1949 Enfant au cheval Е roulettes Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1943-1961
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Pablo Picasso Period of creation: 1943-1961 – 1949 Enfant au cheval Е roulettes
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Im Vordergrund befindet sich ein Kind, dessen Gesicht durch eine ausdrucksstarke, fast maskenhafte Darstellung gekennzeichnet ist. Die Augen sind weit aufgerissen, der Mund zu einem kleinen, fast unmerklichen Lächeln geformt. Die Frisur des Kindes, eine dunkle, wallende Masse, rahmt das Gesicht ein und verleiht ihm eine gewisse Dramatik. Die Kleidung, ein kariertes Muster auf weißem Grund, wirkt beinahe wie ein Kostüm, das die kindliche Identität unterstreicht.
Das Pferd, das das Kind zu reiten scheint, ist ebenfalls in einem stilisierten, kubistischen Stil dargestellt. Die Proportionen sind verzerrt, die Form abstrahiert, was dem Tier eine gewisse Unheimlichkeit verleiht. Es wirkt weniger wie ein lebendiges Tier und mehr wie ein Spielzeug, eine Konstruktion. Die Rollen unter dem Pferd unterstreichen diese spielzeugartige Qualität und lenken gleichzeitig von der traditionellen Vorstellung vom Reiten ab.
Der Hintergrund des Bildes ist in rote und blaue Farbflächen unterteilt, die durch schwarze Linien voneinander abgegrenzt sind. Auf einer erhöhten Ebene befindet sich ein Tisch mit einem runden Gefäß und einem quadratischen Objekt, die wie zufällige Elemente wirken, aber möglicherweise eine weitere Ebene der Symbolik hinzufügen. Die roten Flächen erzeugen eine gewisse Intensität und Leidenschaft, während die blauen Flächen für eine gewisse Distanz und Melancholie sorgen.
Die Kombination aus kindlicher Unschuld und kubistischer Abstraktion erzeugt einen subtilen Konflikt. Es ist möglich, dass das Bild eine Auseinandersetzung mit der Kindheit als idealisierter Vorstellung darstellt. Die verzerrten Formen und die unnatürlichen Farben könnten die Brüchigkeit dieser Vorstellung widerspiegeln. Darüber hinaus könnte die Darstellung des Kindes als fast maskenhaft eine Ahnung von der Verletzlichkeit und dem Verlust der Unschuld in der Nachkriegszeit andeuten.
Die Szene lässt Raum für Interpretationen. Ist es ein Spiel, eine Flucht vor der Realität, oder eine Auseinandersetzung mit der Identität? Die Abstraktion der Formen und die Verwendung von Symbolen ermöglichen es dem Betrachter, seine eigenen Bedeutungen in das Bild zu projizieren und eine persönliche Verbindung zu der dargestellten Szene herzustellen. Die scheinbare Einfachheit der Darstellung birgt eine tiefe Komplexität, die zum Nachdenken anregt.