1917 Compotier Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1908-1918
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Pablo Picasso Period of creation: 1908-1918 – 1917 Compotier
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Formen sind stark geometrisch und fragmentiert. Die Schale selbst ist in mehrere sich überlappende, unregelmäßige Flächen zerlegt, die nicht den traditionellen Vorstellung einer geschwungenen Form entsprechen. Die Früchte, die darin liegen, sind ebenfalls auf ähnliche Weise behandelt – ihre Konturen verschwimmen und werden in abstrakte Formen zerlegt. Einige erinnern an Birnen, andere an Zitrusfrüchte, doch ihre Identität ist nicht eindeutig. Ein kleiner Farbklecks in Violett deutet auf eine Gruppe von Trauben hin, die lose in der Komposition angeordnet sind.
Der Sockel, der die Schale trägt, ist ebenso abstrahiert dargestellt. Er besteht aus mehreren miteinander verbundenen, scharfkantigen Formen, die durch dunkle Linien voneinander abgegrenzt sind. Die Anordnung wirkt beiläufig, aber gleichzeitig sorgfältig komponiert.
Die Darstellung suggeriert keine Illusion von Tiefe oder Perspektive. Stattdessen werden die einzelnen Elemente nebeneinander angeordnet, fast wie auf einer Collage. Es entsteht der Eindruck einer Dekonstruktion der Realität, einer Auflösung der traditionellen Darstellung von Form und Raum.
Möglicherweise liegt in dieser Fragmentierung eine Reflexion über die Zerrissenheit der Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Die zerbrochenen Formen könnten die Zerstörung und den Verlust symbolisieren, während die gedämpfte Farbpalette eine Atmosphäre der Melancholie und des Bedrückten vermittelt. Gleichzeitig kann die Komposition aber auch als eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Abstraktion und der neuen Formen der Darstellung verstanden werden, die sich im frühen 20. Jahrhundert entwickelten. Es ist ein Versuch, die Welt nicht mehr als eine sinnliche Erfahrung, sondern als ein Zusammenspiel von Formen und Farben wahrzunehmen. Die Abwesenheit von emotionalen oder narrativen Hinweisen lässt den Betrachter mit der formalen Struktur des Werkes allein.