The Betrothal of Mary to Joseph Hans Fries (1470-1518)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Hans Fries – The Betrothal of Mary to Joseph
Ort: German National Museum (Germanisches Nationalmuseum), Nuremberg.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Frau, die ihm gegenübersteht, trägt ein elegantes Kleid mit dunkler Oberseite und hellen Ärmeln. Ihr Blick ist auf Joseph gerichtet, jedoch ohne eine eindeutige Emotion zu zeigen; eher wirkt sie beobachtend oder leicht distanziert. Ihre Haltung ist aufrecht, fast starr, was einen Eindruck von Anstand und Respekt erweckt.
Um die beiden Protagonisten herum versammelt sich eine Gruppe weiterer Personen. Ein älterer Mann mit weißem Bart, vermutlich ein Priester oder ein hochrangiger Beamter, sitzt in der Mitte und scheint die Zeremonie zu leiten oder zu segnen. Seine Position unterstreicht seine Autorität und Bedeutung für den Ablauf des Geschehens. Mehrere Männer stehen daneben, einige tragen ebenfalls feierliche Gewänder, andere wirken eher als Zuschauer. Ihre Gesichtsausdrücke sind unterschiedlich – von stiller Aufmerksamkeit bis hin zu leichtem Interesse.
Die architektonische Umgebung ist bemerkenswert. Ein großer Bogen rahmen die Szene ein und lässt den Blick in einen dahinterliegenden Raum mit goldenen Elementen schweifen, was eine Atmosphäre von Reichtum und Bedeutung erzeugt. Säulen flankieren die Protagonisten und verleihen der Komposition eine gewisse Stabilität und Ordnung. Die Beleuchtung ist gleichmäßig verteilt, wodurch alle Figuren und Details klar erkennbar sind.
Subtextuell könnte das Bild die Thematik der Bestimmung und des Gehorsams gegenüber göttlichen oder gesellschaftlichen Regeln thematisieren. Die Distanziertheit der Frau lässt Raum für Interpretationen über ihre innere Haltung zu dieser Verbindung. Die Präsenz des älteren Mannes deutet auf eine rituelle Handlung hin, die über rein persönliche Gefühle hinausgeht. Insgesamt erweckt das Gemälde den Eindruck einer formalen und bedeutungsvollen Zeremonie, in der gesellschaftliche Konventionen und religiöse Pflichten im Vordergrund stehen.