Turandot von Carlo Gozzi, Zusammenfassung
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Carlo Gozzis tragikomische Erzählung wurde 1761 uraufgeführt. Der Autor verzichtete bewusst auf die für seine Werke typische theatralische Magie. Der Dramatiker wollte seinen strengen Kritikern beweisen, dass er das Publikum allein durch dramatische Spannung fesseln konnte. Drei Rätsel und die tödliche Gefahr, die über dem Helden schwebt, bilden eine packende Handlung. Im Zentrum der Geschichte stehen die eigensinnigen Charaktere und die Unwägbarkeiten des Schicksals.
Das Werk erlangte dank der großartigen Musik von Giacomo Puccini weltweite Berühmtheit. Der große italienische Komponist schuf die unsterbliche Oper gleichen Namens. Auf der russischen Bühne wurde der Text durch die Inszenierung des herausragenden Regisseurs Jewgeni Wachtangow bekannt. Dieser brachte die Oper 1922 unter großem Beifall auf die Bühne.
Erster Akt
Die Handlung beginnt mit einer grausamen Szene vor den hohen Stadttoren Pekings. Die abgetrennten Köpfe unglücklicher Prinzen sind auf eisernen Speeren aufgespießt. Der Nogai-Prinz Kalaf trifft inkognito in der fremden Hauptstadt ein. Der junge Mann begegnet zufällig seinem langjährigen Lehrer Barakh. Der alte Mann lebt seit vielen Jahren unter dem Namen des persischen Kaufmanns Hassan mit seiner Frau Skirina in Peking. Barakh ist von diesem Wiedersehen zutiefst erschüttert. Er hatte geglaubt, sein geliebter Schüler sei in einer grausamen Schlacht gefallen.
Calaf erzählt seinem Mentor die tragische Geschichte vom Untergang seiner mächtigen Familie. Sein Vater Timur, der König von Astrachan, verlor seinen rechtmäßigen Thron. Der skrupellose Sultan von Choresm riss die Macht gewaltsam an sich. Die Königsfamilie irrte lange Zeit in der Welt umher und erlitt großes Leid. Die Verbannten litten unter bitterem Hunger und ständiger Demütigung. Im Kaukasus wurden die Flüchtlinge von Banditen brutal ausgeraubt. Calaf bettelte vor den Moscheen in der Stadt Yaik. Später zog die Familie ins benachbarte Chorasan. Der junge Mann arbeitete als einfacher Arbeiter im Palast von König Heykobad. Nach der vollständigen Zerstörung Chorasans durch chinesische Truppen suchten die Flüchtlinge Zuflucht in der Stadt Berlas. Der dortige Herrscher Alingver schenkte Calaf ein Pferd und einen prall gefüllten Goldbeutel. Calaf war wegen des guten Soldes nach China gekommen. Der Prinz hoffte inständig, für seine alten, kranken Eltern sorgen zu können.
Barach warnt den jungen Mann eindringlich davor, die Hauptstadt zu betreten. Der alte Mann beschreibt ihm ausführlich das strenge Gesetz von Kaiser Altoum. Die Tochter des chinesischen Herrschers, die wunderschöne Prinzessin Turandot, hasst Männer zutiefst. Sie weigert sich kategorisch, jemanden zu heiraten. Die Prinzessin hat ein grausames Dekret erlassen lassen: Jeder Freier muss öffentlich drei komplizierte Rätsel lösen. Jeder Fehler wird mit der sofortigen Enthauptung bestraft.
In diesem angespannten Moment hallt die Stadt vom klagenden Klang der Trauertrommeln wider. Der Henker trägt stolz den frischen, blutigen Kopf des jungen Prinzen von Samarkand auf einer Pike. Der Erzieher des hingerichteten Bräutigams, der alte Ismail, weint laut und untröstlich. Wutentbrannt wirft der Mann ein Miniaturporträt der Prinzessin zu Boden. Calaf hebt das schöne Bild auf. Turandots makelloses Antlitz trifft den Prinzen mitten ins Herz. Der junge Mann ignoriert entschlossen Barakhs tränenreiche Bitten. Skirina verspricht, dem großen Gott Berginguzin ein reiches Opfer darzubringen, um den Wahnsinnigen zu retten. Calaf beschließt fest, sich unverzüglich dem tödlichen Wettstreit zu stellen.
Zweiter Akt
Die Bühne geht nahtlos in den großen Zeremoniensaal des Divans über. Hier sitzen angesehene chinesische Gelehrte. Die Minister Pantalone und Tartaglia diskutieren hitzig über das plötzliche Auftauchen eines neuen Draufgängers. Pantalones Sekretär äußert amüsiert seine Empörung über die Absurdität der lokalen, blutigen Gesetze. Kaiser Altoum zeigt aufrichtiges Mitgefühl für den gutaussehenden Jüngling. Der grauhaarige Herrscher bietet Calaf an, seinen gewaltigen Thron mit ihm zu teilen und für immer auf Risiken zu verzichten. Der Prinz lehnt respektvoll, aber entschieden ab. Der kühne Held fordert den sofortigen Tod oder die Hand der schönen, stolzen Frau. Tartaglia verliest lautstark das Dekret.
Unter den feierlichen Klängen eines Marsches betritt Turandot die Halle. Gehorsam wird sie von ihren treuen Sklavinnen Adelma und Zelima begleitet. Die Prinzessin bittet Calaf, sich zurückzuziehen, und verspricht ihm gnädig, keine tödlichen Fragen zu stellen. Der junge Mann beharrt jedoch hartnäckig darauf, sich strikt an die strengen Bedingungen zu halten. Langsam und bedächtig rezitiert Turandot drei schwierige Rätsel. Die Antwort auf das erste Rätsel, das von einem ewigen, strahlenden Reisenden handelt, ist das Wort „Sonne“. Das zweite Rätsel erzählt von einem uralten, riesigen Baum mit weißen und schwarzen Blättern. Dieses philosophische Rätsel wird selbstbewusst mit dem Wort „Jahr“ gelöst. Das dritte Rätsel beschreibt poetisch ein wundersames geflügeltes Wesen. Dieses wundersame, mächtige Wesen bezwingt kühn das tobende Meer und das feste Land. Calaf gibt selbstsicher die richtige Antwort: „Der Löwe von Hadria.“
Der glänzende Sieg des jungen Mannes löst beim Kaiser überschwängliche Freude und bei der Prinzessin tiefes Entsetzen aus. Die in Ungnade gefallene Turandot fällt ohnmächtig auf den Thron. Als sie wieder zu sich kommt, fordert sie wütend neue Prüfungen. Altoum weist seine eigene Tochter entschieden zurück. Der Herrscher ordnet streng die Vorbereitungen für eine sofortige Hochzeit an. Calaf ist von den bitteren Tränen seiner Geliebten tief berührt. Der Sieger beschließt, ein edles Zugeständnis zu machen. Er bietet der Divan-Versammlung ein faires Angebot an. Der Prinz stellt ein einziges Rätsel: Die Prinzessin muss vor der nächsten Morgensitzung des Divans seinen wahren Namen und den seines Vaters nennen. Eine richtige Antwort bedeutet Calafs sicheren Tod. Ein Fehler zwingt Turandot, sich der Hochzeit widerspruchslos zu fügen. Altoum akzeptiert widerwillig diese neuen Bedingungen.
Dritter Akt
Die Ereignisse des dritten Akts spielen sich in den prunkvollen Gemächern des Frauenserails ab. Die geliebte Sklavin Adelma leidet schwer unter einem inneren Konflikt. Seit Calafs Tagen der Zwangsarbeit in Khorasan ist sie heimlich in ihn verliebt. Die Prinzessin plant listig, die wahre Identität der Fremden zu erfahren, um sich selbst aus der schändlichen Sklaverei zu befreien. Turandot hingegen leidet unter ihrem verletzten weiblichen Stolz. Die treue Zelima schlägt ihrer Herrin naiv vor, dringend eine Wahrsagerin auf der Straße aufzusuchen. Die Prinzessin weist die billige Scharlatanerie mit tiefer Empörung zurück.
Die angespannte Lage wird durch Skirinas unerwarteten Besuch erheblich verschärft. Die törichte Frau berichtet Zelima freudig von dem glorreichen Sieg ihres Pächters. Skirina lässt dabei versehentlich durchblicken, dass ihr Mann den Prinzen schon lange kennt. Der listige Oberste der Palasteunuchen, Truffaldino, belauscht das Gespräch aufmerksam. Ein Diener organisiert umgehend eine Razzia. Bewaffnete Wachen ergreifen Barakh und den grauhaarigen alten Mann Timur grob. Der abgesetzte Zar von Astrachan ist soeben heimlich in Peking eingetroffen. Der alte Mann hatte kaum Zeit, seinem treuen Diener vom Tod seiner Frau Elmaza zu berichten. Die Eunuchen zerren die sich widersetzenden Gefangenen gewaltsam in das düstere Kerker des Palastes. Auf Befehl des Kaisers postiert Minister Brighella verstärkte Militärwachen vor den hohen Türen von Calafs Schlafzimmer.
Vierter Akt
Spät in der Nacht führt Turandot in einem geräumigen Atrium mit hohen Säulen ein brutales, geheimes Verhör von Barakh und Timur durch. Auf einem großen Tisch liegt ein riesiger Haufen glitzernder Goldmünzen. Die Prinzessin verspricht den Gefangenen unermesslichen Reichtum im Austausch für die nötigen Informationen. Nachdem die Männer entschieden ablehnen, droht das Mädchen wütend, die alten Männer mit schweren Ruten zu schlagen. Die Gefangenen bewahren standhaftes Schweigen. Adelma unterbricht die blutige Folter gerade noch rechtzeitig. Das listige Mädchen schwört ihrer Herrin, das große Geheimnis mit List und Tücke zu ergründen.
In diesem beunruhigenden Moment erscheint der alte Kaiser Altoum. Der weise Herrscher verkündet seiner Tochter freudig die frohe Botschaft. Er habe den geheimen Boten aus Übersee geschickt abgefangen und mit absoluter Gewissheit die wahren Identitäten des Prinzen und des Königs erfahren. Altoum weigert sich entschieden, dieses Geheimnis der eigensinnigen Turandot zu verraten. Der Herrscher fordert die stolze Frau auf, sich freiwillig zu ergeben. Doch das Mädchen beschließt stur, auf Adelmas baldige Rückkehr zu warten.
Die Handlung verlagert sich in Calafs stilles Schlafzimmer. Der erschöpfte Held wird nachts einer Reihe heimtückischer Provokationen ausgesetzt. Zuerst betritt Skirina, in der Uniform eines anderen Soldaten, sein Zimmer. Die Frau bittet den Prinzen inständig, eine kurze Nachricht für den weinenden Timur zu unterschreiben. Calaf weigert sich klugerweise, seinen Namen auf dem Zettel zu hinterlassen. Dann erscheint Zelima. Das Sklavenmädchen überbringt eine falsche, versöhnliche Nachricht ihrer Herrin. Die Botin bittet um Namen als Zeichen gegenseitigen Vertrauens. Der Prinz schickt das Mädchen kalt und unverrichteter Dinge fort. Der komische Eunuch Truffaldino legt vorsichtig eine wundersame Alraunenwurzel unter den Kopf des tief schlafenden Calaf. Der Eunuch deutet die willkürlichen Bewegungen des Schlafenden auf absurde Weise. Der Narr geht, fest davon überzeugt, die Buchstaben des so wichtigen Namens entziffert zu haben.
Adelma betritt als Letzte den Raum. Kühn enthüllt das Mädchen ihr schönes Gesicht. Leidenschaftlich gesteht sie ihrem Geliebten ihre hochadelige Herkunft. Die Sklavin war die legitime Tochter des mächtigen Khorasan-Königs Heikobad. Das Mädchen erschreckt den Prinzen mit einer schrecklichen, erfundenen Nachricht: Turandot habe angeblich Attentäter befohlen, den jungen Mann im Morgengrauen zu töten. Adelma schlägt Calaf leidenschaftlich vor, sofort mit ihr zu fliehen. Die Prinzessin verspricht unermessliches Gold und verlässliche militärische Unterstützung vom Berlas-König Alingver. Der junge Mann lehnt den Fluchtplan kategorisch ab. Der tapfere Held zieht es vor, ehrenvoll durch die Hand seiner grausamen Geliebten zu sterben. In einem Anfall von Liebeskummer ruft Calaf laut seinen wahren Namen und den Namen des alten Timur aus. Adelma jubelt innerlich. Das gehütete Staatsgeheimnis ist endlich in ihren Händen.
Fünfter Akt
Früh am Morgen versammeln sich die Weisen erneut feierlich im großen Saal des Diwan. Der geschmückte Altar für die Hochzeit ist bereits vollständig vorbereitet. Der gütige Kaiser erwartet eine freudige, prunkvolle Hochzeit. Plötzlich erscheint Turandot in strenger schwarzer Trauerkleidung. Auch das gesamte Hofvolk ist in tiefe Trauer gehüllt. Die Prinzessin verspottet den schweigenden Calaf. Laut verkündet das Mädchen die Namen des nogaischen Prinzen und des Herrschers von Astrachan.
Calaf ist von dem Urteil zutiefst erschüttert. Blitzschnell zieht der junge Mann einen scharfen Dolch. Der verliebte Held will sich verzweifelt in die Brust stechen. Unerwartet eilt Turandot zu dem Prinzen und hält seine Hand fest. Das Mädchen gesteht ihm öffentlich ihre glühende Liebe. Die Prinzessin erklärt ehrlich, ihr Sieg sei völlig ungerecht gewesen. Die Herrin habe die Namen nur durch den niederträchtigen Verrat einer Sklavin erfahren. Adelma erkennt augenblicklich den endgültigen Zusammenbruch ihrer heimlichen Liebeshoffnungen. In blinder Wut entreißt die Prinzessin Calaf den Dolch. Das Mädchen versucht entschlossen, sich das Leben zu nehmen. Dem jungen Mann gelingt es gerade noch, ihm die Klinge mit Gewalt zu entreißen.
Die Ereignisse überschlagen sich. Calaf bittet den Kaiser inständig, Adelma gnädig zu vergeben. Altoum erfüllt dem Prinzen bereitwillig seinen Wunsch. Der Herrscher gibt der Prinzessin großzügig ihr rechtmäßiges, reiches Königreich Khorasan zurück.
Der Kaiser überreicht Calaf feierlich einen wichtigen offiziellen Brief. Der unerwartete Tod des grausamen Usurpators von Choresm wird bekanntgegeben. Der Tyrann wurde von seinen eigenen rebellischen Vasallen schmählich ermordet. Der astrachanische Thron ist nun völlig vakant. Der rechtmäßige Herrscher kann sicher in seine Heimat zurückkehren. Der alte Timur erlangt seine lang ersehnte Freiheit zurück. Das prachtvolle Märchen endet glücklich mit Turandots ergreifender Rede an die Anwesenden. Das Mädchen bittet demütig alle anwesenden Männer um Vergebung für ihre vergangene sinnlose Grausamkeit. Die Prinzessin nimmt die große Liebe des tapferen Calaf aufrichtig und freudig an.
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