1938 La coiffure Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1931-1942
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Pablo Picasso Period of creation: 1931-1942 – 1938 La coiffure
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Kopf wird von einer Hand mit einem Haarkamm berührt. Diese Geste scheint weniger eine alltägliche Handlung darzustellen als vielmehr ein Eingriff, eine Manipulation. Die Darstellung der Hand ist grob und fast aggressiv, was die Intimität des Moments untergräbt.
Besonders auffällig sind die Augen. Der dargestellten Frau sind ungewöhnlicherweise drei Augen zu sehen, was einen Eindruck von Verwirrung, Überforderung oder gar einem voyeuristischen Blick suggeriert. Die überzeichneten Augenbrauen verstärken diesen Ausdruck zusätzlich. Die Form des Gesichts ist langgezogen und kantig, die Nase wirkt spitz und fast schnabelartig. Diese Merkmale tragen zur Unruhe und zum beklemmenden Charakter der Darstellung bei.
Es liegt nahe, in diesem Werk eine Auseinandersetzung mit dem Thema Identität und Selbstwahrnehmung zu sehen. Die Verzerrungen des Gesichts könnten als Metapher für die Brüchigkeit der menschlichen Psyche oder die Manipulation von Bildern und Realitäten interpretiert werden. Die Haarkamm-Geste könnte als Symbol für gesellschaftliche Konventionen, Erwartungen an das weibliche Erscheinungsbild oder gar eine Form der Kontrolle gelesen werden. Die drei Augen könnten zudem auf eine übersteigerte Wahrnehmung oder ein Gefühl des Überwachtwerdens hindeuten.
Insgesamt erzeugt die Malerei einen Eindruck von Unbehagen und psychischer Anspannung. Der Betrachter wird mit einem verstörenden Bild konfrontiert, das mehr Fragen aufwirft als es beantwortet. Die Subtexte deuten auf eine kritische Reflexion über gesellschaftliche Normen, Identität und die Darstellung des Weiblichen hin.