1896 Autoportrait en gentilhomme du XVIIIe siКcle Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1889-1907
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Pablo Picasso Period of creation: 1889-1907 – 1896 Autoportrait en gentilhomme du XVIIIe siКcle
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Der Mann trägt eine aufwendige, weiße Perücke, typisch für die Mode des 18. Jahrhunderts, die seinen Kopf fast vollständig umschließt. Diese Wahl des äußeren Erscheinungsbildes lässt auf eine bewusste Inszenierung schließen, eine Auseinandersetzung mit der Ästhetik einer vergangenen Epoche. Das weiße Gewebe der Perücke wirkt fast skulptural, kontrastiert jedoch mit der rauen, ungestümen Malweise des Hintergrunds und der Gesichtszüge.
Der Hintergrund ist dunkel und verschwommen gehalten, was die Aufmerksamkeit auf das Gesicht des Porträtierten lenkt. Die Farbgebung ist überwiegend warm, mit Brauntönen und einem Hauch von Gold, die eine gewisse Würde und Erhabenheit suggerieren.
Die Gesichtszüge des Mannes sind ausdrucksstark und wirken fast melancholisch. Die Augen wirken müde und etwas traurig, während die Lippen zu einem leisen, fast unmerklichen Lächeln geformt sind. Die Haut ist in einem warmen, rötlichen Ton gemalt, der ihr eine gewisse Lebendigkeit verleiht.
Es scheint, als ob der Künstler hier eine Verbindung zwischen seiner eigenen Identität und der Welt des Adels des 18. Jahrhunderts herstellen wollte. Durch die Wahl des historischen Kostüms und die selbstreflexive Darstellung entsteht eine komplexe Aussage über Identität, Zeit und künstlerische Selbstinszenierung. Die Intimität der Darstellung, gepaart mit der historischen Distanz, erzeugt eine faszinierende Spannung. Man könnte hier auch eine Art Maskerade erkennen, in der sich der Künstler hinter einer historischen Fassade versteckt oder sich mit ihr identifiziert. Die raue Technik der Malweise unterstreicht die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Moments, im Kontrast zu der vermeintlichen Ewigkeit des Adelsstandes.