The Raising of Lazarus Jacob de Backer (1555-1591)
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Jacob de Backer – The Raising of Lazarus
Ort: Museum of Fine Arts, Ghent (Museum voor Schone Kunsten).
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Auf der linken Seite wird eine zentrale Figur, vermutlich eine männliche Gestalt von hohem Rang, dargestellt, wie er mit erhobenen Armen und einer Geste des Befehlens in den Raum deutet. Seine Kleidung ist schlicht, aber von Würde, und seine Körperhaltung strahlt Autorität aus. Um ihn herum versammelt sich eine Gruppe von Personen, die unterschiedliche Emotionen zeigen – einige scheinen andächtig zu beten, andere wirken besorgt oder verwundert. Ein kleiner Hund sitzt am Fuße der zentralen Figur, was dem Bild eine zusätzliche Ebene der Intimität und möglicherweise auch Symbolik verleiht. Im unteren Bereich befindet sich ein Schriftband mit lateinischem Text, der vermutlich die biblische Erzählung erläutert, auf deren Grundlage das Werk entstanden ist.
Die rechte Seite zeigt eine Szene des Sterblichen. Eine Gestalt liegt auf einer steinernen Platte, offenbar tot oder im Sterben liegend. Um ihn herum drängen sich weitere Personen, einige mit gesenkten Köpfen, andere mit ausdrucksstarken Gesichtern, die Trauer und Hilflosigkeit widerspiegeln. Ein kleines Kind, möglicherweise ein Engel, steht am Rande der Szene und hält einen Olivenzweig, was auf Hoffnung und Auferstehung hindeuten könnte. Die Darstellung des Leichnams ist realistisch und detailreich, mit besonderem Augenmerk auf die Darstellung von Hautfarbe und Textur.
Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft und düster gehalten, wobei dunkle Brauntöne und Grautöne dominieren. Dies verstärkt die dramatische Wirkung der Szene und unterstreicht die Schwere des Themas. Lichteffekte werden gezielt eingesetzt, um bestimmte Bereiche hervorzuheben – beispielsweise das Gesicht der zentralen Figur auf der linken Seite oder den Körper der toten Gestalt auf der rechten Seite.
Subtextuell scheint es sich um eine Darstellung von Leben und Tod, Glauben und Zweifel zu handeln. Die zentrale Figur verkörpert möglicherweise göttliche Macht und die Fähigkeit, über den Tod hinauszugehen, während die Reaktion der anderen Personen die menschliche Auseinandersetzung mit Verlust und Hoffnung verdeutlicht. Der Kontrast zwischen den beiden Seiten des Bildes unterstreicht diesen Gegensatz und betont die transformative Kraft des Glaubens. Die Anwesenheit des Kindes mit dem Olivenzweig deutet auf eine mögliche Erlösung oder Wiedergeburt hin, was der Szene einen Hauch von Optimismus verleiht. Insgesamt wirkt das Werk wie ein tiefgründiger Kommentar zur menschlichen Existenz und den großen Fragen des Lebens.