secondhandladen Marderfelle zu verkaufen. Die Polizei nahm den erfahrenen Verbrecher Alexei Cherenkov fest, der in der Unterwelt unter dem Spitznamen „Lyosha der Unverschämte“ bekannt war. Der Kriminelle sprang aus dem Fenster im zweiten Stock, doch Sagaradze holte ihn geschickt ein.
Während des Verhörs gesteht Tscherenkow. Er habe einen Pelz aus einem Regierungslager gestohlen. Ein Bekannter aus der Kneipe Priliw habe ihm den Fall vorgeschlagen. Dieser mysteriöse Bekannte entpuppt sich als der vermisste Wachmann Markin. Tscherenkow beteuert gegenüber den Ermittlern seine Unschuld an einem Mord mit Vorsatz. Er habe Schmelev bei der panischen Flucht mit der schweren Beute versehentlich gegen eine Ziegelmauer gestoßen.
Tabolov ordnet eine Untersuchung der Vergangenheit des verschwundenen Wachmanns an. Das Informationszentrum deckt ein schreckliches Geheimnis auf: Markins richtiger Name ist Grebennikov. Während des Krieges diente er den Besatzern. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe fälschte der Verräter einfach seine Papiere.
Geheiminspektor Pionier
Die Ermittler befragen alle Mitarbeiter von Sojuspuschnina. Sie versuchen, die Verbindungen und Motive jedes Einzelnen zu ermitteln. Der leitende Einkäufer Wladimir Barkow gerät unter Verdacht. Er hat direkten Zugang zum Firmengelände und steht in regelmäßigem Kontakt mit Ausländern. Barkows Lage verschlechtert sich rapide. Er findet eine Tasche mit gestohlenen Fellen im Kofferraum seines Wagens. Verängstigt bringt er die Felle zur Polizei.
Tabolov deckt eine raffinierte List auf. Die wahren Drahtzieher des Diebstahls versuchen, den Verdacht von sich abzulenken. Generalmajor Sacharow fordert die beschleunigte Festnahme Grebennikows. Der beste Inspektor, genannt „Pionier“, wird für die Geheimoperation rekrutiert.
Der Ermittler arbeitet unabhängig und gibt sich als Moskauer Journalist Viktor Schuwalow aus. Dieser nimmt an Pressekonferenzen teil und weicht geschickt den provokanten Fragen der amerikanischen Journalistin Barbara Crankshaw aus. Schuwalow verkehrt regelmäßig mit Models. Schon bald freundet er sich mit Elena Rusanowa an. Sie erzählt ihm von dem merkwürdigen Verhalten des Wachmanns am Tag vor dem Raubüberfall.
Den Organisator entlarven
Schuwalow observiert heimlich den Leiter der Werbeabteilung, Leonid Wasin. Dieser Beamte führt ein luxuriöses Leben und veranstaltet pompöse Feste. Wasin ist mit dem schönen Model Margarita liiert. Wie sich herausstellt, ist sie eine direkte Verwandte des flüchtigen Grebennikow. Dieser Zufall liefert dem Ermittler eine hervorragende Spur. Auf einer Modenschau wird Schuwalow Zeuge eines heftigen Streits zwischen einem Liebenden. Margarita gerät in Panik, als sie von Wasins bevorstehender Hochzeit mit der Tochter eines reichen Mannes erfährt.
Ein Journalist deckt Vasins raffinierten Plan auf. Der Werbefachmann hatte mit dem Schweden Edström vereinbart, alle Marder illegal zu verkaufen. Vasin persönlich sorgte dafür, dass Grebennikov als Wachmann eingestellt wurde. Der Beamte erpresste den alten Mann mit dessen Kriegsverbrechen. Der verängstigte Wachmann wurde gezwungen, einen nächtlichen Diebstahl zu organisieren.
Der finale Kampf findet in der Wohnung statt. Schuwalow ertappt Wasin beim Einpacken des gestohlenen Pelzes. Der Werbefachmann zieht eine Pistole, bereit, den Detektiv zu erschießen, der ihm im Weg steht. Doch plötzlich wirft sich Schuwalow Wasin zu Füßen und schlägt ihm die Waffe aus der Hand. Rusanowa stürmt ins Zimmer. Entsetzt beobachtet sie den brutalen Kampf. Wasin liegt schwer atmend inmitten von Scherben auf dem Boden.
Ergebnisse der Untersuchung
Die gestohlenen Pelze werden vollständig in staatliche Lagerhäuser zurückgebracht. Die besten Marder werden versteigert. Der skandalöse Ruf löst bei ausländischen Händlern einen regelrechten Kaufrausch aus. Die Preise für die Felle schnellen in astronomische Höhen.
Der verhaftete Wassin erwartet einen harten Prozess. Der korrupte Beamte zeigt keinerlei Reue. Stolz verteidigt er sein Recht auf ein Leben in Luxus. Schuwalow steckt seine Pistole ein und unterbricht Wasins Monolog. Der Inspektor prophezeit Wassin ein elendes Schicksal. Die Operation ist erfolgreich abgeschlossen – das kriminelle Netzwerk ist zerschlagen.
An diesem Abend kommt ein müder Schuwalow zu Rusanowa. Elena sitzt allein in dem schwach beleuchteten Büro. Der Kommissar bittet sie, bei ihr bleiben und sie nach Hause begleiten zu dürfen. Sie betrachtet ihren Besucher schweigend, ein sanftes Lächeln huscht über ihr müdes Gesicht.
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