Self 2. 1926-1927 Kuzma Sergeevich Petrov-Vodkin (1878-1939)
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Kuzma Sergeevich Petrov-Vodkin – Self 2. 1926-1927
Ort: State Russian Museum, St. Petersburg (Государственный Русский Музей).
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Der Künstler hat hier auf eine detaillierte Wiedergabe der Gesichtszüge verzichtet. Stattdessen dominiert eine grobe, fast skulpturale Modellierung. Die Haut wird in breiten Pinselstrichen aus warmen Rottönen, braunen und gelblichen Tönen aufgebaut, die an Erde oder Ton erinnern. Diese Farbgebung verstärkt den Eindruck von Härte und Robustheit. Die glatte, fast leere Stirn und der kahle Kopf unterstreichen die Konzentration und die Entbehrung von Zierlichkeit. Der Schnurrbart, dicht und dunkel, bildet einen Kontrapunkt zu der ansonsten eher ungeschliffenen Darstellung des Gesichts.
Der Hintergrund besteht aus einem verschwommenen, bläulichen Farbton. Er wirkt wie eine unscharfe Wand oder ein Vorhang, der den Mann von seiner Umgebung abtrennt. Der Hintergrund ist nicht neutral, sondern trägt zur intensiven Wirkung des Porträts bei, indem er den Fokus vollständig auf die Person richtet.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um ein Werk handelt, das nicht primär der äußeren Darstellung dient, sondern vielmehr einen Versuch darstellt, die innere Haltung, die Persönlichkeit des Künstlers zu erfassen. Der Blick, die angespannte Mimik und die grobe Malweise lassen auf eine gewisse innere Zerrissenheit oder zumindest eine intensive Selbstreflexion schließen. Die Wahl der erdigen Farbtöne und die reduzierte Formensprache vermitteln den Eindruck von Stärke, Entschlossenheit und vielleicht auch von einer gewissen Einsamkeit. Das Porträt wirkt weniger wie eine bloße Abbildung, sondern eher wie eine psychologische Studie eines Mannes, der sich seiner selbst bewusst ist und seine eigene Existenz kritisch hinterfragt.