Portrait of Catherine Sergeevna Avdulinoy. H. 1822, 81h64 am GRM Orest Adamovich Kiprensky (1782-1836)
Orest Adamovich Kiprensky – Portrait of Catherine Sergeevna Avdulinoy. H. 1822, 81h64 am GRM
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Maler: Orest Adamovich Kiprensky
Der russische Künstler Kiprensky fertigte 1823 ein Frauenporträt an, das später als eines der besten Werke der Romantik anerkannt wurde. In Paris malte er Ekaterina Avdulina, die Ehefrau eines Generalmajors, der ein großer Bewunderer von weltlichen Bällen und von Bekanntschaften mit Kunstschaffenden war. Das Bild vermittelt einen Eindruck von Poesie und einer gewissen Traurigkeit. Seine teilweise Ähnlichkeit mit Leonardos Gioconda ist unverkennbar: die Natur hinter dem Fenster, die Arme auf dieselbe Weise verschränkt.
Beschreibung des Gemäldes "Porträt von Avdulina" von Orest Kiprensky
Der russische Künstler Kiprensky fertigte 1823 ein Frauenporträt an, das später als eines der besten Werke der Romantik anerkannt wurde. In Paris malte er Ekaterina Avdulina, die Ehefrau eines Generalmajors, der ein großer Bewunderer von weltlichen Bällen und von Bekanntschaften mit Kunstschaffenden war.
Das Bild vermittelt einen Eindruck von Poesie und einer gewissen Traurigkeit. Seine teilweise Ähnlichkeit mit Leonardos Gioconda ist unverkennbar: die Natur hinter dem Fenster, die Arme auf dieselbe Weise verschränkt. Die Farbgebung der Leinwand ist überraschend lakonisch: dramatisches Kohleschwarz kombiniert mit warmer Senffarbe. Eine Vase mit einem verwelkenden Stiel weißer Hyazinthen auf der Fensterbank ergänzt die düstere und elegische Atmosphäre.
Die Landschaft außerhalb des Fensters besteht aus einem kleinen Stück grünen Hains und dem bedrückenden Anblick grauer, violetter Gewitterwolken. Vor einem solchen Hintergrund wirkt Katharinas Gesicht noch zerbrechlicher und wehrloser. In ihren Augen kann man die Seele der Heldin lesen, eine Art inneren Zusammenbruch. Sie selbst trägt ein schwarzes Kleid aus Samt und einen teuren, mit feinen Mustern bestickten Schal. An ihrem kräftigen Hals glitzern große Perlen. In ihrer Hand hält sie einen gefalteten Fächer. Erstaunlich realistisch gemalte weibliche Hände. Ihr Gesicht wird von einer gelben Schleife und einem schönen transparenten Netz umrahmt.
Die Dame wirkt distanziert, verschlossen, schweigsam, will die Geheimnisse ihres Herzens nicht preisgeben. Aber dem Künstler scheint es gelungen zu sein, in ihrer Seele zu lesen. Zeitgenossen haben anerkannt, dass Catherines Charakter mit bemerkenswerter Präzision dargestellt wird und dass sie die Besonderheit ihres Charakters, die sie von anderen Menschen unterscheidet, einfängt. Die Ähnlichkeit mit dem Original lässt sich heute natürlich nicht mehr nachprüfen, was uns aber nicht daran hindert, von der Genialität des Porträts zu sprechen.
Was das Porträt bewundernswert macht, ist Kiprenskys meisterhafte Fähigkeit, das Spiel von Licht und Schatten zu komponieren, die Komposition auszubalancieren, es in den Farben zurückhaltend und in der Beschreibung des geistigen Inhalts übermäßig wortreich zu gestalten.
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Die Kleidung der Frau unterstreicht ihren sozialen Status. Das dunkle, schlichte Kleid bildet einen starken Kontrast zum goldenen Ärmel, der einen Hauch von Opulenz verleiht. Eine feine Perlenkette schmückt ihren Hals, und ein goldfarbenes Haarschmuck mit floralen Elementen rahmt ihr Gesicht. Die Frisur selbst, mit den lockigen Haaren, ist typisch für die Epoche.
Besonders auffällig ist der Gegenstand, den sie in der Hand hält: eine Art Schachtel, möglicherweise eine Tabaksdose oder eine kleine Schmuckschatulle, bedeckt mit einem aufwendigen, orientalisch anmutenden Muster. Aus dieser Schachtel scheinen kleine, blütenartige Objekte aufzusteigen, die an Träume, Erinnerungen oder vergängliche Schönheit erinnern. Diese Elemente verleihen dem Bild eine subtile, fast magische Dimension.
Der Hintergrund ist nur vage angedeutet, wodurch die gesamte Aufmerksamkeit auf die Frau gelenkt wird. Die Landschaft im Hintergrund, die sich hinter der Schachtel erstreckt, wirkt unscharf und fast traumhaft.
Es lässt sich vermuten, dass das Porträt mehr als nur eine reine Darstellung der äußeren Erscheinung sein soll. Die Kombination aus Eleganz, Melancholie und den mystischen Elementen deutet auf eine tiefere Bedeutung hin. Möglicherweise wird hier eine innere Welt der Frau, ihre Sehnsüchte und ihre Träume angedeutet. Die Schachtel und die aufsteigenden Blüten könnten Symbole für vergängliche Schönheit, Erinnerungen oder auch für die Sehnsucht nach etwas Unfassbarem sein. Es ist ein Porträt, das zum Nachdenken anregt und eine subtile, aber eindringliche Atmosphäre schafft.