Mrs. Abington as Roxalana in The Sultan Joshua Reynolds (1723-1792)
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Joshua Reynolds – Mrs. Abington as Roxalana in The Sultan
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Die Komposition ist schlicht gehalten: Die Frau nimmt fast den gesamten Bildraum ein, was ihre Präsenz noch verstärkt. Der dunkle Hintergrund, vermutlich ein Vorhang, lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf das Gesicht und die Gewandung der Dargestellten. Die Haltung wirkt selbstbewusst, aber auch leicht angespannt; eine Hand ruht elegant auf der Brust, während die andere sich an den Ärmel des Gewandes schmiegt.
Es liegt nahe, dass es sich um eine Darstellung einer Theaterszene handelt. Die Wahl des Kostüms und die Inszenierung lassen vermuten, dass die Frau eine Rolle spielt – möglicherweise eine Haremsdame oder eine orientalische Prinzessin. Der Ausdruck im Gesicht deutet auf eine komplexe Persönlichkeit hin: Es schwingt sowohl Macht als auch Verletzlichkeit mit.
Die Farbwahl ist bemerkenswert. Das Weiß des Gewandes kontrastiert stark mit dem tiefen Rot des Hintergrunds, was die Figur zusätzlich hervorhebt. Die goldenen Akzente verleihen der Darstellung eine luxuriöse Note und unterstreichen den Eindruck von Reichtum und Exotik.
Subtextuell könnte das Bild als Kommentar zur damaligen Faszination Europas für den Orient gelesen werden – eine Faszination, die oft mit einer Mischung aus Begehren, Angst und Verachtung einherging. Die Darstellung der Frau in dieser exotischen Rolle wirft Fragen nach Identität, Macht und Repräsentation auf. Es ist möglich, dass das Porträt auch als subtile Kritik an gesellschaftlichen Konventionen oder als Ausdruck weiblicher Selbstermächtigung interpretiert werden kann – eine Frau, die sich durch ihre Rolle im Theater einen Raum der Freiheit erobert. Die leicht melancholische Note in ihrem Blick könnte zudem auf die Einsamkeit und Isolation hindeuten, die mit dem Leben im Rampenlicht verbunden sind.