Paul Cezanne – The Artist’s Father, Reading „L’Evenement“ National Gallery of Art (Washington)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
National Gallery of Art – Paul Cezanne - The Artist’s Father, Reading „L’Evenement“
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Zeitung selbst ist von Bedeutung. Der Titel, „L’Événement“, ist deutlich erkennbar und deutet auf ein aktuelles Ereignis hin, möglicherweise von politischer Natur. Der Mann scheint vollkommen in seine Lektüre vertieft, isoliert von der Außenwelt, die sich in der Zeitung widerspiegelt. Die Art und Weise, wie er die Zeitung hält, die Finger leicht gekrümmt, vermittelt eine Atmosphäre stiller Kontemplation.
Der Sessel, in dem er sitzt, dominiert den Bildraum. Seine Musterung ist zwar vorhanden, wird aber durch die grobe Pinselführung aufgelöst, was ihm eine fast formlose, monumentale Erscheinung verleiht. Der Sessel scheint den Mann zu umschließen, ihn in seinem privaten Moment zu isolieren.
Im Hintergrund, auf einer Anrichte oder einem Regal, sind einige Obstformen zu erkennen, die ebenfalls in einer ähnlichen, reduzierten Malweise dargestellt sind. Sie bilden einen subtilen, aber wichtigen Kontrast zur Detailtreue der Zeitung und des Gesichts des Lesers.
Der dunkle Hintergrund verstärkt die Wirkung des Vordergrundes und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Mann und seine Beschäftigung. Er erzeugt eine Atmosphäre von Intimität und Einsamkeit. Es scheint, als ob der Raum, der den Mann umgibt, nicht mehr als eine Bühne für diesen privaten Akt des Lesens und der Kontemplation ist.
Die Malweise ist bezeichnend für einen reduzierten, fast geometrischen Ansatz. Formen sind vereinfacht, Konturen verschwimmen, und die Farbtöne sind gedämpft und erdverbunden. Dies trägt zur Gesamtstimmung der Stille und des Nachdenkens bei, die die Darstellung durchdringt. Es entsteht der Eindruck einer tiefen Verbundenheit zwischen dem Mann und dem Akt des Lesens, ein Moment der stillen Einkehr, der für den Betrachter eingefangen wird.