Terrace. 1915 Konstantin Alekseevich Korovin (1861-1939)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Konstantin Alekseevich Korovin – Terrace. 1915
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Im Vordergrund sitzt eine Frau in einem dunklen, fast schwarzen Kleid auf einem Stuhl. Ihr Blick ist gesenkt, die Hände ruhen ineinander, was eine gewisse Nachdenklichkeit oder sogar Melancholie vermuten lässt. Ein Strauß Blumen steht auf dem Tisch neben ihr, allerdings wirkt er etwas vernachlässigt oder gar verwelkt.
Rechts von ihr steht eine weitere Frau in einem hellrosa Kleid. Sie scheint in eine Geste der Ansprache involviert zu sein, möglicherweise eine Geste der Aufmunterung oder des Gesprächs. Ihr Gesichtsausdruck ist schwer zu deuten; es wirkt weder freudig noch traurig, sondern eher neutral.
Die Komposition des Bildes ist interessant. Die beiden Frauen stehen in einem deutlichen Kontrast zueinander – die eine im Schatten, die andere im Licht, die eine in dunklen Farben, die andere in Pastelltönen. Die Anordnung der Möbel, insbesondere der Tisch und die Stühle, suggeriert eine intime Atmosphäre, die jedoch durch die distanzierte Haltung der Frauen unterbrochen wird.
Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt, die den Alltag einer wohlhabenden Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts widerspiegeln soll. Die Farbwahl und die Lichtstimmung erzeugen eine leicht gedämpfte, fast nostalgische Atmosphäre. Ein gewisser Grad an Subtext scheint vorhanden zu sein: Die stille Frau, das verwelkte Blumenarrangement und die distanzierte Geste der zweiten Frau könnten auf eine unterschwellige Spannung oder ein unausgesprochenes Problem hindeuten. Der Wintergarten selbst, ein Symbol für Luxus und Rückzug, könnte hier als Metapher für eine fragile, isolierte Welt interpretiert werden. Die Helligkeit des Raumes steht in Kontrast zur Dunkelheit der Stimmung.