„Telegramm aus der anderen Welt“ von den Vainer-Brüdern, Zusammenfassung
Automatische übersetzen
Dieses Buch ist ein tiefgründiger psychologischer Kriminalroman, geschrieben 1986 von Arkady und Georgy Vainer. Die Geschichte gehört zur bekannten Reihe um den Ermittler Tichonow. Im Mittelpunkt der Handlung steht der moralische Verfall der Gesellschaft, nicht ein blutiges Verbrechen. Die Autoren zeigen, wie ein gewöhnliches Stück Papier zur Waffe eines kaltblütigen Mordes wird. Das Werk lotet die Grenzen des menschlichen Gewissens und der Gleichgültigkeit aus.
Die Geschichte der verhängnisvollen Depesche wurde 2016 erfolgreich verfilmt. Die achte Folge der russischen Fernsehserie „Ermittler Tichonow“ basiert auf dieser Geschichte.
Der Tod eines alten Lehrers
Der Moskauer Kriminalbeamte Stanislaw Tichonow wird durch einen Anruf geweckt. Zuvor hatte er einen lebhaften Traum von Levitation und Telekinese. Sein Gefühl der Allmacht verfliegt abrupt. Larisa, die Tochter seines ehemaligen Lehrers Nikolai Iwanowitsch Korostylew, berichtet unter Tränen vom Tod ihres Vaters. Der 73-Jährige starb an einem Herzinfarkt. „Er wurde getötet“, wiederholt sie ins Telefon. Tichonow reist mit seiner Freundin Galja in die Stadt Rusajewo bei Moskau. Der Beamte erlebt tiefe Trauer über den Verlust. Viele Jahre lang war Korostylew ihm wie ein Vater gewesen und hatte ihm die grundlegenden Wahrheiten des Lebens gelehrt.
Der Ermittler trifft nach der Beerdigung in Ruzajewo ein. Auf dem Friedhof begegnet er der jungen Lehrerin Nadja Woronzowa, die neben Korostylew wohnte. Nadja übergibt Tichonow ein Telegramm. Der alte Mann hatte es am Vortag erhalten. Darin stand, dass Korostylews Tochter, sein Schwiegersohn und seine Enkelkinder bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren. Nach dem Lesen dieser schrecklichen Nachricht starb der kranke Veteran an einem Herzinfarkt. Tichonow erkennt sofort die böswillige Absicht dahinter. Er ist entschlossen, den Absender des tödlichen Briefes zu finden.
Schulintrigen
Eine bunte Menschenmenge versammelt sich zur Totenwache. Tichonow beobachtet die Gäste aufmerksam. Ihm fällt eine bedrückende Entfremdung und eine unterschwellige Spannung auf, die die stellvertretende Schulleiterin, Jekaterina Sergejewna Wichot, umgibt. Der Ermittler geht mit dem Schulleiter, Ojuschminald Butow, eine Zigarette rauchen. Butow ist ein gutmütiger, aber willensschwacher Mathematiker von herausragender Statur. Er überredet den Detektiv, keinen Aufruhr zu verursachen und keine offizielle Untersuchung einzuleiten. Der Schulleiter fürchtet, den Ruf der Schule durch einen Skandal zu schädigen. Tichonow weigert sich kategorisch, das Verbrechen zu vertuschen. Er will denjenigen identifizieren, der die niederträchtige Verfolgung der alten Lehrerin inszeniert hat.
Tichonow kontaktiert die örtliche Polizeidienststelle. Der stellvertretende Leiter der Ermittlungsabteilung, Hauptmann Zazarenj, antwortet mit tiefer Bassstimme und weigert sich, ein Strafverfahren einzuleiten. Zazarenj beruft sich auf das Gesetz und argumentiert, es sei unmöglich, Mordabsicht nachzuweisen. Der örtliche Kriminalbeamte fürchtet schlichtweg, die Kriminalstatistik der Stadt durch einen aussichtslosen, ungelösten Fall zu verfälschen. Er entkräftet Zazarenjs Argumente mit juristischen Bestimmungen und beschließt, eine inoffizielle Untersuchung durchzuführen. Er ruft Konowalow, den diensthabenden Beamten der Moskauer Kriminalpolizei, an und fragt nach Einzelheiten des Einsatzes. Kurz darauf trifft eine Antwort aus der Region Woronesch ein. Das gefälschte Formular wurde in der Kleinstadt Mamonowo ausgefüllt.
Suche nach Beweisen und Motiven
Die Moskauer Polizei meldet die Beschreibung des Absenders des Telegramms. Die Nachricht stammte von einem unbekannten jungen blonden Mann in einem grauen Anzug. Tichonow ist sich einer telefonischen Verbindung zwischen dem Auftragsmörder Mamonow und dem Auftraggeber in Rusajewo sicher. Zusammen mit Nadja Woronzowa prüft er die Belege des örtlichen Callcenters. Ein befreundeter Telefonist findet die benötigten Belege. Es stellt sich heraus, dass jemand zwei Ferngespräche nach Urjupino geführt hat. Die Anrufe wurden von einem Telefon im Sekretariat der Schule aus getätigt. Der Kreis der Verdächtigen grenzt sich schnell auf die Lehrer der Schule und deren engste Familienangehörige ein.
Der Ermittler befragt den jungen Physiklehrer Aljoscha Suchow und den örtlichen Mechaniker Konstantin Saltykow. Unterschiedliche Fakten fügen sich zu einem klaren Motiv zusammen. Nikolai Iwanowitsch Korostylew hatte sich kategorisch geweigert, der Zehntklässlerin Nastja Saltykowa eine ausreichende Note zu geben. Der alte Mann hielt das Mädchen für oberflächlich und zynisch und wollte ihr den Besuch des Lehrerseminars verwehren. Korostylew fürchtete, die Ausbildung seiner zukünftigen Kinder einem solchen Mann anzuvertrauen. Aufgrund der unnachgiebigen Haltung des alten Lehrers konnte Nastja ihre Abschlussprüfungen nicht ablegen. Die Lösung des Problems lag in der Unnachgiebigkeit des alten Lehrers.
Die Mutter eines schwierigen Schülers, Klavdiya Saltykova, arbeitet als Direktorin des örtlichen Handelshauses. Diese resolute Frau übt enormen Einfluss in der Stadt aus. Sie ist es gewohnt, Probleme mit Bestechung und knappen Gütern zu lösen. Klavdiya ist mit dem stellvertretenden Schulleiter Vikhot befreundet. Beide Frauen hegen seit Langem einen Groll gegen den geradlinigen Korostylev. Der stellvertretende Schulleiter warnte Klavdiya unumwunden, dass der sture alte Mann weder zu überreden noch zu bestechen sei. Der Detektiv besucht Saltykovas luxuriös eingerichtete Wohnung. Die Schulleiterin ist trotzig, droht Tikhonov mit einer Beschwerde und zeigt völlige Verachtung für den Verstorbenen.
Unterdessen spitzt sich Tichonows langjähriger Konflikt mit Galja zu. Galja versteht Tichonows Besessenheit von seinen Ermittlungen überhaupt nicht. Sie schlendert durch die Stadt und trifft zufällig auf Wichot und Saltykowa. Die einflussreiche Schulleiterin verkauft Galja kurzerhand einen teuren importierten Anzug unter der Ladentheke. Tichonow ist über dieses versteckte Bestechungsangebot außer sich. Er zwingt Galja barsch, die Kleidung zurückzubringen. Am Abend setzt der Ermittler seine gekränkte Begleiterin in einen Bus und schickt sie nach Moskau. Auch Korostylevs Schwiegersohn, der erfolgreiche Diplomat Wladilen, weigert sich, Tichonow zu unterstützen und bereitet seine Abreise vor.
Die Kriminellen entlarven
Tichonow analysiert die gesammelten Daten. Dabei fällt ihm Klawdijas Partner auf, ein junger Mann namens Pjotr Esakow. Dieser war früher Sportlehrer, wurde aber von Korostylew entlassen, weil er ein Kind brutal geschlagen hatte. Der örtliche Polizeichef, Oberstleutnant Worobjow, der gerade von einer Geschäftsreise zurückgekehrt ist, eilt Tichonow zu Hilfe. Die Beamten stellen Esakow auf der Straße. Worobjow berichtet, dass die Polizei von Uryupinsk den Absender des Telegramms bereits festgenommen hat. Es stellt sich heraus, dass es sich um Esakows alten Fußballfreund Pelech handelt. Vor vielen Jahren waren die beiden Sportler wegen Spielmanipulation aus der Mannschaft geworfen worden.
Das Motiv der Verbrecher erwies sich als zynisch und primitiv. Saltykowa und Esakow hatten nicht die Absicht, den alten Mann zu töten. Sie wollten Korostylew lediglich mit einem vorgetäuschten Unfall erschrecken und ihn für einige Tage aus der Stadt locken. Ohne die Anwesenheit des Veteranen ließ der Lehrerrat Nastja Saltykowa stillschweigend und zügig zu den Prüfungen zu. Oberstleutnant Worobjow erläutert dem zitternden Esakow eindringlich den Begriff der bedingten Absicht. Die Komplizen mussten die fatalen Folgen ihrer schrecklichen Täuschung für den kranken, kriegsversehrten Veteranen vorhersehen. Der Polizeichef verspricht, alle Angeklagten vor Gericht zu bringen.
Das Vermächtnis von Kolumbus
Vor seiner Abreise besucht Tichonow Nastja Saltykowa. Das Mädchen empfängt ihn feindselig, doch bald erliegt sie der Schwere der Wahrheit. Der Ermittler drängt Nastja, zu ihrem ehrlichen Stiefvater Konstantin zu ziehen und ein neues Leben zu beginnen. Er erzählt der Schülerin vom „Kolumbus-Testament“. Korostylev hatte seinen Schülern dieses vergilbte Pergament oft gezeigt. Die Kernaussage dieses alten Dokuments lässt sich auf eine einfache Regel reduzieren: Ein Menschenleben ist genau so viel wert wie die guten Taten, die es für andere vollbracht hat. Nastja beginnt bitterlich zu weinen und erkennt schließlich ihre Schuld am Tod ihres Lehrers.
Die stellvertretende Schulleiterin Vikhot bereut zutiefst ihre Feigheit. Weinend sitzt sie im Sekretariat und erinnert sich an ihre Vergangenheit mit Klavdiya. Die stellvertretende Schulleiterin gibt zu, dass schnelles Geld und Nachsicht die Seele ihrer Freundin völlig zerstört haben. Tikhonov nimmt Korostylevs verwaisten Hund Bars bei sich auf. Der Ermittler bewahrt Columbus’ Testament auf Lebenszeit auf und verspricht Nadya Vorontsova, dass er ganz bestimmt wiederkommen wird. Der Detektiv rast die nächtliche Autobahn entlang nach Moskau. Die ganze Zeit wiederholt er in Gedanken die unsterblichen humanistischen Lehren seines alten Mentors.
- Die Tretjakow-Galerie präsentierte eine Ausstellung von Fedor Rokotov. berühmter russischer Porträtmeister
- Ein Monat jenseits des Rubikon von Sergei Lukyanenko, Zusammenfassung
- „Das Testament des Kolumbus“ von Arkady und Georgy Vainer, Zusammenfassung
- Der erste Spielfilm über Harms unter der Regie von Ivan Bolotnikov nahm am Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals in China teil
- Ausstellung "Godunov. Hinter den Kulissen"
- "Tag der Aktivität" - das belarussische Kunstmuseum wurde zur Werkstatt!
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?