John Martin – Joshua Commanding the Sun to Stand Still upon Gibeon National Gallery of Art (Washington)
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National Gallery of Art – John Martin - Joshua Commanding the Sun to Stand Still upon Gibeon
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Im Vordergrund drängt sich eine große Menschenmenge vorwärts, die in Bewegung und Erregung gefangen scheint. Sie sind offenbar Zeugen eines außergewöhnlichen Ereignisses und scheinen in eine Art kollektive Hingabe versunken zu sein. Einige Figuren, vermutlich Anführer oder Priester, heben ihre Arme in eine theatralische Geste empor, die ihre Rolle in der Szene unterstreicht. Ihre weiße Kleidung kontrastiert stark mit der dunklen, erdigen Farbgebung der Landschaft.
Ein Felsvorsprung markiert eine deutliche Trennlinie zwischen Vorder- und Mittelgrund. Er bietet einen strategischen Aussichtspunkt auf die dahinterliegende Stadt, die auf einem Hügel thront. Die Stadt selbst ist mit einer Vielzahl von Türmen und Kuppeln verziert und vermittelt einen Eindruck von Größe, Macht und architektonischer Komplexität. Ihre erhöhte Position unterstreicht ihre Bedeutung und ihre Verbindung zum Himmel.
Der Himmel ist der entscheidende Fokus des Bildes. Dunkle, bedrohliche Wolken ziehen sich über den Himmel und erzeugen eine Atmosphäre von Unruhe und Spannung. Durch diese Wolken bricht jedoch ein gleißendes Licht, das von einer hellen, kreisrunden Lichtquelle ausgeht – vermutlich die Sonne. Diese Lichtquelle ist nicht als natürlicher Himmelskörper dargestellt, sondern als ein übernatürliches, strahlendes Element, das eine göttliche Intervention andeutet. Lichtstrahlen durchbrechen die Wolkendecke und beleuchten bestimmte Bereiche der Landschaft und der Stadt, wodurch ein dramatischer Kontrast entsteht und der Blick des Betrachters gelenkt wird.
Die Komposition nutzt die Kontraste zwischen Licht und Schatten, Bewegung und Stille, Erdgebundenheit und Transzendenz, um eine Geschichte von Konflikt, Glauben und göttlicher Macht zu erzählen. Die düstere, raue Landschaft und die dramatische Lichtstimmung deuten auf eine Zeit von Not und Bedrohung hin, während das plötzliche Auftreten des göttlichen Lichts Hoffnung und Erlösung verspricht.
Subtextuell könnte das Bild als Allegorie für den Kampf zwischen Gut und Böse, Zweifel und Glauben, oder der Macht des menschlichen Willens gegenüber den Naturgewalten interpretiert werden. Die Stadt könnte als Symbol für Zivilisation und menschliche Errungenschaften gelesen werden, die durch eine höhere Macht beeinflusst oder sogar bedroht werden. Die Reaktion der Menschenmenge – ihre Hingabe und ihr Vertrauen – unterstreicht die Bedeutung des Glaubens angesichts von Widrigkeiten. Die ungewöhnliche Darstellung der Sonne als einer übernatürlichen Lichtquelle deutet auf eine Intervention des Göttlichen hin, die über die natürlichen Gesetze hinausgeht.