1916 LРgyptien1 Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1908-1918
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Pablo Picasso Period of creation: 1908-1918 – 1916 LРgyptien1
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Farbgebung ist auffällig und kontrastreich. Ein dominantes Blau füllt den Hintergrund, während Rot- und Brauntöne die Figur selbst prägen. Diese Farbkontraste verstärken die Fragmentierung und die geometrische Struktur des Bildes. Ein Gelbton findet sich am unteren Rand des Bildes und in einem horizontalen Streifen oben.
Das Gesicht der dargestellten Frau ist reduziert auf wenige, stilisierte Züge. Die Augen sind groß und oval, der Mund ein schmaler, dunkler Strich. Das Haar wird durch kleine, punktförmige Elemente angedeutet, die an die dekorativen Muster in der ägyptischen Kunst erinnern.
Die Form der Figur ist durch eckige und trapezförmige Elemente gebrochen. Diese Fragmentierung lässt die Figur gleichzeitig präsent und ungreifbar erscheinen. Sie wird zu einer Ansammlung von Formen, die jedoch durch ihre Anordnung eine erkennbare menschliche Gestalt bilden.
Es liegt die Vermutung nahe, dass der Künstler hier nicht primär an einer realistischen Darstellung interessiert war, sondern an der Erforschung der Form und Struktur des menschlichen Körpers. Die Anspielungen auf die ägyptische Kunst deuten auf eine Auseinandersetzung mit einer Kultur hin, die sich ebenfalls der Vereinfachung und Idealisierung der menschlichen Figur bedient hat.
Ein möglicher Subtext könnte die Thematik der Entfremdung und der Zerrissenheit der Moderne sein. Die Fragmentierung des Körpers spiegelt möglicherweise die Zerrissenheit der menschlichen Existenz im Angesicht gesellschaftlicher und politischer Umwälzungen wider. Gleichzeitig könnte die Anlehnung an die ägyptische Kunst eine Suche nach zeitlosen Formen und universellen Werten darstellen. Die stille, frontale Pose der Figur strahlt eine gewisse Würde und Unberührbarkeit aus, die im Kontrast zu ihrer fragmentierten Darstellung steht.