Self 1. 1887 Valentin Serov (1865-1911)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Valentin Serov – Self 1. 1887
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Das Gesicht der abgebildeten Person ist von einem dichten, ungepflegten Bart umgeben, der mit kurzen, wirbelnden Strichen wiedergegeben wird. Die Augen sind intensiv und blicken direkt den Betrachter an. Ein leichtes Lächeln umspielt die Lippen, das aber eher einen Eindruck von Nachdenklichkeit oder Melancholie vermittelt als von Freude. Die Gesichtszüge sind markant und wirken fast schon grob skizziert, was die Intensität des Ausdrucks verstärkt.
Die Haare sind ebenfalls mit kurzen, schnellen Strichen gezeichnet und wirken zerzaust, was zum Gesamtbild der Ungezwungenheit beiträgt. Der Hals und die Schultern sind nur angedeutet, wodurch die Aufmerksamkeit noch stärker auf das Gesicht gelenkt wird.
Die Farbgebung ist monochrom und besteht ausschließlich aus Grautönen, was die Zeichnung zusätzlich düster und introspektiv wirken lässt. Die Licht- und Schatteneffekte sind durch die dichten Schraffuren und die unterschiedliche Strichstärke erzeugt, wodurch eine gewisse Plastizität entsteht.
Der Eindruck, der sich dem Betrachter aufdrängt, ist der einer tiefen Selbstreflexion. Die direkte Blickrichtung und der nachdenkliche Ausdruck lassen vermuten, dass die abgebildete Person in einen inneren Dialog vertieft ist. Die Unvollkommenheit der Darstellung, die durch die Bleistiftzeichnung bedingt ist, verstärkt den Eindruck von Authentizität und Verletzlichkeit. Hier scheint es nicht um eine idealisierte Darstellung zu gehen, sondern um eine ehrliche, ungeschönte Momentaufnahme des Selbst. Die Zeichnung vermittelt ein Gefühl von Intimität und Verletzlichkeit, als würde der Betrachter Zeuge eines persönlichen Augenblicks werden.