Map of the World, 1775 Antique world maps HQ
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Antique world maps HQ – Map of the World, 1775
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Die Karte ist in einem komplexen Netz aus Linien und Schattierungen gezeichnet, die die Kontinente und Ozeane voneinander abgrenzen. Die Kontinente sind relativ grob skizziert, was auf die damaligen begrenzten Möglichkeiten der Kartographischen Darstellung hindeutet. Besonders auffällig ist die Darstellung Amerikas: Der Westen Amerikas, insbesondere die Region um die Baie de Bohaigne (Bucht von Biscay), ist detaillierter ausgearbeitet als andere Regionen, was möglicherweise auf ein erhöhtes Interesse der Kartographen an der Erforschung und Kolonialisierung dieser Gebiete hinweist.
Die Beschriftungen erfolgen hauptsächlich in französischer Sprache, was auf die Herkunft des Werkes schließen lässt. Namen von Städten, Flüssen und Regionen sind sorgfältig angeordnet, wobei die Schriftart eine typische Barock-Typografie aufweist. Die Meridiange, die die Karte vertikal durchziehen, sind mit lateinischen Bezeichnungen versehen (Occidental und Oriental), was die kosmologische Vorstellung der damaligen Zeit widerspiegelt, in der die Welt noch stark von europäischen Perspektiven geprägt war.
Im unteren Bereich der Karte befindet sich eine kunstvoll gestaltete Kartusche, die vermutlich den Titel des Werkes enthält, dessen genaue Lesbarkeit durch die Beschädigung des Papiers erschwert wird. Auch im unteren rechten Bildbereich ist eine weitere, kleinere Kartusche angebracht, die vermutlich weitere Informationen zum Kartenmacher oder zur Entstehungszeit liefert.
Die Darstellung des Meeres ist eher abstrakt, mit groben Wellenlinien, die die Bewegung des Wassers andeuten. Die Inseln sind oft nur schematisch dargestellt. Es fallen einzelne Schiffe zu erkennen, die in den Ozeanen platziert wurden.
Die Farbgebung ist gedämpft, dominiert von Braun- und Gelbtönen. Die Kontinente sind mit helleren Farben schattiert, um einen Relief-Effekt zu erzeugen.
Übergeordnet lässt sich feststellen, dass diese Weltkarte nicht primär als präzises geografisches Dokument zu verstehen ist, sondern vielmehr als Ausdruck des damaligen Wissensstandes und der Weltanschauung. Sie vermittelt einen Eindruck von der Welt, wie sie im 18. Jahrhundert wahrgenommen wurde – eine Welt, die noch weitgehend unerforscht und voller Geheimnisse war, und in der europäische Interessen und Perspektiven eine zentrale Rolle spielten. Die Karte fungiert somit als ein Fenster zur Vergangenheit und ermöglicht einen Einblick in die wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen der Epoche.