Sir Joshua Reynolds – Self-Portrait as a Deaf Man Tate Britain (London)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Tate Britain – Sir Joshua Reynolds - Self-Portrait as a Deaf Man
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Mann trägt einen tiefroten Kasack mit goldenen Knöpfen, der durch sein weißes Rüschenhemd hervorgehoben wird. Die Kleidung wirkt prächtig, doch gleichzeitig auch etwas abgenutzt, was eine gewisse Bodenständigkeit suggeriert. Bemerkenswert ist die Geste seiner rechten Hand: Er legt sie an sein Ohr, als ob er versucht, Geräusche wahrzunehmen, die ihm entgehen. Diese Handlung ist das zentrale Element des Bildes und deutet auf einen Verlust des Hörvermögens hin.
Der Hintergrund ist dunkel gehalten, fast vollständig schwarz, was die Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Figur lenkt. Die Dunkelheit verstärkt zudem die introspektive Stimmung des Porträts. Der Künstler hat mit einer lockeren Pinselführung gearbeitet, besonders deutlich wird dies in der Darstellung der Haare und der Kleidung. Diese Technik verleiht dem Bild eine gewisse Lebendigkeit und Dynamik.
Neben der offensichtlichen Darstellung eines Mannes, der sein Gehör verliert, lassen sich auch subtile Subtexte erkennen. Die Geste des Abhörens könnte als Metapher für die Isolation und das Unverständnis interpretiert werden, denen ein Mensch aufgrund seiner Behinderung ausgesetzt ist. Gleichzeitig kann sie aber auch als Ausdruck einer inneren Suche nach Klarheit und Verständnis verstanden werden. Der Blick des Mannes, der den Betrachter direkt ansieht, scheint eine stille Frage zu stellen: Kannst du mich verstehen?
Das Porträt wirkt insgesamt wie ein tiefgründiges Selbststudium, das nicht nur die äußere Erscheinung des Künstlers festhält, sondern auch seine innere Verfassung und seine Auseinandersetzung mit dem Verlust eines wichtigen Sinnes. Es ist eine Darstellung von Würde, Melancholie und der Suche nach Verbindung in einer Welt, die zunehmend stiller wird.